Fußball

Fußball Unter glücklichen Umständen ist der FC Würzburger Kickers aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga aufgestiegen

Höherklassiger Frauenfußball ist zurück

Archivartikel

Das zukünftige Frauenteam des FC Würzburger Kickers hat sich in der Regionalliga-Süd den dritten Tabellenrang erkämpft und steigt nach dem Abbruch der Saison direkt in die 2. Frauen-Bundesliga auf. In der kommenden Spielzeit bringt das Team von Trainer Gernot Haubenthal den hochklassigen Frauenfußball zurück in die Stadt.

Es waren am Ende einige glückliche Umstände, die den Würzburger Frauen den Aufstieg in das Unterhaus des Frauenfußballs ermöglicht haben. Die Tabellenführer der Regionalliga Süd aus Freiburg verzichteten auf den Aufstieg und die Zweitplatzierten der Eintracht Frankfurt können wegen der Fusion mit dem FFC Frankfurt nicht in die nächsthöhere Spielklasse. Denn dort spielt bereits die Reserve des FFC Frankfurt. Durch den Abbruch der Saison landeten die Würzburgerinnen sowohl gemäß Hinrunden- als auch Quotiententabelle auf Rang 3.

Damit wird der Weg für die Frauen vom Heuchelhof frei, die Anfang des Jahres ihren Wechsel in die Familie des FC Würzburger Kickers bekannt gegeben haben (wir berichteten) und ab Herbst im Kickers-Trikot die 2. Bundesliga bestreiten werden. „Da war natürlich auch etwas Glück dabei“, freut sich der für den Frauenfußball bei den Kickers zuständige Vorsitzende Gudrun Reinders über den Aufstieg. „Aber wir haben auch zehn Jahre hart gearbeitet und werden nun für unseren Einsatz belohnt“.

Eigene Art des Spiels

Erwartet hatte am Saisonbeginn niemand diesen rasanten Weg nach oben. Als Aufsteigerinnen aus der Bayern- in die Regionalliga hieß das Saisonziel zunächst Stabilisierung im oberen Tabellendrittel. Doch nach einem fulminanten Start mit acht Siegen in Folge ahnten die Würzburgerinnen bereits, dass hier mehr möglich sein würde. Vor allem die Siege gegen den SC Freiburg und Eintracht Frankfurt zeigten bereits das Potenzial der Mannschaft. „Wir können jetzt zeigen, dass unsere Art Fußball zu spielen nicht nur für zwei Aufstiege in Folge gut ist, sondern auch im deutschen Spitzenfußball konkurrenzfähig ist.“

Noch allerdings sind die Modalitäten der 2. Bundesliga nicht ganz geklärt. Favorisiert wird ein Modell mit einer Nord- und Süd-Bundesliga, da aus allen Regionalligen Aufsteiger zum Unterhaus dazustoßen. Damit wird die 2. Liga insgesamt 19 Vereine umfassen, die in einer Zehner und einer Neuner-Staffel spielen sollen. Endgültig festlegen will sich der DFB aber erst nach einer Befragung der Vereine. Klar ist jedoch, dass mit Gegnerinnen wie dem FC Bayern München II, der TSG Hoffenheim II oder der Eintracht aus Frankfurt II der hochklassige und attraktive Frauenfußball zurück in Würzburg ist. Spielstätte wird der nach dem neuen Namensgeber benannte Soccergirl-Sportpark Heuchelhof sein, der bereits die Zulassung für die 2. Liga vom DFB erhalten hat.

Nur falls der Weg zukünftig auch in das Oberhaus führen sollte, müsse man in ein größeres Stadion umziehen. „Immerhin ist das die Flyeralarm Frauen-Bundesliga, dazu passen wir mit unserem Premium-Sponsor doch perfekt“, gibt der Frauenvorstand mit einem Augenzwinkern das nächste Ziel für die Würzburgerinnen aus. Ziel der Zusammenarbeit war und ist dabei stets, den Leistungsfußball der Frauen und Juniorinnen in der Region zu stärken. wkff