Fußball

SpG Dittwar/Tauberbischofsheim Mindestens Platz fünf in der Tabelle einer Liga, die in dieser Saison einem „Überraschungsei“ gleicht / B-Jugend-Nachwuchs integriert sich gut in den Kader

In dieser jungen Frauenmannschaft „stimmt’s“

„Trotz der guten Leistungen und der Disziplin in einigen Spielen wurde man leider oft nicht belohnt. Das tat mir für meine Mannschaft sehr leid.“ Mit diesem Fazit über die vergangene Saison drückt der Trainer der SpG Dittwar/Tauberbischofsheim, Andre Dörr, das aus, was die Fußballfrauen aus der Kreisstadt manchmal wohl selbst an den Rand des Wahnsinns brachte: Es fehlte einfach das vielzitierte Quäntchen Glück. Wie oft machte man eindeutig das bessere Spiel, ließ den Gegner laufen, und stand am Ende doch (fast) mit leeren Händen da.

Ansonsten, das betont Andre Dörr ausdrücklich, „stimmt’s“ bei den Frauen der SpG. Die jungen Spielerinnen aus der B-Jugend haben sich in der vergangenen Saison gut in den Kader und die Mannschaft auf dem Platz integriert. Die Lust, mit denen die SpG-Mädels Fußball spielen, zeigt sich an der guten Trainingsbeteiligung auch im Vorfeld dieser Saison. „Zu den Trainingseinheiten ist immer fast der komplette Kader da. Das freut uns im Trainerstab natürlich“, erklärt der Coach mit Stolz. In der Vorbereitung müssen die jungen Frauen dreimal in der Woche ran, um nach der Sommerpause wieder fit zu werden für die hohen Ansprüche der Liga. „Während der Runde trainieren wir dann nur noch zweimal die Woche.“

Am Wochenende startet sie also, die Hatz auf Landesliga-Punkte. Los geht’s gleich mit einem Heimspiel und einem anspruchsvollen „Besuch“ aus einer Frauen-Fußballstadt mit klangvollem Namen: Erster Gegner im Tauberstadion wird die Dritte der TSG Hoffenheim sein. Anpfiff ist am Sonntag, 15. September, um 13 Uhr. Und sie sind darauf vorbereitet, Andre Dörrs Schützlinge. Vorbereitet ganz allgemein auf eine Liga, die dieses Jahr „fast einem Überraschungsei gleicht“, schmuzelt Dörr, und erklärt auch, warum: „Es sind viele neue Mannschaften und Spielvereinigungen hinzugekommen.“ Da ist’s schwierig, den Gegner richtig einzuschätzen. Oft zeigt sich erst im Spiel selbst, mit wem man es zu tun hat. „Immer schön ist das einzige Derby gegen den FC Wertheim/Eichel.“ Die Neuzugänge aus der B-Jugend machen sich offenbar gut. Der Trainer jedenfalls ist sehr optimistisch und macht’s schon einmal spannend: „Ich denke, die eine oder andere könnte für eine Überraschung sorgen.“ Das sollte die gesamte Mannschaft tun, denn das Ziel, unter die ersten Fünf zu kommen, ist ambitioniert. Andre Dörr sieht’s gelassen: „Die Mannschaft hat eine gute Vorbereitung gemacht. Wir sind fit und werden sehen, wohin die Reise geht.“ Wie schon gesagt, in der Tabelle soll diese Landesliga-Reise am Ende mindestens auf Platz fünf führen. „Über alles, was besser ist, freuen wir uns natürlich.“

Von 16 bis 27 Jahre reicht die Altersspanne im Kader der SpG Dittwar/Tauberbischofsheim. Da müssen die Erfahrenen den „Youngsters“ im Team ein bisschen Unterstützung gewähren: „Ich wünsche mir natürlich, dass die gestandenen Spielerinnen, allen voran die ,Captains’, die Verantwortung auf dem Platz übernehmen.“

Dass die Strategie, als Team zusammenzuhalten, und das neue System passen, haben die SpG-Mädels übrigens ganz aktuell bewiesen. „Wir haben am Sonntag in der ersten Pokalrunde Post Südstadt Karlsruhe geschlagen“, sagt Dörr nicht ohne Stolz. Dieses 3:2 gegen Karlsruhe lässt auch für die anstehende Runde hoffen. Andre Dörr und Co-Trainerin Janin Faulhaber haben ihre Mannschaft offensichtlich richtig eingestellt. Torwarttrainerin Stefanie Hartnagel sorgt dafür, dass der Kasten möglichst sauber bleibt.

Ja, und dann ist da noch „Sunny“ alias Susanne Hammrich, für die Spielerinnen sowas wie eine „Mutti“, die die jungen Fußballfrauen rundum betreut, bei jedem Spiel mit dabei ist und für das Wohl der gesamten Mannschaft sorgt. Ein wichtiger Beitrag im Gesamtkonzept der SpG, die sich selbst als große Frauen-Fußballfamilie versteht. Andre Dörr jedenfalls ist guter Dinge: „Es ist sehr schön zu sehen, dass jung and ,alt’ in der Mannschaft so super miteinander auskommen.“