Fußball

Fußball Im Bezirk Hohenlohe bemängelt man die schlechte Kommunikation zwischen Verband und Vereinen / Ralf Bantel berichtet aus der WFV-Beiratssitzung

„Einen Absteiger hätte ich für passend gefunden“

„Es gibt Aufsteiger nach Quotientenregelung, Absteiger aber gibt es aus juristischen Gründen nicht“, berichtet Ralf Bantel, Vorsitzender des Fußballbezirks Hohenlohe, von der letzten Beiratssitzung des Württembergischen Fußballverbandes (WFV). Die Sitzung des Beirats, der sich aus dem Präsidium, dem Vorstand und den 16 Bezirksvorsitzenden zusammensetzt, wurde per Videokonferenz durchgeführt und dauerte drei Stunden.

„Der Saisonabbruch ist juristisch betrachtet nicht so einfach wie ich mir das vorgestellt habe“, gibt Ralf Bantel zu. Doch nun gibt es einen Vorschlag der drei Fußballverbände, wie die Saison zum 30. Juni zu beenden ist. „Wichtig ist, dass wir zu Potte kommen. In den unteren Ligen könnte man noch etwas ausharren, aber die Pyramide nach oben würde nicht mehr funktionieren.“

Beim Bezirk Hohenlohe und auch bei den Vereinen wurde die Kommunikation von Verbandsseite bemängelt. Teilweise wusste die Presse vor den Vereinen über das weitere Vorgehen Bescheid. „Auch ich wusste es nicht früher“, berichtet Ralf Bantel, „dabei hat der Verband zu Beginn der Corona-Pandemie sehr schnell reagiert und informiert.“ Bis zur Einstellung des Spielbetriebs sei alles super“ gelaufen, dann aber nicht mehr so recht“. Nach Ansicht Ralf Bantels habe sich der Verband zu sehr auf die Politik gestützt und habe abgewartet. „Nach den Lockerungen hätte ich mir auch eine schnellere Kommunikation gewünscht“, machte er deutlich.

In der Beiratssitzung wurde auch die Frage geklärt, warum es keine Absteiger geben soll. „Zumindest einen Absteiger hätte ich für passend gefunden, doch eine solche Quotenregelung sei laut dem Rechtsgutachten nicht zu empfehlen“, sagt Ralf Bantel. Es gebe das Risiko, dass betroffene Vereine klagen, da sie rechnerisch noch die Chance gehabt hätten, sich zu retten.

Zudem berichtet Ralf Bantel, dass der Beirat dem Verbandsvorstand empfehlen wird, den Aufsteiger nach der Quotientenregel zu bestimmen. „Das ist dem Nicht-mehr-Amateurbereich geschuldet. Ich hätte bei uns in Hohenlohe sehr gut mit dem Feststellen des Aufsteigers nach der Vorrundentabelle leben können und habe das auch gesagt. Schließlich wurde bei uns nur ein Spieltag in der Rückrunde absolviert. Aber in den höheren Spielklassen sind teilweise bereits deutlich mehr Rückrundenspiele ausgetragen worden. Deshalb hat man sich dann für die Quotientenvariante ausgesprochen.“ rst