Fußball

SGM Weikersheim/Markelsheim Die zweite Mannschaft ist vom Spielbetrieb abgemeldet – keine personellen Engpässe mehr

Nach dem Abstieg gleich wieder Aufstiegsfavorit

Archivartikel

Nach nur einer Saison in der Regionenliga kehrt die SGM Weikersheim/Markelsheim in die Bezirksliga zurück – erhobenen Hauptes, denn das junge Team schlug sich sehr achtbar und verpasste den angestrebten Klassenerhalt nur denkbar knapp. Am Ende fehlten, nach fünf Siegen, zehn Unentscheiden und neun Niederlagen in 24 Spielen, zwei Zähler, um drin zu bleiben. „Spielerisch konnten wir mithalten, schließlich haben wir gegen alle Mannschaften gepunktet“ resümiert Trainer Sebastian Hütter. Sogar dem souveränen und ungeschlagenen Meister SGM Westernhausen/Krautheim konnten die Taubertälerinnen an der Jagst ein torloses Remis abtrotzen – dies gelang lediglich noch zwei anderen Mannschaften.

„Mit einem Altersdurchschnitt von 22 Jahren fehlte allerdings die Erfahrung, die Gegner waren einfach abgezockter, in mehreren Spielen haben wir in den letzten zehn Minuten noch den Ausgleich hinnehmen müssen oder verloren“. Neben der mangelnden Erfahrung war für den SGM-Coach auch der relativ kleine Kader ein Handicap: „Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle konnten wir in der Vorrunde nur schwer kompensieren – in der Rückrunde haben wir uns dann gesteigert.“ Der 31-jährige Schäftersheimer ist überzeugt: „Mit einem etwas größeren Kader und/oder mehr Erfahrung wäre der Klassenerhalt drin gewesen!“ Aus der dünnen Personaldecke hat man nun bei der SGM die Konsequenz gezogen und zwei Mannschaften zu nur noch einem Team zusammengefügt. Dies war sicherlich keine leichte Entscheidung, schließlich kam die „Zweite“ in der Kreisklasse zu Meisterehren.

„Wir wollten die A-Juniorinnen des ältesten Jahrgangs nicht überbeanspruchen und haben uns deshalb in der ersten und zweiten Mannschaft gegenseitig ausgeholfen – das klappte super, war aber auch sehr, sehr belastend“, informiert Hütter, der den bisherigen Coach der Zweiten, Julian Maier, zumindest in der ersten Halbserie an seiner Seite hat.

Jetzt 22 Spielerinnen

„Mit einem Aufgebot von 22 Spielerinnen dürften die Personalprobleme jetzt behoben sein“, zeigt sich der SGM- Coach, der seit eineinhalb Jahren für das Team verantwortlich zeichnet, sehr zuversichtlich. „Die Arbeit mit den Mädchen macht mir viel Spaß, ich komme gut mit ihnen klar, sowohl im Training als auch im Spiel“, hat Sebastian Hütter sein Engagement bislang noch nicht bereut. „Wir hatten in der ganzen Runde einen guten Zusammenhalt – die Mannschaftsaufstellung wurde von den Spielerinnen immer so akzeptiert wie sie war“ zeigt sich der Trainer sehr zufrieden.

„Sie wollen nun unbedingt wieder vorn angreifen“, informiert Hütter. Allein diesen festen Willen seines Teams, umgehend in die Klasse zurückzukehren. auf die man trotz der Bezirksliga-Meisterschaft 2016/17 noch freiwillig verzichtet hatte, darf der Trainer als Erfolg verbuchen: Die Mannschaft der SGM Weikersheim/Markelsheim hat sich trotz des unglücklichen Abstiegs in diesem Jahr in der Regionenliga gut weiterentwickelt und an Selbstvertrauen gewonnen.

Als Konkurrenten sieht man im Lager des Titelfavoriten die Vereine, die schon im letzten Jahr im oberen Tabellenbereich zu finden waren: Vizemeister Tüngental/Rieden/Michelbach-Bilz, der nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz der SGM Westernhausen/Krautheim II den Vortritt lassen musste, Langenbeutingen II, das jetzt mit dem TSV Ohrnberg eine Spielgemeinschaft bildet, sowie Pfedelbach/Scheppach. – Die SGM trainiert auch 19/20 wie bisher montags in Markelsheim und donnerstags in Schäftersheim.