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Fußball Der Buchener Kreisligist zeigt vor 5000 Zuschauern gegen den deutschen Vizemeister Borussia Dortmund viel Herzblut und Leidenschaft / Am Ende „nur“ 0:10

FC Schweinberg hält gegen den BVB bis kurz vor Schluss ein einstelliges Ergebnis

FC Schweinberg – Borussia Dortmund 0:10

Schweinberg: Uehlein (36. S. Baumann, 69. Häfner), Adelmann (89. Berlacher), F. Michel (61. Bund), Streun (72. Stang), A. Michel (61. Kretschmer), Knörzer (72. Schelmbauer), Greß (78. Schmitt), Greulich (53. Neuwirth), Rüttling (80. Keim), B. Baumann (53. Ph. Baumann), Reimann (30. Dörr).

Dortmund: Hitz, Zagadou, Diallo (46. Balerdi), Götze (60. Kagawa), Hummels, Philipp, Morey (75. Boyamba), Piszczek (46. Toprak), Wolf, Weigl, Raschl.

Tore: 0:1 (12.) Tobias Raschl, 0:2 (39.) Lukasz Piczczek, 0:3 (40.) Maximilian Philipp, 0:4 (43.) Maximilian Philipp. 0:5 (44.) Marius Wolf, 0:6 (59.) Mateu Morey, 0:7 (68.) Tobias Raschl, 0:8 (77.) Maximilian Philipp, 0:9 (83.) Shinji Kagawa, 0:10 (87.) Shinji Kagawa. – Schiedsrichter: Tobias Fritsch (Bruchsal). – Zuschauer: 5000 (ausverkauft).

„So muss Fußball sein“. Kein Geringerer als Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke kam dieser Satz über die Lippen, als er die „Hummelberg-Arena“ in Schweinberg betrat. Keine Tribünendächer, eigentlich auch keine „echte“ Tribüne“, einfach nur ein Kreisliga-Sportplatz. Und Watzke weiß wovon er spricht, denn er ist neben seiner Tätigkeit beim BVB auch Vorsitzender des Amateurvereins SV Rot-Weiß Erlinghausen, für den er früher selbst gespielt hat.

Beim BVB t konnte sich offenbar niemand mehr erinnern, wann der Verein das letzte Mal gegen einen Kreisligisten wie den FC Schweinberg gespielt hat. „Unter der Oberliga geht normalerweise nichts“, erklärte einer der zahlreichen BVB-„Medienmitarbeiter“, die die Reise aus dem Pott an den Rand des Odenwaldes mitgemacht haben.

Nicht mitgereist waren allerdings einige der Stars des BVB. Fast alle Nationalspieler sind erst am Mittwoch dieser Woche ins Training eingestiegen und wurden deshalb von Dortmunds Trainer Lucien Favre noch „geschont“.

Trotzdem waren natürlich namhafte Kicker auf BVB-Seite dabei, zum Beispiel WM-Siegtorschütze Mario Götze und „Heimkehrer“ Mats Hummels, der sich nach der Pause sogar erstmals wieder die BVB-Kapitänsbinde überstreifen durfte.

Die Dortmunder Mannschaft tat sich knapp 40 Minuten lang sehr schwer gegen die kompakt stehende Mannschaft des FC Schweinberg. Selten gab es ein Durchkommen gegen die mit Herzblut und Leidenschaft, aber stets fair zu Werke gehenden Schweinberger. Immer wieder fanden die „Schwarz-Gelben“ in dieser Phase am glänzend parierenden FCS-Keeper Marco Uehlein ihren Meister.

Mit zunehmender Spieldauer gab es dann doch immer wieder Lücken in der Hintermannschaft, was auch daran lag, dass die Gastgeber kräftig auswechselten, schließlich wollte jeder einmal im „Jahrhundertspiel“ gegen den BVB auf dem Platz stehen. Emotionaler Höhepunkt war dabei die 53. Minute, als der 42-jährige Markus „Ranger“ Greulich, einer der besten Spieler in der 60-jährigen Geschichte des FC Schweinberg, ausgewechselt wurde und er damit seine fußballerischer Laufbahn in der „Ersten“ beendete.

Mit Blick auf die vollen Zuschauerränge scherzte „Aki“ Watzke zu FC-Vereinsboss Jörg Schwab: „Jetzt habt ihr so viel Geld eingenommen, jetzt könnt ihr euer Team verstärken.“ Doch Schwab schüttelte nur den Kopf: „Nee, nee, das ist nicht unsere Art.“