Fußball

Landesliga Odenwald Punkteteilung nach 1:1 im Nachbarschaftsduell in Grünsfeld / Spitzenreiter Lauda tritt mit großem Selbstbewusstsein auf / 3:0 zu Hause gegen den FV Elztal

Ein souveräner FV: Gleich drei Mal klingelt es im Gästetor

Archivartikel

FV Lauda – FV Elztal 3:0

Lauda: Bach, K. Schmidt, Neckermann, R. Schmidt, Mohr (76. Baumann), Kalicki (65. Heizmann), Ondrasch, Jurjevic, Jallow (83. Müller), Schädle (87. Nkem), Gerberich.-

Elztal: Binnig, Ehler, Y. Fischer (90. Kuhn), M. Fischer, Brada, Reichert, Steck (86. Koch), Holzschuh, F. Kaiser (70. Luckey), Schmitt, M. Kaiser (56. Wölfer).-

Tore: 1:0 (4.) Ondrasch, 2:0 (36.) Jurjevic, 3:0 (81.) Jurjevic. – Schiedsrichter: Jan Gräf (Adelsheim). – Zuschauer: 155.

In einem bemerkenswert fairen Spiel trat der Gastgeber mit viel Selbstbewusstsein auf und schnürte die Gäste von Beginn an in deren Hälfte ein. Bis auf einen eher als Flankenball gedachten Schuss, den Julian Bach mühelos festhielt, konnte der von Rolf Lang betreute Aufsteiger vom Laudaer Gehäuse durchgehend ferngehalten werden. So wurde der erstmal wieder seit seinem letzten Verbandsliga-Spiel 2017 eingesetzte Torwart Julian Bach als nützlicher Ballverteiler zum zwölften Feldspieler. Bereits in der 4. Minute „klingelte“ es im Gästetor, als nach einem blitzgescheiten Zusammenspiel von Kamil Kalicki und Rouven Schmitt der Torschütze Janik Ondrasch nur noch den Fuss hinhalten musste. Die Gäste waren bemüht, kamen aber kaum über die Mittellinie. Der dribbelfreudige Rouven Schmitt war in der 36. Minute nicht aufzuhalten, als er zwei Gegner düpierte und kurz vor der Grundlinie quer für Jurjevic auflegte. Der ließ sich nicht lange bitten und markierte den Treffer zur 2:0-Führung.

Als das Spiel nach dem Wechsel nur noch vor sich hinzuplätschern drohte, sorgte Spielertrainer Marcel Baumann mit seiner Einwechslung in der 76. Minute rasch für neue Impulse. Der dritte Treffer des FV lag eine Minute später schon in der Luft, als Kristofer Schädler mit einem Kopfball am aufmerksamen Torwart Alexander Binnig scheiterte. Eine Minute später wurde es nach einem Querpass von Baumann auf Rouven Schmitt brandgefährlich, doch Goran Jurjevic konnte den Ball nicht im Tor versenken. Ein weiteres präzises Zuspiel von Baumann auf Jurjevic brachte dann das standesgemäße 3:0, nachdem der FV kürzlich im Pokal noch mit 4:0-Toren die Oberhand behalten hatte.

Neunkirchen – Oberwittstadt 1:3

Neunkirchen: Geiger, M. Knörzer, Burkhard, F. Knörzer, Homoki, Eiermann, Trabold, Zeybek, Schilling (61. Heck), Stoitzner, Müller (16. Gawelczyk).

Oberwittstadt: Deißler, Waldi (56. Reinhardt), Zeller, N. Walz (85. B. Walz), Zimmermann, Rolfes (90. Henn), Essig, Rüttenauer (46. Hornung), S. Walz, Beckmann, Reuther.

Tore: 0:1 (11.) Reuther, 0:2 (26.) Beckmann, 1:2 (72.) Gawelczyk, 1:3 (90.+4) Henn. – Schiedsrichter: Kohler (Windischbuch) – Zuschauer: 280.

Am 10. Spieltag empfing der SV Neunkirchen den TSV Oberwittstadt, und man musste sich trotz guter Leistung mit 1:3 geschlagen geben. Die Partie startete flott und Eiermann scheiterte bereits in der 1. Minute an Gästekeeper Deißler. Auf der Gegenseite hatte der Gast dann in der 5. Minute die Führung auf dem Fuß doch Essig scheiterte am gut parierenden Geiger im SVN-Tor. Die Partie blieb flott und nach schönem Zuspiel scheiterte Knörzer erneut an Deißler. Auch in der Folge zeigen beide Teams ansehnlichen Fußball und der Gast erzielt durch Reuther die 0:1-Führung aus stark abseitsverdächtiger Position in der 11. Minute. Der SVN zeigte sich nicht geschockt, und Stoitzner scheiterte in der 19. Minute am glänzend aufgelegten Deißler. Die Partie blieb von beiden Seiten offen geführt, und so boten sich auf beiden Seiten Abschlusschancen. Der Gast agierte in der Spitze etwas konsequenter und erhöhte in der 26. Minute auf 0:2 durch Beckmann. Die Partie blieb sowohl spielerisch wie auch vom Tempo auf einem sehr guten Niveau. In der 41. Minute stand erneut Gästekeeper Deißler im Mittelpunkt, als er bei einer Doppelchance des SVN den Anschlusstreffer verhindern konnte. Der SVN drückte auf den Anschlusstreffer, der Gast hielt aber dagegen und so ging es mit dem 0:2 in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams wieder mit viel Spielfreude zurück auf den Rasen und zeigte den zahlreichen Zuschauern bei tiefem Boden eine unterhaltsame Partie.

Die erste gute Möglichkeit hatte der Gast, doch Geiger parierte sicher. Die Partie blieb auch in der Folge umkämpft und beide Teams zeigte immer wieder schöne Kombinationen. Der Heimelf gelang es aber in dieser Phase zu selten in der Offensive Akzente zu setzen und die Gäste-Defensive stand stabil. Erst in der 65. Minute tauchte Heck gefährlich vor Deißler auf, doch der zeigte erneut sein Können und verhinderte so den Anschlusstreffer. Auf der anderen Seite verzog Rolfes freistehend, und eine Minute später verhinderte Geiger mit einer Parade die Vorentscheidung. Der SVN versuchte noch mal mehr Druck zu entwickeln und nach schönem Spielzug erzielte Gawelczyk nach Pass von Eiermann den 1:2-Anschlusstreffer in der 72. Minute. Der SVN wurde in der Folge zunehmend offensiver, und dem Gast boten sich so Räume zum Kontern, die sie allerdings nicht konsequent genug ausspielen konnten. Beide Teams ließen weitere Gelegenheiten ungenutzt, und der SVN drückte in der Schlussphase auf den Ausgleich, konnte sich aber für eine gute Leistung nicht mehr belohnen. Der Gast erzielte mit dem letzten Konter den 1:3-Endstand in der 94. Spielminute. Letztlich ein nicht unverdienter Sieg der Gäste, da sie in der Offensive die konsequentere Mannschaft waren und sich auf Keeper Deißler zu jeder Zeit verlassen konnten.

FC Grünsfeld – SV Königshofen 1:1

Grünsfeld: Stephan, T.Dürr, D.Dürr, Betzel (60. Kraft), Wagner, Albert, Moschüring, B. Scherer, Schreck, Braun, S.Scherer (90. Müller).

Königshofen: Hönig, Henning, Wolf, Baumann, Tiefenbach, Karsli, Inal (68. Arias), Helbig, Wagner, Karim, Rathmann.

Tore: 1:0 (67.) Albert, 1:1 (77.) Wagner. Schiedsrichter: Sevim (Mosbach). – Zuschauer: 150.

Beide Mannschaften starteten bemüht in die Partie. Bis Mitte der ersten Hälfte tasteten sich die Mannschaften ab, und es gab keine wirklichen Torraumszenen. Grünsfeld wurde stärker und hatte in den kommenden Minuten auch die besseren Szenen, erspielte sich dadurch Möglichkeiten, erzielte allerdings keinen Treffer. Königshofen hatte in der ersten Hälfte ebenfalls keine wirklichen Torraumszenen. Deshalb ging es mit einem 0:0 in die Pause. Grünsfeld kam stark aus der Kabinie und drängte auf den Führungstreffer. Königshofen konnte diesen noch abwehren. In der 67. Minute erzielte Albert den mittlerweile verdienten Führungstreffer. Die Gäste drückten infolgedessen und hatten einige Torchancen, die nicht verwertet werden konnten. Wagner erzielte das 1:1. Beide Mannschaften hatten noch Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Am Ende blieb es beim 1:1.

SV Nassig – VfR Uissigheim 2:0

Nassig: Justus, Seyfried, J. (46. Min. Schumacher), Baumann, Dworschak (85. Kunkel), Wolz Budde (65.Henninger), Vollhardt, Mühling, Berberich, Lausecker (70. Stobbies), Scheurich

Uissigheim: Diehm, Rüttling, Schmitt, Heerd (60. Geiß), M. Füger (60. Göbel), C. Gros (70. May), Duschek, Sladek, S. Gros, L. Füger (68. Martin), Morawietz.

Tore: 1:0 (17.) Budde; 2:0 (19.) Wolz. – Schiedsrichter: Schilling (Sinsheim). – Zuschauer: 120.

Nach verhaltenen Beginn beider Mannschaften nahm Budde in der 17. Minute den Ball im Mittelfeld an sich und schoss aus 20 Metern zur 1:0-Führung. Nassig setzte nach und kaum zwei Minuten später nutzte Wolz seine Chance und erhöhte aus sieben Metern auf 2:0. In der 30. Minute erstes Ausrufezeichen der Gäste. Schmitt traf die Latte. Wiederum Schmitt lief kurz darauf allein auf den Keeper zu, doch er blieb nur zweiter Sieger. So ging es in die Pause. Uissigheim drängte Nassig in der zweiten Hälfte in die Defensive, doch Nassig hatte durch Henninger in der 65. Minute die große Möglichkeit zur Entscheidung. Sein Kopfball ging über das leere Tor. Auf der Gegenseite rettete Baumann auf der Linie. Ein hin und her. Kurz darauf traf Wolz den Pfosten. Dann die letzte Chance für Uissigheim Geiß aus fünf Metern. Justus rettete mit riesen Reflex.

FC Hundheim/Steinbach – TSV Assamstadt 2:2

Hundheim/Steinbach: Brugger, Bischof, Benz, Münkel (74. Manuel Pahl), Fischer, Baumann, J. Münkel, Hilgner, A. Münkel (46. Kevin Völk), Hirsch (90. Michael Trunk), Öchsner (69. Christoph Dick).

Assamstadt: Rupp, Scherer, Jäger, Rupp (46. Hügel), A. Rupp, Baier, Ansmann (72. Tremmel), Münch, S. Rupp, Langer, Wagner (60. Y. Hügel).

Tore: 1:0 (23.) Benz; 1:1 (56.) Münch, FE; 1:2 (64.) Beier; 2:2 (82.) Hilgner, FE. – Schiedsrichter: Markus Kohler (Windischbuch). – Zuschauer: 110.

Nur einen Punkt trennten die beiden heutigen Kontrahenten vor dem Spiel. Dementsprechend sahen die Zuschauer in der ersten Hälfte auch ein enges, und ausgeglichenes Match. Bereits nach zwei Minuten hatten die Gastgeber durch den offensiven Außenverteidiger Marcel Hilgner, der nach einem schön Pass von Jens Münkel frei vor dem Tor auftauchte, aber etwas überhastet verzieht. Nach 15 Minuten versprühten dann die Gäste erstmals Gefahr, doch Dominik Wagner lupft den Ball über das Tor. Vier Minuten später - die Gäste wurden nun immer gefährlicher - landete ein Kopfball von Max Münch am Posten. Mitten in dieser Drangperiode der Assamstädter fiel dann der Führungstreffer der Heimelf. Innenverteidiger Tobias Benz war per Kopf nach einer Freistoßflanke von Marcel Hilger zur Stelle. Doch bereits eine Minute später vergab Manuel Jäger die Chance zum Ausgleich. Das Spiel wogte nun hin und her, wobei zunächst die Gastgeber durch Florian Hirsch zwei gute Kopfballchancen hatten, bevor der agile Gästestürmer Max Münch zweimal fast erfolgreich gewesen wäre. Kurz vor dem Halbzeitpfiff von SR Kohler hatten die Gastgeber noch die Möglichkeit durch Hirsch und Öchsner die Führung auszubauen.

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel entschied Schiedsrichter Kohler auf Strafstoß für die Gäste, Max Münch ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte sicher zum Ausgleich. Der TSV witterte nun seine Chancen, und der heimische FC hatte keinen Zugriff mehr auf das Spiel. So war die 2:1-Gästeführung durch Maurice Beier nach einem Schuss aus der Drehung durchaus zu diesem Zeitpunkt verdient. Nach einer Gelb-Roten Karte für die Heimelf 20 Minuten vor Spielende gaben viele Zuschauer keiner Pfifferling mehr für die Züchner-Truppe. Doch der FC gab nicht auf. Der eingewechselte Christoph Dick wurde im Strafraum von den Beinen geholt, Marcel Hilgner verwandelte gewohnt sicher zum nicht mehr erhofften Ausgleich. Das Spiel in der zweiten Halbzeit war geprägt von viel Kampf und Zweikampf, sowie vielen Fouls im Mittelfeld. Am Ende konnten beide Teams mit der Punkteteilung gut leben.

TS Mosbach – FSV Waldbrunn 4:2

Mosbach: Samija, Ünsal, Videc, Kaplan, Pasalic, Yilmaz, Springer, H. Artun, Senyüz, Erdogan, Celiscak.

Waldbrunn: F. Vogel, A. Weiß, M. Vogel, Kwasniok, Braun, Agac, Schulz, Holeksa, Guckenhan, Bock, Kurunc.

Tore: 1:0 (33.) Celiscak, 1:1 (37.) Kwasniok, 1:2 (45.+1) Agac, 2:2 (48.) Kaplan, 3:2 (79.) Acay, 4:2 (90. + 2) Kaplan. – Schiedsrichter: Sami Maliha (Ettlingsweier).

Die Partie wurde am gestrigen Sonntag erst um 17 Uhr angepfiffen. Türkspor dominierte das Spiel über weite Strecken und kam zu einem 4:2-Sieg. Mit nun 22 Punkten verdrängte Trainer Erol Arslans Mannschaft den SV Königshofen (20 Punkte) vom dritten Tabellenplatz.