Fußball

Futsal Zweites Endturnier-Wochenende des BFV in Ketsch / Neckarelzer C-Junioren verteidigen Titel / Tauberbischofsheimer C-Juniorinnen ziehen ins Finale ein

Klinge-D-Juniorinnen überraschen sogar die TSG Hoffenheim

Archivartikel

Am zweiten Turnierwochenende der Badischen Futsalmeisterschaften 2018/19 holten sich die C-Juniorinnen der TSG 1899 Hoffenheim, die C-Junioren der Spvgg. Neckarelz, die D-Juniorinnen von SC Klinge Seckach sowie die D-Junioren des SV Sandhausen die Titel.

C-Juniorinnen

Nach zwölf sehenswerten Vorrundenspielen standen die beiden Halbfinals fest: Titelverteidiger TSG 1899 Hoffenheim gegen den TSV Neckarau sowie VfB Bretten gegen den TSV Tauberbischofsheim. Im ersten Spiel setzte sich der amtierende Badische Futsalmeister deutlich 5:0 ge-gen Neckarau durch, das zweite Halbfinale entschied der TSV Tauberbischofsheim nach Sechsmeterschießen knapp mit 3:2 gegen den VfB Bretten für sich.

Im Spiel um Platz sieben und acht feierte das Team von Post Südstadt Karlsruhe einen 1:0-Erfolg gegen die SG HD-Kirchheim, ehe das Spiel um Platz fünf mit einem 3:0 für die TuS Mingolsheim gegen den Karlsruher SC endete. Platz drei belegte nach einer spannenden Partie der TSV Neckarau: 2:0 stand es nach elf Minuten Spielzeit gegen den VfB Bretten.

Im Endspiel wurde die TSG 1899 Hoffenheim ihrer Favoritenrolle gerecht, siegte gegen den TSV Tauberbischofsheim mit 3:0 und verteidigte erfolgreich den Titel aus dem Vorjahr. Am 3. März nehmen die Kraichgauerinnen damit an den Süddeutschen Futsalmeisterschaften in Pfungstadt teil.

Augenzeuge des Finales war die Schweizer Nationalspielerin Luana Bühler, die für die TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga spielt: „Es waren einige Talente dabei. Das Spielen in der Halle ist immer eine gelungene Abwechslung und erfordert ganz andere Fähigkeiten als das Spiel im Freien.“ Gemeinsam mit Jugendspielleiter Siegfried Bartussek, Mannheims Kreisvorsitzendem Harald Schäfer und Bürgermeister Jürgen Kappenstein (Ketsch) ehrte Bühler anschließend die Mannschaften. Alle Mannschaften erhielten Urkunden und einen Futsalball. Die ersten drei Teams erhielten Medaillen. Für die strahlenden Sieger der TSG 1899 Hoffenheim gab es außerdem Tickets vom Europa-Park Rust und natürlich die Meisterschale.

Zur besten Torhüterin wählten die Teams Carolin Stang vom TSV Tauberbischofsheim, beste Spielerin wurde Runa Kreutzer von der TSG 1899 Hoffenheim. Mit sechs Toren wurde Runa Kreutzer zudem beste Torschützin, gemeinsam mit ihrer Mannschaftskollegin Ann-Sophie Braun. Die Schiedsrichterinnen Esra Kaygusuz, Lina Martin, Kim Kabamba und Jasmin Rühle hatten die Spiele zu jeder Zeit bestens im Griff.

C-Junioren

In den 20 Vorrundenspielen fielen insgesamt 47 Tore. Am treffsichersten zeigte sich die Mannschaft der Spvgg. Neckarelz mit zwölf Toren. Die zwei besten Teams beider Gruppen standen sich im Halbfinale gegenüber. Die Spvgg. Neckarelz traf auf den FC Germania Forst und behielt nach Sechsmeterschießen mit 3:2 die Oberhand, die SG HD-Kirchheim forderte den FC Nöttingen heraus und unterlag denkbar knapp mit 0:1.

Im Spiel um Platz drei bekamen es somit die Jungs vom FC Germania Forst mit der SG HD-Kirchheim zu tun. Nach elf Minuten regulärer Spielzeit konnte kein Sieger gefunden werden, so dass das Sechsmeterschießen die Entscheidung brachte. Es endete 3:1 für die SG HD-Kirchheim.

Das Finale zwischen der Spvgg. Neckarelz und dem FC Nöttingen war ein umkämpftes Spiel, in dem am Ende Neckarelz mit 3:1 den Titel verteidigete. Da der Badische Fußballverband in diesem Jahr Ausrichter der Süddeutschen Futsalmeister-schaften der Junioren ist, waren beide Finalisten automatisch qualifiziert und dürfen Baden am 9./10.März in Eppelheim vertreten.

Colin Voth (FC Nöttingen), Jakob Eckstein (FC Nöttingen) und Yannik Rees (Spvgg. Neckarelz) erhielten mit je drei Treffern die Ehrung als beste Torschützen. Zum besten Spieler wählten die Teams Colin Voth vom FC Nöttingen. Den Preis für den besten Torhüter erhielt Hannes Vogl von der Spvgg. Neckarelz.

Die Unparteiischen Henrik Reßler, Sarah Fahrer, Arthur Mounchili Njoya und Christopher Hepp leiteten die Partien souverän.

Die Urkunden, Medaillen und Futsalbälle überreichte Jugendspielleiter Siegfried Bartussek, Mannheims Kreisvorsitzender Harald Schäfer, Bürgermeister Jürgen Kappenstein gemeinsam mit Sandhausen-Profi Stefan Kulovits. Der Österreicher sagt über Futsal: „Viele verbinden Hallenfußball mit einer höheren Verletzungsgefahr. Das sehe ich nicht so. In meinen Augen ist es eine tolle Möglichkeit für junge Spieler sich weiterzuentwickeln.“ Die Sieger aus Neckarelz freuten sich nicht nur über die Meisterschale, sondern auch über eine Einladung in den Europa-Park Rust.

D-Juniorinnen

In der Vorrunde wurden die Mädchen aus Hoffenheim als Titelverteidiger ihrer Favoritenrolle gerecht und zogen mit weißer Weste ohne Gegentor in die Halbfinalrunde ein.

Dort trafen sie auf das Team des SC Klinge Seckach, das als Zweite die Gruppe A abschloss. Zur Überraschung der zahlreichen Zuschauer entwickelte sich in der Neurotthalle ein offenes Spiel, das am Ende durch einen unterschätzten Rückpass an die Hoffenheimer Torhüterin einen Überraschungssieger vorzuweisen hatte: 1:0 gewann SC Klinge Seckach. Das zweite Halbfinale entschied der SC Olympia Neulußheim gegen den TSV Amicitia Viernheim 1:0 für sich.

„Wir haben gehofft, die Gruppenphase auf Platz 1 zu beenden und erst im Finale auf Hoffenheim zu treffen“, so Stefan Sauter-Schnabel. Der Trainer des SC Klinge Seckach war dann über das Ergebnis der Halbfinalpartie selbst erstaunt: „Wenn wir das Finale verloren hätten, wäre das als heimlicher Sieger heute egal gewesen.“ Umso befreiter spielten seine D-Juniorinnen im Finale gegen SC Olympia Neulußheim auf und sicherten sich mit einem 2:0-Sieg die Badische Futsalmeisterschaft und werden Baden im Landesfinale des VR-Talentiade CUP am 16. März in Ellwangen vertreten.

Alle Mannschaften erhielten vom stellvertretenden Verbandsjugendleiter Jörg Barthelmes, Jugendspielleiter Siegfried Bartussek sowie Mannheims Kreisvorsitzendem Urkunden, Futsalbälle und ein Geschenk der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Für die ersten drei Plätze gab es zusätzlich Medaillen, die Siegerinnen freuten sich über die Meisterschale sowie Tickets für den Europa-Park Rust.

Lisa-Marie Schindler von der TSG 1899 Hoffenheim wurde mit vier Treffern beste Torschützin. Als beste Torhüterin wurde Hanna Kolb vom SC Klinge Seckach geehrt. Die Wahl zur besten Spielerin fiel am Ende auf Emma Usler vom TSV Amicitia Viernheim.

Schiedsrichterinnen des Turniers waren Kim Kabamba, Cilia Linnebach, Annika Guthier und Marlene Rathgeb.

D-Junioren

Dass der SSV Ettlingen sich auf Kreisebene nicht zufällig gegen Titelverteidiger Karlsruher SC durchsetzen konnte, bewies nun die volle Punktzahl aus der Vorrunde. Als Gruppenerster traf das Team im Halbfinale auf den SV Sandhausen. Der hatte in der Vorrunde offensichtlich „noch etwas Sand im Getriebe“, so Verbandsjugendleiter Rouven Ettner, der später die Siegerehrung leitete. Als Favorit auf den Titel ließ Sandhausen in der Vorrunde unerwartet drei Punkte liegen und zog nur als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein. Hier zeigte der SV Sandhausen mit einem klaren 3:0 gegen den SSV nun seine Ambitionen. Im zweiten Halbfinale löste trotz großen Drucks seitens der Buchener Jungs der TSV Neckarau mit einem 1:0-Sieg das Ticket fürs Finale.

Im Finalspiel behielt Sandhausen die Nerven, erzwang ein 1:0 gegen Neckarau und gewann damit die Badische Futsalmeisterschaft. Beide Teams haben sich zudem für das Landesfinale des VR-Talentiade-Cup qualifiziert

„Klar waren wir Favorit und wollten diese Rolle auch annehmen“, bestätigt Trainer Yunus Karamanli vom SV Sandhausen. Er hält Futsal „gerade für diese Altersgruppe als sehr sinnvoll“. Hierbei käme es im engen Feld auf Technik an, Eins-gegen-eins-Situationen würden beim temporeichen Futsal geübt werden. Auch das schätzt DFB-Stützpunktkoordinator Markus Schmid, der ebenfalls vor Ort nach Talenten Ausschau hielt, an dieser Hallenvarianten des Fußballs. „Talente kann man bei Futsal besser erkennen, da sich hier im Vergleich zu draußen eher technisch und taktisch variable Spieler durchsetzen können“, so Schmid. Rouven Ettner übergab gemeinsam seinem Stellvertreter Jörg Barthelmes, Jugendspielleiter Siegfried Bartussek sowie Mannheims Kreisvorsitzendem Urkunden, Futsalbälle und ein Geschenk der Volksbanken und Raiffeisenbanken an alle Teams. Für die ersten drei Plätze gab es zusätzlich Medaillen, der Badische Futsalmeister freute sich über die Meisterschale sowie Tickets für den Europa-Park Rust. Als Badischer Meister spielen die Jungs am 16. März bei der baden-württembergischen Endrunde des VR-Talentiade Cups.

Luis Völk wurde für seine sechs Treffer als Torschützenkönig geehrt. Der beste Torhüter Constantin Urgenti stand für den TSV Buchen zwischen den Pfosten. Als besten Spieler des D-Junioren-Turniers wählten die Mannschaften Aris Malaj vom SV Sandhausen. fz/cg