Fußball

FC Creglingen Nach einer enttäuschenden vergangenen Saison lediglich ein Mittelplatz als Zielvorgabe / Leistungen einfach nicht konstant genug

Erwartungen für die neue Runde zurückgeschraubt

Archivartikel

„Ich bin sehr enttäuscht“ – nimmt Trainer Bernd Scheiderer bei seinem Rückblick auf die abgelaufene Saison kein Blatt vor den Mund, schließlich hat der FC Creglingen das Ziel, vorn mitzuspielen, deutlich verfehlt. Das Spitzenquartett war in der Endabrechnung nach 18 Spielen meilenweit von den Creglingerinnen entfernt: Nicht weniger als 14 Punkte betrug der Abstand zum Tabellenvierten, zwischen dem FCC und dem Spitzenduo klafft sogar eine Lücke von 19 Zählern. Der fünfte Platz mit negativer Gesamtbilanz (nur fünf Siegen standen sieben Niederlagen gegenüber) ist für den Coach der „Schwarz-Weißen“ nicht nur Anlass, mit dem Schicksal, sondern auch etwas mit seinem Team zu hadern. „Gegen vordere Mannschaften haben wir uns besser geschlagen, als gegen Kontrahenten aus dem unteren Tabellenbereich – da fehlte einfach oft der letzte Biss, so war eine Platzierung unter den ersten Drei nicht möglich“, resümiert Bernd Scheiderer, der für das Creglinger Frauenteam bereits in der Regionenliga von 2011 bis 2013 verantwortlich zeichnete und nun seit 2017 wieder coacht – seit einem Jahr wird er dabei von Andreas Pollich unterstützt. Sowohl Einstellung und Zuverlässigkeit als auch Trainingsfleiß müssen besser werden, allein das durchaus vorhandene spielerische Potential wird auch in der neuen Runde nicht für ein gutes Abschneiden ausreichen – lässt Scheiderer durchklingen. In der Vorrunde schlugen sich die Creglingerinnen noch ordentlich und holten 14 ihrer insgesamt 21 Punkte, obwohl mit Laura Müller und Julia Hammel zwei Stammspielerinnen bedingt durch Verletzung oder Auslandsstudium nicht zur Verfügung standen. Nach der Winterpause wurde aber nur noch ein einziges Spiel gewonnen. So ist es nicht verwunderlich, dass die neue Zielvorgabe deutlich zurückgeschraubte Erwartungen widerspiegelt. Der angestrebte 6. Rang ist bei zehn Ligateams nämlich lediglich eine Platzierung im sicheren Tabellenmittelfeld der Bezirksliga. Personell wird sich im Kader nur wenig verändern: Die drei Nachwuchsspielerinnen Tanja und Kerstin Naser sowie Jennifer Burgis, die in der letzten Runde als B-Juniorinnen bereits „herangeschnuppert haben“, stoßen nun endgültig dazu, Jessica Frick hat aufgehört und Abwehr-Regisseurin Luisa Dobernek wird wohl erst in der Rückrunde eingesetzt werden können. „Der Zusammenhalt ist gut, das Gefüge stimmt“, zeigt sich Bernd Scheiderer erfreut über die Aktionen seines Teams unter der Regie der Abteilungsleiterinnen Annika Kapp und Ramona Welzel – wie das jährliche Frühlingscafé im Vereinsheim. H.W.