Fußball

Nachgehakt Emotionaler Abschied von Christian Greulich / Manfred Reiß stellt Amt zur Verfügung

„Eine zweite Heimat“

Archivartikel

Solch eine Trennung ist nicht üblich: Mitten in der Vorrunde verlässt Christian Greulich den Buchener Kreisligisten FC Schweinberg – nicht aus sportlichen, sondern aus privaten Gründen. Zum Abschied schenkte ihm die Mannschaft nochmals einen emotionalen Sieg gegen den Titelfavoriten TSV Rosenberg. Zum Abschied sprach er mit den Fränkischen Nachrichten.

Drei Kilometer weiter, beim Ligakonkurrenten Hardheim/Bretzingen, ist auch der Trainer weg: Manfred Reiß hat am Sonntag sein Amt zur Verfügung gestellt. Dies wurde gestern Abend bestätigt. Weitere Informationen folgen.

Herr Greulich, es war Ihr letztes Spiel als Trainer des FC Schweinberg, Als Abschied hat die Mannschaft gegen Rosenberg gewonnen. Was bedeutet Ihnen der Sieg?

Christian Greulich: Da merkt man, dass Leben in der Mannschaft steckt. Ich bin froh, nicht irgendeinen Haufen zu überlassen, sondern nun schon ein eingespieltes Team. Wenn die noch Angeschlagenen wieder aufs Feld zurückkehren, hat der FC ein gutes Team beisammen, das in der Liga jeden schlagen kann. Für mich persönlich war es natürlich ein Abschiedsgeschenk gegen ein Top-Team.

Der Höhepunkt in Ihrer Zeit beim FC Schweinberg war natürlich der Pokalsieg 2017 – auch gegen Rosenberg. Können Sie diesen Titel aus Ihrer Sicht noch einmal beschreiben?

Greulich: Wir sind als Underdog nach Eubigheim gefahren. Doch mit einer sehr guten geschlossenen Mannschaftsleistung schafften wir die Überraschung und holten den Pott. Da haben viele Bausteine mitgewirkt, die an diesem Tag perfekt zusammen gepasst haben.

Zu welchem Zeitpunkt haben Sie gewusst, dass es nicht mehr weitergeht und was waren die ausschlaggebenden Gründe?

Greulich: Die Info an den Vorstand habe ich den Verantwortlichen nach dem Pokal-Viertelfinalsieg gegen Mudau mitgeteilt. Der Mannschaft wurde es dann vor zwei, drei Wochen gesagt. Es sind private Gründe, die so nicht weiter kommentiert werden müssen.

Wie waren die letzten Tage und Wochen beim FCS seit der Entscheidung, dass du die Mannschaft verlässt?

Greulich: Von mir persönlich ist erstmal ein gewisser Druck abgefallen. Natürlich ist das immer mit Emotionen verbunden. Ich war nun etwas mehr als drei Jahre in Schweinberg und das Verhältnis war zu allen einwandfrei. Ich werde das eine oder andere Mal wieder vorbeischauen, denn der FCS ist ein Stück weit zweite Heimat geworden. Trotz des Sieges zum Abschluss gegen Rosenberg gehe ich mit einem weinenden Auge. Froh bin ich jedoch, dass der Verein mit Kim Schöne einen adäquaten Ersatz so schnell gefunden hat, so dass nun ein nahtloser Übergang stattfindet. In den letzten zwei, drei Wochen habe ich einige Male mit Kim reden können und ihm so einige Tipps gegeben. Dem Verein wünsche ich nun alles Gute und viel Erfolg für die Saison, aber auch für das anstehende Pokalhalbfinale gegen Rosenberg und ein Finale werde ich auf jeden Fall live vor Ort verfolgen.