Fußball

Kurzinterview Dominic Krümpelbeck (FV Mosbach)

Druck liegt beim Gegner

Trainer Dominic Krümpelbeck sieht im Derby gegen Türkspor Mosbach den FV Mosbach mit der ligaweit jüngsten Mannschaft nicht in der Favoritenrolle.

Hat Sie der gute Saisonstart überrascht?

Dominic Krümpelbeck. Nein. Wir wussten, dass wir eine gute Truppe beisammen haben. Wir mussten natürlich abwarten, wie die vielen jungen Spieler den Übergang vom Jugend- zum Herren-Fußball bewerkstelligen. Mit vier Siegen und einem Unentschieden sind wir zufrieden; das 3:3-Unentschieden gegen Rosenberg war ärgerlich und wie eine gefühlte Niederlage. Insgesamt liegen wir im Plan.

Brachten die Zugänge den Aufschwung oder mehr die Konkurrenz, die das Geschäft belebt?

Krümpelbeck: Wohl beides. Der Verein wollte sich in der Breite besser aufstellen, weil es im letzten Jahr oftmals in beiden Mannschaften Engpässe gab. Überrascht war ich von der so früh gezeigten mannschaftlichen Geschlossenheit. Innerhalb der Truppe passt es, weil wir gezielt Spieler gesucht haben, die uns fußballerisch weiterbringen, aber auch Spieler mit Perspektive.

Drei Tage war der FV Tabellenführer. Hat Sie dann der Spielausfall geärgert?

Krümpelbeck: Geärgert hat uns allenfalls, dass wir die Fahrt umsonst gemacht haben. Das Spiel wird nächste Woche nachgeholt. Dann ist das Thema erledigt. Gedanken macht man sich schon darüber, dass es noch die eine oder andere Verschiebung wegen Corona geben kann.

Können Sie das Derby gewinnen?

Krümpelbeck: Eine harte Aufgabe. Türkspor ist der absolute Top-Favorit und hat ein Monster-Programm mit hoch gehandelten Teams erfolgreich bewältigt. Wir hatten mehr Gegner aus dem unteren Tabellendrittel. Türkspor hat sich mit drei Top-Zugängen aus Neckarelz und Mannheim verstärkt. Dennis Wissutscheck, Onur Satilmis und Marko Cabraja sind Spieler, die selbst in der Verbandsliga absolutes Spitzenniveau haben. Aber es ist ein Derby; auch andere Mannschaften hatten gegen Türkspor ihre Chancen. Der Druck liegt beim Gegner. ferö