Fußball

Fußball Erstmals ein gemeinsamer Staffeltag für alle vier Ligen im Kreis Tauberbischofsheim / Erste Partie der Saison: TuS Großrinderfeld gegen TSV Gerchsheim

Lokalderby dient als „Eröffnungsspiel“

Archivartikel

Die Zeiten ändern sich. Erstmals fand ein Fußballkreis Tauberbischofsheim ein gemeinsamer Staffeltag für alle vier Ligen statt. Möglich geworden ist diese „Neuerung“ durch das digitale Zeitalter: Da es mittlerweile das Modul „Online-Spielverlegung“ gibt, gibt es die früher zeitraubenden Diskussionen über eventuelle Spielverlegungen nicht mehr. Und deshalb müssen sich die einzelnen Ligen nicht mehr separat treffen, sondern es ist nun eine gemeinsame Veranstaltung möglich. Und die fand in der Stahlberghalle in Uissigheim statt.

Der Kreisvorsitzende Georg Alter ließ zunächst die jeweiligen Staffelleiter wählen, wobei es keinerlei Veränderungen gab. Staffelleiter bleiben für die Kreisliga Thomas Syksch, für die Kreisklasse A Jürgen Umminger und für die Kreisklassen B/C Wolfram Pink.

Rund um den Spielbetrieb wird es nur eine grundlegende Veränderung geben: In der Kreisklasse C wird künftig nur noch „eingleisig“ gefahren. Die Unterteilung in eine Nord- und eine Südstaffel entfällt „mangels Masse“. Mit 16 Mannschaften ist die Kreisklasse C in der kommenden Saison sogar die zahlenmäßig größte Liga des Fußballkreises. In der Kreisliga werden 15 und in der Kreisklasse A und B jeweils 14 Mannschaften spielen. Bei den Spielplänen wurde allerdings für alle Ligen der sogenannte „16er Schlüssel“ angewendet. Nur so ist es möglich, für erste und zweite Mannschaften eine Heimspiel-Parallelität herzustellen. Und die ist allen Vereinen natürlich sehr wichtig.

Ansonsten bleibt praktisch alles beim Alten: Die Eintrittspreise werden nicht verändert und auch die Auf- und Abstiegsregelung bleibt bestehen: In der Kreisliga steigt der Meister direkt auf und der „Vize“ darf in die Relegation zur Landesliga. In den drei anderen Ligen steigen jeweils der Tabellenerste und der Tabellenzweite auf, der Dritte geht in die Relegation. Für den Abstieg gilt: Der jeweilige Tabellenzwölfte muss in die Relegation, alle Mannschaften, die dahinter platziert sind, müssen absteigen.

Ein Lob an die Vereinsfunktionäre sprach Werner Wießmann in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Sportgerichts aus. „Bei uns im Fußballkreis Tauberbischofsheim haben die Funktionäre die Sache im Griff“. Dies erkenne man daran, dass sich die Zahl der Vergehen „unheimlich“ verringert habe. Insgesamt habe es während der gesamten Saison nur 119 Vergehen gegeben. Im Vergleich mit den anderen acht Fußballkreisen in Nordbaden sei dies wirklich ein sehr geringer Wert. Auch die zwölf Anzeigen wegen Tätlichkeit seien über die gesamte Saison hinweg gesehen „eigentlich nicht sehr viel“. Auch in der neuen Saison wird Werner Wießmann gemeinsam mit Burkhard von der Groeben die Sportgerichtsbarkeit im Fußballkreis Tauberbischofsheim ausüben.

Seit Juni ist Peter Weingärtner aus Gerchsheim neuer Schiedsrichter-Obmann im Fußballkreis. Er nutzte den Staffeltag für ein leidenschaftliches Plädoyer an die Vereine. „Ihr müsst uns Schiedsrichter bei der Gewinnung von ’Neulingen’ unterstützen.“

Schiedsrichter gehören genauso zum Fußball wie die Spieler, erläuterte Weingärtner. Und genauso, wie man junge Spieler braucht, benötigt man auch junge Schiedsrichter. Es handle sich hier um eine Aufgabe, die man gemeinsam angehen müsse. „Sonst wird es den Fußball auf der unteren Amateurebene bald nicht mehr geben.“