Fußball

Fußball Beim WFV wurden in vier Kommissions-Arbeitssitzungen sowie in einer Kleinarbeitsgruppe unterschiedliche Spielsysteme entwickelt

Ist-Zustand und zwei alternative Modelle

In vier Arbeitssitzungen der Kommission sowie in einer Kleinarbeitsgruppe wurden neben dem bestehenden Spielsystem (1–4–16) die im Folgenden dargestellten alternativen Modelle 1–3–9 sowie 1–4–12a entwickelt. Die Modelle sind in den unten stehenden Landkarten dargestellt.

Erklärung der Landkarten

Die Landkarten sind in vier beziehungsweise drei Farbbereiche aufgeteilt, die den jeweiligen Landesliga-Gebieten entsprechen: LL 1 (rot), LL 2 (blau), LL 3 (grün) und LL 4 (orange). Die Grenzen der Landkreise sind in schwarz und die Grenzen der Bezirke in lila gekennzeichnet. In jedem Bezirk ist die Zahl der Mannschaften (Saison 2019/20) und darunter in Klammern die Zahl der Reservemannschaften vermerkt. Neben den vier Farbbereichen findet man die aktuellen Mannschaftszahlen der Landesliga-Gebiete.

Istzustand: Spielsystem 1–4–16

Das derzeitige Spielsystem 1–4–16 besteht aus einer Verbandsliga, vier Landesligen und 16 Bezirksligen in einem pyramidalen Aufbau. Die Staffeln bestehen teilweise seit Jahrzehnten in dieser Form. Die Mannschafts- und Vereinszahlen zwischen den Bezirken differieren erheblich. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung hinsichtlich Mitglieder- und Mannschaftszahlen wird der Spielbetrieb in diesem System nicht länger in gewohnter Qualität organisiert werden können.

Spielsystem 1–4–12a

Das Modell 1–4–12a zieht Veränderungen nahezu erst ab der Bezirksliga-Ebene nach sich. Bei den Kreisligen A gibt es nur marginale Veränderungen innerhalb der Ligenstruktur. Für einige Kreisligen A ergibt sich jedoch im Gesamten eine Zuordnung zu einem neuen Spielgebiet. In dieser Variante wird der von der Kommission als idealtypisch angesehene Rahmen eingehalten.

Spielsystem 1–3–9

Beim Modell 1–3–9 sind die Zahlen der aktiven Mannschaften im Spielbetrieb maximal ausgeglichen. Etwas weitere Fahrtstrecken sind ein Aspekt dieses Modells. Das Spielsystem 1–3–9 wird deshalb von der Kommission ebenfalls als ein zukunftsfähiges Modell für den Fußball in Württemberg angesehen. Allerdings liegen die Mannschaftszahlen in allen neu entstehenden Spielgebieten oberhalb des als idealtypisch angesehenen Rahmens. Aufgrund dieser größeren Anzahl an Mannschaften würde dieses Spielsystem eine Kreisliga C in den meisten Spielgebieten erforderlich machen.

Mögliche Auswirkungen

Für die württembergischen Bezirksligisten im Main-Tauber-Kreis würden sich in beiden Modellen erheblich größere Entfernungen zu den Spielen ergeben.

Bei der aktuellen Besetzung der Bezirksliga Unterland müsste zum Beispiel der SV Wachbach zu den Auswärtsspielen insgesamt 2316 Kilometer zurücklegen (gegenüber 1332 Kilometer im jetzigen System). Die weiteste Entfernung würde 106 Kilometer (einfach) nach Stetten/Kleingartach betragen. Die durchschnittliche einfache Entfernung bei den Auswärtsspielen beträgt dann 69 Kilometer gegenüber 44 Kilometer im aktuellen System. rst

Zum Thema