Fußball

Landesliga Odenwald FV Lauda bleibt erneut ohne Sieg und deshalb im Mittelfeld hängen / Alarm in der Fußballstadt Wertheim: SV Viktoria Letzter, Nassig Vorletzter

Fünf Spiele, vier Siege: FV Reichenbuch neuer Tabellenführer

Archivartikel

Neunkirchen – SV Königshofen 3:1

Neunkirchen: Su, Hauk, F. Knörzer, Homoki, Eiermann, Karic (78. Müller), Heck, Stoitzner, Böhlmann (86. Schilling), Hader (18. Thal), Ihrig (75. Martin).

Königshofen: Hönig, Baumann, Arias, Tiefenbach, Carrapato, Fell (71. Sack), Helbig (86. Gudelj), Schwenkert, Karim, M. Michelbach (53. N. Michelbach), Karsli.

Tore: 1:0 (21.) Böhlmann, 2:0 (45.) Thal, 3:0 (84.) Heck, 3:1 (90., Foulelfmeter) Sack. – Schiedsrichter: Philipp Dofek (Birkenfeld). – Zuschauer: 150.

Vom Start weg sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der der SVN die Führung durch Ihrig zweimal nur knapp verpasste (5./10.). Der Gast hielt in der Folge gut dagegen, ohne dabei gefährlich zu werden. Die Partie blieb auch im weiteren Verlauf offen und Königshofens Fell scheiterte aus kurzer Distanz. In der 21. Minute kombinierte sich der SVN über die Thal und Eiermann gut durch und Böhlmann verwertete die punktgenaue Flanke von Eiermann per Kopf zum 1:0. Der Gast fand in der Folge besser ins Spiel und scheiterte an Su im SVN-Tor. Die Heimelf blieb auch weiterhin das aktivere Team, die klareren Möglichkeiten hatte aber jetzt der Gast und war bei zwei Ecken brandgefährlich. In der 40. Minute hatte die Heimelf das Glück auf seiner Seite, denn zunächst knallte ein Freistoß an den Pfosten, ehe der Nachschuss an den anderen Pfosten klatschte. Neunkirchen überwand diese Phase und Thal scheiterte nur knapp. Mit dem Pausenpfiff sorgte dann Thal nach schönem Zuspiel von Böhlmann für das 2:0. Nach dem Wechsel hatte der SVK gleich die erste Chance und durfte sich bei Su bedanken, der gut parierte. In der 61. Minute stellte erneut Su sein Können unter Beweis. Der Gast hatte leichte Vorteile und Neunkirchen agierte in dieser Phase zu hektisch. Königshofen war das aktivere Team und investierte mehr, um zu einem Torerfolg zu kommen, Neunkirchens Defensive stand aber zumeist sicher. In der 84. Minute sorgte Heck nach Hereingabe von Thal mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Der Gast kam zwar in der 90. Minute durch Sack per Foulelfmeter zum Anschlusstreffer, dies war aber die letzte Aktion eines engen und umkämpften Spiels.

SV Nassig – FC Schloßau 2:3

Nassig: Floder, Dworschak, Lang, Baumann A., Seyfried, BaumnannT. (65. Vollhardt), Stobbies(80. Klein), Budde, Emrich(80. Rohde), Lausecker(70. Wolz), Scheurich

Schloßau: Keller, Mechler, Schäfer, Stuhl, Benig, Proksch, Scheuermann(55. Geier), Blumenschein, Gornik, Böhm, Schnorr

Tore: 1:0 (16.) Budde, 2:0 (22.) Lausecker, 2:1 (60.) Mechler, 2:2 (70.) Stuhl, 2:3 (85.) Böhm. – Rote Karte: Böhm (85.). – Schiedsrichter: Daniel Rühling (Schwetzingen). – Zuschauer: 120.

In den ersten 15 Minuten tasteten sich beide Mannschaften ab. Es wurden keine nennenswerten Möglichkeiten erspielt. Dann kam Baumann im Strafraum zum Ball, legte ihn auf Budde, der trocken zur 1:0-Führung abschloss. Danach legte die Heimmannschaft nach und keine sechs Minuten später köpfte Lausecker eine wohlgetimte Emrich-Flanke von der rechten Seite zum 2:0. Nicht Nassig bestimmte jetzt das Spiel, sondern die Gäste. Nach Fehlpass in der eigenen Hälfte gab es eine große Möglichkeit der Schloßauer. Der Ball wurde nicht richtig getroffen. Fünf Minuten später köpfte Mechler nach Ecke über das Tor. Kurz vorm Halbzeitpfiff gab es wieder zwei gute Möglichkeiten der Gäste. Doch Böhm verzog. In der 60. nutzte Mechler nach einer Ecke die Verwirrung zum Anschlusstreffer. Schloßau setzte nach und Stuhl nutzte einen Fehlpass der Heimmannschaft zum 2:2 ein. Das war nicht das Ende. Wiederum nach Fehlpass im Mittelfeld zog Böhm davon und erzielte den 2:3-Endstand.

Oberwittstadt – Hundheim-St. 1:0

Oberwittstadt: Deißler, Hornung, Zeller, N. Walz (75. S. Walz), Zimmermann, Kolbeck, Rolfes (63. Fackelmann), Reinhardt, Essig, Rüttenauer (Teicht), Reuther (82. Blatz).

Hundheim-Steinbach: Schüßler, Bischof, Trunk, Fischer (73. A. Münkel), C. Münkel, Hilgner, J. Münkel, Götz (89. Völk), Bundschuh, Baumann, Iancu (63. Hirsch).

Tor: 1:0 (69.) Rüttenauer. Besnders Vorkommnis: Schüßler hält Foulelfmeter von Zeller (4.). – Schiedsrichter: Jannik Ganji (Bad Schönborn). – Zuschauer: 213.

Die erste und einzige Torchance im ersten Spielabschnitt hatte Lars Zeller vom TSV. In der vierten Spielminute scheiterte er mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter an Gästekeeper Schüßler. Im weiteren Spielverlauf hatte der TSV zwar ein optisches Übergewicht, spielte sich jedoch gegen die gut gestaffelte Gästeabwehr keine nennenswerten Torchancen heraus. In der 37. Minute kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das TSV-Gehäuse. Lars Zeller entschärfte in höchster Not die Lage entschärfen. In der zweiten Hälfte war der TSV bemüht, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden, erspielte sich jedoch keine zwingenden Chancen. In der 69. Minute war es dann soweit. Nach herrlicher Flanke von Essig war TSV-„Bomber“ Rüttenauer zur Stelle und vollstreckte unhaltbar per Kopf zur vielumjubelten 1:0-Führung. Bis zum Spielende setzten sich beide Mannschaften nicht mehr entscheidend in der Offensive durch, so dass es bei einem knappen Arbeitssieg des TSV blieb.

Reichenbuch – SVV Wertheim 3:0

Reichenbuch: Strein, Gimber, Bachmann. Eiermann. Kielmann, Bauer, Donau, Winter, Heeg, Weber, Bender.

Wertheim: Gonovski, Michel, Cirakoglu, Anhölzer, Cirakoglu, Helfenstein, Greulich, Bender, Sachnujk, Kizildeniz, Desic.

Tore: 1:0 (19.) Bachmann, 2:0 Bachmann (50.), 3:0 Bender (84.). – Schiedsrichter: Alessio Remili (Bruchhausen). – Gelb-Rote Karte: Desic (47.). – Zuschauer: 150.

Reichenbuch hatte viel Ballbesitz; Torchancen resultierten daraus aber keine. In der vierten Minute setzte sich Bachmann durch, doch sein Abschluss ging knapp daneben. Als Bachmann abgezogen hatte, klatschte der Gästekeeper den Ball nur ab, und Bender kam zu spät. In der 19. Minute durfte der FVR-Anhang dann doch, als nach einer Ecke Bachmann das 1:0 erzielte. Die Gäste machten es der Offensive des FVR schwer, bzw. die Angriffe wurden nicht sauber zu Ende gespielt. Kurz vor der Halbzeit hatte Donau das 2:0 auf dem Fuß. In Hälfte zwei das gleiche Bild: Reichenbuch bestimmte das Spiel, wobei sich die Gäste in der 47. Minute durch eine Gelb-Rote Karte schwächten. Das Spiel fand nun überwiegend in der Hälfte der Gäste statt. Reichenbuch konnte aus der Überlegenheit kaum klare Möglichkeiten erspielen, weil das Offensivspiel zu ungenau war. In der 50. Minute einer der wenigen schönen Spielzüge, als Eiermann bedient wurde und herrlich auf Bachmann flankte, der sich mit dem 2:0 bedankte. Reichenbuch hatte nun wirklich die Partie im Griff und so erzielte Bender in der 75. Minute das 3:0. Die nächste Möglichkeit hatte der eingewechselte Hamberger, als er schön angespielt wurde, jedoch knapp verzog. Alles in allem ein verdienter Sieg in einer fairen Partei.

Wagenschwend – Assamstadt 0:0

Wagenschwend: Deter, Klotz, Merz, Jakob, N. Schmitt (69. Schwing), Kern (55. L. Schmitt), Link, Brenneis, Allgaier, Schork (81. Bauer), Eich.

Assamstadt: Deißler, Y. Hügel (55. Wagner), Ansmann, Ostertag (68. S. Hügel), Geißler (Jäger), F. Rupp, A. Rupp, Pollak, Münch, Tremmel, Rumm.

Schiedsrichter: Philipp Becker (Reilingen). – Zuschauer: 180.

In einer niveauarmen ersten Halbzeit entwickelte sich ein verteiltes Spiel, wobei beide Mannschaften sich außerordentlich schwer taten, die gegnerischen Abwehrreihen unter Druck zu setzen. Die Heimmannschaft versuchte ihr Glück mit langen Bällen auf Brenneis und Eich, die die Gästeabwehr aber kaum vor größere Probleme stellten. Auch Assamstadt hatte offensiv keine wirkliche Durchschlagskraft und so musste Deter erst in der 37. Minute zum ersten Mal sein Können unter Beweis stellen, als er Pollaks Schuss aus aussichtsreicher Position entschärfte. Auch beim anschließenden Eckball stand der SVW-Torhüter im Mittelpunkt, als er einen Kopfball an die Latte lenkte. Die größte Chance auf Wagenschwender Seite hatte Merz nach Freistoß von Link, doch TSV-Keeper Deißler war auf der Hut. In Hälfe zwei zunächst ein unverändertes Bild. Beide Mannschaften sorgten kaum für Gefahr im gegnerischen Sechzehner. In 61. Minute dann Verwirrung im Assamstadter Strafraum, doch kein SVW-Akteur kam entscheidend an den Ball. Wenige Minuten später Jubel auf der Gegenseite, doch der souveräne Unparteiische entschied zurecht auf Foulspiel am Wagenschwender Verteidiger. Dann startete die Wagenschwender Schlussoffensive. Zunächst verpasste Eich aus kurzer Distanz mit dem Kopf, ehe Deißler einen Merz-Freistoß stark parierte. Beim anschließenden Eckball hatten die Gäste Glück, als Schork den abgewehrten Ball an die Latte setzte. In den hektischen Schlussminuten gelang keiner Mannschaft mehr der „Lucky-Punch“ und so blieb es beim leistungsgerechten 0:0.

FV Lauda – FSV Waldbrunn 0:0

Lauda: Özdem, K. Schmidt, R. Schmidt, Jallow, Fell, Szabo, Schädle, Kubsky, Schildger, Gerstner, Sanyang.

Waldbrunn: Vogel, A. Weiß, Losing, Braun, Schulz, Kurunc, Guckenhan, Kwasniok, J. Weiß, Hehl, Palm.

Schiedsrichter: Dane Becker (Höfen). – Zuschauer: k. A.

Lauda hatte mehr vom Spiel und die besseren Chancen. Allerdings hatten die Taubertäler in der Schlussphase auch Glück, das Spiel noch zu gewinnen, denn da waren die Gäste noch einmal brandgefährlich vor dem FV-Tor.

FV Mosbach – TSV Rosenberg 3:3

Mosbach: Bittig, Fenzl, Müller, Bieler (88. Zauner), Fertig, Kerling (66. Kizilyar), Wolf, Kreß, Heizmann, Bender (73. Schneider), Lorenz.

Rosenberg: Talic, Grant (30. Leis), Wild, Löw, Pasour, Weiß (57. Rechner), Haas, Bujak, Volk, Breitinger, Galm.

Tore: 0:1 (4.) Weiß, 1:1 (18.) Müller, 2:1 (43.) Bender, 3:1 (55.) Fertig, 3:2 (58.) Pasour, 3:3 (73.) Galm. – Schiedsrichterin: Evelyn Holtkamp (Mannheim). – Zuschauer: 150.

Der MFV hatte bereits in der dritten Minute die erste Chance des Spiels, doch den ersten Treffer erzielten die Gäste eine Minute später, als die MFV-Abwehr den Ball nicht entscheidend klärte und Weiß zur Führung einschob. Der MFV drängte auf das 1:1, und nachdem Kerlings Schuss noch knapp am Tor vorbeiging, gelang Müller nach Vorarbeit von Bieler der bis dahin verdiente Gleichstand. In der 38. Minute die Großchance zur Führung für den MFV, doch Fenzl setzte eine scharfe Hereingabe von Fertig über den Kasten. Besser machte Bender, der vier Minuten später nach einer Bieler Flanke nur noch den Fuß hin heben musste und die 2:1-Pausenführung für den MFV erzielte. In der zweiten Hälfte erhöhte Fertig nach toller Vorarbeit von Fenzl auf 3:1. Die Gäste steckten nicht auf und kamen durch Pasour zum Anschlusstreffer. Danach hatte der MFV erneut Chancen, das Ergebnis zu erhöhen, doch Kai Müllers Schuss landete neben dem Tor. Es kam wie es kommen musste, wenn man Chancen liegen lässt: Galm glich für den TSV in der 73. Minute aus. Zwei Minute vor Ende der Partie hatte Kreß den Siegtreffer auf dem Fuß, doch auch sein Schuss verfehlte das Tor. Alles in allem ein glücklicher Punktgewinn für die Gäste.

FV Elztal – Türkspor Mosbach 1:4

Elztal: Binnig, Y. Fischer, Brada, Reichert (78. Lang), Helm, Blatz (35. Schäfer), Ellwanger, F. Kaiser, M. Kaiser, Kuhn (62. Weber), Luckey.

Mosbach: Samija, Artun, Türkyilmaz, Ünsal, Gülmez (78. Acay), Videc, Cabraja (45. Karic), Springer, Erdogan (74. Yilmaz), Wissutschek, Saljic (45. Kaplan).

Tore: 0:1 (4.) Videc, 0:2 (21., Foulelfmeter) Videc, 0:3 (25.) Erdogan, 0:4 (45.+3), 1:4 (88., Elfmeter) Ünsal. – Schiedsrichter: Felix Arnold (Helmstadt).

Wenn die Kräfteverhältnisse vor der Partie auf dem Papier noch einigermaßen ausgeglichen erschienen, so wurde auf dem Rasen ziemlich schnell klargestellt, welches Team den Ton angeben würde. Nach einem Freistoßpfiff des Unparteiischen, der bei den Einheimischen für Verwunderung sorgte, ließ sich Videc nicht beirren und versenkte den Ball trocken zum 0:1 im Netz. Nach 21 Minuten verursachte Keeper Binnig einen Elfmeter, den Videc zum 2:0 verwandelte. Nicht viel später klingelte es schon wieder im Elztaler Gehäuse, Erdogan köpfte eine Flanke sauber zum 3:0 in die Maschen. Die einzige Chance Elztals in der ersten Hälfte hatte Fabio Kaiser. Fischer musste im direkt geführten, schnellen Gegenzug auf der Linie Schlimmeres verhindern. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, dachten sich die drückend überlegenen Gäste und netzten dann doch zum 4:0-Pausenstand ein. Wer nun für den zweiten Durchgang aus Elztäler Sicht Schlimmes befürchtete, wurde glücklicherweise enttäuscht. Nach einer akrobatischen Faustabwehr des Torwarts nahm ein Abwehrspieler den Ball volley mit der Hacke und traf – zur Freude des FV Elztal allerdings ins eigene Netz.