Fußball

TSV Crailsheim Regionalligist im Jahr des Umbruchs

Erklärtes Ziel: Nicht absteigen

Nachdem der TSV Crailsheim im ersten Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga gewaltige Probleme in der Regionalliga hatte und gerade noch verhindern konnte, dass er in die Oberliga weitergereicht wurde, hatten die „Schwarz- Gelben“ 2018/19 eine sorgenfreie Saison, die sie mit positiver Gesamtbilanz auf Rang sechs abgeschlossen haben. „Wir waren sehr effizient, hatten einige knappe Siege und haben nie viele Gegentore bekommen“, freute sich der scheidende Trainer Edgar Klärle, dessen Mannschaft mit 39:35-Treffern in 26 Spielen 39 Punkte sammelte. „Es wäre nach einer sehr guten Vorrunde sogar mehr drin gewesen“, informiert der Schäftersheimer, „die türkische Nationalspielerin Melike Baki hat sich dann aber nach München verändert und mit Abwehrchefin Nina Hasenfuß und der torgefährlichen Offensivspielerin Luisa Scheidel sind zwei weitere absolute Leistungsträgerinnen, jeweils mit Kreuzbandriss ausgefallen - dies war nicht zu kompensieren“. Von 2016 bis 2018 Trainer des B-Juniorinnen- Bundesligateams, zeichnete Klärle, der zuvor schon drei Jahre lang seine Tochter Sophia regelmäßig zu Spielen und Übungsabenden nach Crailsheim begleitet hatte, in der zweiten Halbserie der Saison 17/18 auch mit für die 1. Frauenmannschaft der Horaffen in der Regionalliga verantwortlich, ehe er in der letzten Saison sein Amt im Jugendbereich abgab und sich ausschließlich seiner Aufgabe als Chefcoach des Regionalligateams widmete. Nachdem Edgar Klärle zum Saisonende auf eigenen Wunsch sein extrem zeitaufwändiges Engagement in Crailsheim beendete, trainiert nun Eckhardt Köder, in seiner aktiven Zeit Spieler des SC Bühlertann, die Erste der „Schwarz-Gelben“. Er wird dabei wie sein Vorgänger von den beiden A-Lizenz-Inhabern, Athletiktrainer Martin Grund und Torwarttrainer Marco Schmitt unterstützt.

Köder ist nicht neu in Crailsheim, wo er früher schon je zwei Jahre lang die B-Juniorinnen in der Bundesliga und danach die zweite Mannschaft, damals noch Verbandsligist, trainiert hatte. „Es reizt mich, diesen Umbruch zu begleiten. Die Mannschaft ist sehr jung, es ist fast ein Mädchenkader, den ich jetzt auf Regionalliganiveau bringen muss“, steht der 61-Jährige vor einer großen Herausforderung. Im Crailsheimer Lager macht man sich keine Illusionen – es geht einzig und allein um den Klassenerhalt. „Einsatz und Leidenschaft stimmen, aber der Sprung von den B-Juniorinnen in die erste Mannschaft ist doch sehr groß“, verdeutlicht der Trainer, dessen Team nach drei Spielen erst einen Punkt auf dem Konto hat.

Auch die B-Juniorinnen in der Bundesliga Süd haben die Klasse gehalten. Edgar Klärle war nach der Trennung von Trainerin Anika Höß als „Feuerwehrmann“ eingesprungen. Der Bundesliga-Nachwuchs wird nun von Klaus Keller trainiert, dabei unterstützt von Tanja Hofmann, Martin Grund und Marco Schmitt. H.W.