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Fußball Der TSV Tauberbischofsheim gewinnt das Kreispokal-Finale der Saison 2019/20 durch ein 2:1 gegen den Außenseiter SpG Rauenberg/Boxtal

Favorit siegt mit mehr Mühe als zuvor erwartet

Archivartikel

SpG Rauenberg/Boxtal – TSV Tauberbischofsheim 1:2

Rauenberg/Boxtal: Neuberger, Böxler, L. Spielvogel, Hildenbrand, F. Häfner, N. Spielvogel, Roth (87. Bahr), Lappe, Brümmer (65. J. Theis), Poschmann (85. Weigand), M. Häfner (66. T. Theißs.

Tauberbischofsheim: Bier, Burger, Rodemers, Miller (86. Olt), Lotter (68. Stockmeister), Gimbel (89. Breitenbach), Schmidt, Wolter (60. Redlich), Hilbert, Berberich, Seethaler.

Tore: 0:1 (15.) Hendrik Seethaler (Foulelfmeter), 1:1 (49.) Björn Poschmann, 1:2 (55.) Lars Schmidt. – Schiedsrichter: Daniel Schäfer (Mudau). – Zuschauer: 420 (in Bestenheid).

Corona macht’s möglich. Während die Saison 2020/21 schon läuft, wurde die Saison 2919/20 jetzt erst offiziell beendet. Im „nachgezogenen“ Pokalendspiel der vergangenen Spielzeit setzte sich der klar favorisierte TSV Tauberbischofsheim verdient gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft der SpG Rauenberg/Boxtal durch. 420 Zuschauer sahen in Bestenheid diese Partie, wobei sich ein Großteil davon allerdings einen feuchten Dreck um die coronabedingten Abstandsregeln kümmerte – trotz vielmaliger Durchsagen des Platzvereins SV Viktoria Wertheim standen viele Fans wie „früher“ dicht an dicht.

Der TSV Tauberbischofsheim, der in der Kreisliga gegenwärtig noch kein einziges Gegentor erhalten hat, übernahm wie erwartet sofort die Initiative. Der Ball lief von hinten heraus wie am Schnürchen und die Spieler des A-Ligisten kamen zunächst kaum dazu, selbst einmal die Initiative zu ergreifen. Nur im Spiel nach vorne hakte es bei den Tauberbischofsheimern etwas. Hier ließ das Team wie schon im Punktspiel am vergangenen Sonntag in Königheim die letzte Konsequenz vermissen.

So war es bezeichnenderweise ein Elfmeter, mit dem die Tauberbischofsheimer in Führung gingen. Hendrik Seethaler war gefoult worden, schnappte sich entgegen aller Fußballweisheiten selbst den Ball und verwandelte sicher zum 1:0. Gespielt war zu diesem Zeitpunkt eine Viertelstunde.

Etwa nach einer halben Stunde legten die Rauenberger und Boxtaler ihren Respekt vor dem scheinbar übermächtigen Gegner ab. Die einzige Chance für die SpG vor der Pause hatte Felix Böxler, doch ging sein Schuss knapp am langen Eck vorbei.

Wie aus heiterem Himmel fiel dann kurz nach dem Seitenwechsel der Ausgleich durch Björn Poschmann. Der Außenseiter schöpfte plötzlich wieder Hoffnung – doch die machte Lars Schmidt schon wenige Minuten später wieder zunichte. Der frühere Oberliga–Spieler (bei Sachsen Leipzig) legte all seine Erfahrung und sein Können in die Waagschale, setzte sich auf „seiner“ linken Seite eindrucksvoll durch und „zimmerte“ den Ball unhaltbar ins rechte Toreck.

Doch trotz dieser Führung war der Käs’ längst noch nicht gegessen. Mit dem Mute der Verzweiflung warf die A-Klassen-Mannschaft besonders in der Schlussphase alles nach vorne, um vielleicht doch noch das „Wunder von Bestenheid“ zu schaffen, doch „TBB“ brachte den insgesamt verdienten Sieg über die Zeit.

Nach Spielschluss gab es noch die in solchen Fällen übliche Ehrung sowie das Mannschaftsfoto des Siegers mit den Kreis-Offiziellen – doch auch hier wurden die gültigen Abstandsregeln völlig außer Acht gelassen. Schade, das hätte man besser lösen können . . .