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Fußball Markus Merk verteidigt den Planinsolvenz-Antrag des 1. FC Kaiserslautern

Die Stadt beharrt auf die Stadionpacht

Archivartikel

Der 1. FC Kaiserslautern soll bei einer Insolvenz die volle Stadionpacht von 3,2 Millionen Euro pro Jahr zahlen. Das hat der Kaiserslauterer Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) gegenüber dem SWR bekräftigt: „Ich erwarte vom Verein jetzt umfassende Transparenz.“ Erst im März hatten sich Stadtrat, Stadiongesellschaft und FCK nach monatelangen Diskussionen auf eine reduzierte Pacht von 625 000 Euro für die Nutzung des Fritz-Walter-Stadions geeinigt.

Bei den Verhandlungen dazu war eine mögliche Insolvenz laut Oberbürgermeister Weichel bereits Thema. Nach SWR-Informationen wurde besonders um den betreffenden Passus im neuen Pachtvertrag gerungen: Dieser soll vorsehen, dass im Fall einer Insolvenz wieder der ursprüngliche Pachtvertrag in Kraft treten soll – nämlich in Höhe von 3,2 Mio Euro. Die Stadt erhofft sich als Gläubigerin des Clubs durch diesen Schritt, dass sie durch die Forderung der vollen Pacht in einem Insolvenzverfahren mehr Geld bekommt, als es der Fall wäre, wenn sie in einem Insolvenzverfahren nur die reduzierte Pacht geltend machen kann.

Derweil verteidigt FCK-Aufsichtsratssprecher Markus Merk gegenüber „Sport1“ den Insolvenzantrag: „Viele werden es im Moment mit dieser Begrifflichkeit als Tiefpunkt sehen, aber ich glaube Fritz (Walter, Anm.d.Red.) würde es genauso sehen wie wir es sehen: Es ist eine Geburtsstunde und die große Chance zu einem Neuanfang.“ pati