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Fußball TSG 1899 Hoffenheim empfängt in der Frauen-Bundesliga den SC Sand zum Baden-Derby

Höhenflug sorgt für Selbstvertrauen

Archivartikel

Nach vier Siegen in Folge gehen die Bundesliga-Fußballerinnen der TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag (14 Uhr) ins Heimspiel gegen den SC Sand, der mit zehn Punkten derzeit den siebten Tabellenplatz belegt. Im Baden-Derby erwartet Trainer Jürgen Ehrmann einen defensiv kompakt stehenden Gegner, der durch seine Zweikampfhärte auftrumpfen wird. Die Begegnung findet im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim statt.

TSG-Trainer Jürgen Ehrmann war zuletzt mit dem Auftritt seines Teams in Leverkusen insgesamt zufrieden. „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen. Wir waren deutlich häufiger am Ball, waren spielerisch überlegen und auch in der Offensive gefährlicher. Unsere Leistung war in Ordnung. Wir haben trotzdem viele kleine Punkte gehabt, die wir am Wochenende gegen den SC Sand besser machen wollen. Wir haben die Partie analysiert und wollen daraus nun unsere Lehren ziehen.“

Vor dem nächsten Gegner zeigt Jürgen ehrmann großen Respekt, vor allem wegen der Physis der Mannschaft: „„Der SC Sand hat bereits gegen viele starke Gegner gespielt und hat dafür eine wirklich gute Ausbeute vorzuweisen. Zwar hat Sand am vergangenen Spieltag gegen den MSV Duisburg verloren, das hat aber nichts zu heißen. Wir haben in der Sommervorbereitung gegen den SC Sand getestet und deutlich gewonnen. Auch wenn unser Gegner damals noch nicht eingespielt war hat sich gezeigt, dass die Mannschaft allein aufgrund ihrer Physis nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Der SC Sand hat seither noch viel gearbeitet. Die Defensive steht sehr stabil, das zeigen die wenigen Gegentore. In der Offensive wird es immer bei Standards sehr gefährlich, der Sport-Club macht effizient seine Tore.“

Die Vorgaben, mit denen der Trainer seine Mannschaft ins Spiel schickt, sind klar: „Wir haben Selbstvertrauen und wollen natürlich unseren siebten Saisonsieg einfahren. Allerdings sind wir gewarnt und erwarten einen schwierigen und unangenehmen Gegner, der körperlich sehr präsent sein wird. Wir müssen bei Standards hellwach sein und die wenigen Chancen, die wir bekommen werden, effizient nutzen. Wir erwarten kein Spiel für Ästheten, sondern eines, das über Zweikampfhärte und Kampfgeist entschieden wird.“

Bei Hoffenheim werden Lina Bürger und Judith Steinert, die kurz vor ihrem Comeback nach ihrem Kreuzbandriss stand, mit Sprunggelenksverletzungen einige Wochen fehlen. Ansonsten sind alle Spielerinnen fit.

Der SC Sand ist für die TSG kein unbeschriebenes Blatt. Allein in der vergangenen Saison trafen die beiden badischen Teams in drei Pflichtspielen aufeinander. Im Achtelfinale des DFB-Pokals siegte die TSG mit 2:1 (0:1), vor heimischer Kulisse waren die Hoffenheimerinnen ebenfalls erfolgreich (4:0). Am letzten Spieltag musste sich das Team von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann mit nur einem Punkt begnügen (2:2) und rutschte damit kurz vor der Ziellinie auf den sechsten Tabellenplatz ab.

Mit zehn Punkten belegt der SC Sand derzeit den siebten Tabellenplatz der Frauen-Bundesliga. Nach zwei Siegen gegen Bayer 04 Leverkusen (2:1) und den 1. FFC Frankfurt (3:0) kassierte der SC Sand am vergangenen Spieltag eine 0:2-Niederlage gegen den bis dato punktlosen MSV Duisburg. Beste Torschützin des Clubs aus der Ortenau ist bisher Franziska Fiebig, die drei Mal traf. Mit acht Treffern stellt der Sport-Club allerdings die drittschwächste Offensive der Liga, hat jedoch mit nur neun Gegentreffern auch die vierstärkste Defensive. pik