Fußball

Verbandsliga Nordbaden Nach vier deftigen Niederlagen jubeln die Gommersdorfer wieder und zeigen, dass sie sich noch lange nicht aufgegeben haben / Hogen lobt Stöckel

Felix Schmidts Tor sorgt für ein „klasse Gefühl“

Archivartikel

Gommersdorf – Durlach-Aue 1:0

Gommersdorf: Bayha, Stöckel, P. Mütsch, Silberzahn, Geissler, F. Schmidt, Feger (90.+2 Stelzer), Scheifler (90. Bender), Würzberger, Hespelt, Gärtner (84. Herrmann).

Durlach-Aue: Besic, Cölln, Attia, Kastier, Gireth, Donmez (60., Laschuk), Poppert (76., Wotke), Schnürer (64., Muselewski), Obermeier, Gondorf, Daum.

Tor: 1:0 (71.) Felix Schmidt. – Schiedsrichter: Christian Schäffner (Bruchsal). – Zuschauer: 105

Nach einer vierwöchigen Durststrecke mit vier deftigen Niederlagen in Folge und 0:21 Toren gewann der VfR Gommersdorf das Kellerduell der Verbandsliga Nordbaden gegen die Spvgg. Durlach-Aue mit 1:0. Nach dem Abpfiff war die Freude bei den Jagsttälern groß. VfR-Trainer Peter Hogen sagte nach der Partie umgeben von lauter strahlenden Gesichtern: „Ich kann es fast nicht glauben, dass wir nach dieser Serie wieder gewonnen haben.“

Beide Teams hatten von Beginn an auf Kampfmodus geschaltet. Möglichkeiten hatten beide Mannschaften besonders im ersten Ab-schnitt. In der zweiten Hälfte hatte die Hogen-Truppe ein klares Chancenplus. Deshalb war der knappe Sieg auch verdient. Ein freudestrahlender VfR-Co-Trainer Tobias Scheifler: „Klasse das Gefühl, mal wieder gewonnen zu haben. Das sollte uns für die nächsten Spiele wieder Auftrieb geben“.

Am Donnerstag gab es bei den Durlachern überraschend einen Trainerwechsel, nicht weil die Vereinsführung mit Rouven Gondorf unzufrieden gewesen wäre, sondern wegen seiner fehlenden Trainerlizenz. So stand der Coach der Spvgg.-Reserve Adrian Leucian zum ersten Mal an der Seitenlinie.

Intensive Minuten mit knackigen Zweikämpfen prägte die Anfangsphase der Partie. Die erste Möglichkeit hatten die Gäste. Robin Schnürer war am Flügel durch, seine präzise Flanke köpfte aber Jonas Daum (4.) über den Kasten. Gommersdorf antwortete ebenfalls mit einem Kopfball. Sascha Silberzahn (6.) traf aber genau Torhüter Ermin Besic. Tobias Würzberger (15.) verfehlte das Gehäuse der Gäste mit seinem Flachschuss nur knapp. Dann verhinderte VfR-Keeper Nico Bayha durch eine glänzende Parade ein Tor der Gäste, als er einen Kopfball von Fabian Gondorf (22.) reflexartig über die Querlatte boxte. Nach einer einstudierten Freistoßvariante knallte Jakob Hespelt (29.) auf das kurze Eck, doch Torhüter Besic stand goldrichtig und wehrte ab. Im Mittelfeld gab es viele Zweikämpfe, weil beide Mannschaften mit viel Laufarbeit die Räume eng machten. Luftanhalten dann kurz vor der Pause bei den Gommersdorfern: Eine abgewehrte Ecke nahm der aufgerückte Abwehrspieler Dennis Cölln aus 25 Metern volley und donnerte die Kugel aufs Gommersdorfer Tor, wo Bayha fast gelassen den Ball übers Tor lenkte.

Abstiegskampf pur

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gommersdorfer die größere Anzahl von Tormöglichkeiten. Silberzahn (47.) köpfte einen Eckball knapp vorbei. Dann enteilte Felix Schmidt (57.) der Durlacher Abwehr nach einem zielgenauen Abschlag von Bayha, vergab aber. Beide Mannschaften gingen weiterhin energisch zur Sache, Abstiegskampf pur eben. Dann deutete sich die Führung der Gommersdorfer an. Zunächst zielte noch Tobias Scheifler (60.) zu hoch, dann legte Markus Gärtner für Jakob Hespelt (65.) auf. Doch dessen strammen Flachschuss aus kurzer Distanz klärte Besic bravourös. Nach einer Flanke von Hespelt verzettelte sich Gärtner (70.) und vergab eine weitere Möglichkeit. Ein weiterer genauer Abschlag von Bayha leitete dann den Siegtreffer ein. Felix Schmidt (71.) erlief den Ball und schob ihn mit seiner ganzen Cleverness zum „Goldenen Tor“ ins lange Eck. Die Durlacher gaben nicht auf. Nach einem langen Ball trafen sie zwar ins Tor, aber aus klarer Abseitsposition. Ein Freistoß (85.) an der Strafraumgrenze verpuffte an der Gommersdorfer Mauer. Bei den hohen Bällen in den Strafraum der Gommersdorfer blieben die Platzherren standhaft und ließen auch in der spannenden Schlussphase nichts mehr zu. Ein besonderes Lob erhielt Tom Stöckel vom VfR-Trainer Hogen: „Aus der Not habe ich ihn vom Sturm in die Abwehr zurück geholt und da macht er einen ganz tollen Job“.