Fußball

Fußball Badens „Danke Schiri“-Siegerin kommt aus Gommersdorf

Julia Sturm hat „einen neuen Anlauf genommen“

Nach der Ehrung „Danke Schiri“ im Fußballkreis Buchen vor zwei Wochen ging die Gommersdorferin Julia Sturm nun auf Verbandsebene auch als Siegerin in der Kategorie „Frauen“ hervor. Die Laudatio auf die Siegerin in der Kategorie „Frauen“ hielt Sarah Fahrer, selbst vor drei Jahren mit „Danke Schiri“ ausgezeichnet.

Zunächst richtete sie das Wort an alle nominierten Schiedsrichterinnen mit einem Zitat von Schauspielerin Zsa Zsa Gabor: „Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können.“ Dieses Motto würde auf alle vier zutreffen, so Fahrer. Auch appellierte sie an die fünf Kreise, die keine Schiedsrichterin nominiert hatten: „Es ist viel wert, einfach ‚Danke’ zu sagen“ – gerade in Hinblick auf den Schiedsrichtermangel. Wie Fahrer war die jetzige BFV-Siegerin bereits 2016 nominiert. „Da musste sie ein kleines Stück zurückweichen.“

Aber Julia Sturm habe Anlauf genommen: „Du hast so viel gemacht. In der Jung-Schiedsrichter-Gruppe bist Du dabei, hast sofort beim Neulingslehrgang geholfen und die Jungschiedsrichterinnen begleitet.“ Auch für die Region Odenwald engagiert sich die 24-Jährige als Schiedsrichterin, ist dort Frauenbeauftragte. Diese freute sich über die Ehrung: „Es zeigt für mich Anerkennung und Wertschätzung seitens der Schiedsrichtervereinigung Buchen und des BFV. Dazu gehört mehr als nur ein Spiel zu pfeifen. Man muss sich dafür einsetzen, es wirklich wollen.“

Julia Sturm hat zusammen mit Manuel Grübel beim VfR viel dazu beigetragen, dass der VfR Gommersdorf im Moment 13 Schiedsrichter hat. Die Jüngsten sind 13 Jahre und mit bald 58 Jahren ist Siegbert Breitenbach der Älteste an der Pfeife. Dass ein Teil für die Schiedsrichter-Vereinigung Buchen und andere für die Sschiedsrichter-Gruppe Künzelsau pfeift, hat schon so manchen Verbandsmitarbeiter, wie unlängst wieder geschehen, ins Schleudern gebracht. Dass sich über Verbandsgrenzen hinweg etwas bewegt, ist nicht nur im Schiedsrichterwesen wichtig, sondern im ganzen Fußballbereich. Es gibt ja einige Vereine im dreigeteilten Fußball Baden-Württemberg, die an der Verbandsgrenze liegen und da gilt ganz besonders ein gemeinsames Miteinander, um den immer mehr Spielgemeinschaften und dem Schiedsrichtermangel auf dem Land entgegen zu wirken. eub