Fußball

Kreisliga B Hohenlohe, Staffel 4 Der Tabellenführer empfängt den Tabellenzweiten: Das absolute Topspiel des Tages steigt beim FC Billingsbach

Der SV Sindelbachtal will seine „weiße Weste“ behalten

Archivartikel

Der SV Sindelbachtal ebnete am vergangenen Wochenende mit seinem 2:1-Derbysieg gegen bisherigen Tabellenführer TSV Dörzbach/ Klepsau dem FC Billingsbach, der sich nach Anlaufschwierigkeiten noch klar mit 4:1 in Rengershausen behauptete, den Weg an die Spitze. Dem Gipfeltreffen in Marlach folgt nun gleich das nächste in Billingsbach, denn der SV Sindelbachtal will nun beim punktgleichen SCB seine eigenen Ansprüche auf den Platz an der Sonne geltend machen. Das Team von Marco Friedrich hat mit makellosen 18 Punkten aus sechs Spielen alleine noch eine blütenweiße Weste, da sich die SGM Creglingen II/Bieberehren schon am Mittwochabend mit einem 1:1 beim TSV Althausen/Neunkirchen begnügen musste. Die Taubertäler treffen morgen in Bieberehren auf ihren Nachbarn TSV Laudenbach, der zuhause gegen den SV Edelfingen II nicht über ein 2:2 hinauskam. Der B4- Neuling erwartet nun das neue Schlusslicht aus Rengershausen zum Bad Mergentheimer Teilortderby. Mit einem vor allem in dieser Höhe überraschenden 4:0-Heimsieg gegen den SV Wachbach II gab der TSV Schrozberg, der morgen in Markelsheim antritt, die Rote Laterne weiter. Unerwartet klar war auch der 3:0-Auswärtssieg des TSV Hohebach in Jagsthausen. Das heimstarke Team von Joe Strauß-Brix will und muss nun gegen den TSV Althausen/Neunkirchen nachlegen. Wie die Elf von David Fringes steht auch der Tabellenvorletzte SGM Weikersheim/Schäftersheim II, der in Dörzbach antreten muss, vor einer sehr hohen Hürde an der Jagst. Nach zwei Niederlagen in Folge ist der SV Berlichingen/Jagsthausen auf Rang 6 abgerutscht und braucht somit dringend ein Erfolgserlebnis beim SV Wachbach II. Spielfrei ist die SGM Mulfingen II/Hollenbach II

FC Billingsbach – SV Sindelbachtal. Das „Spiel der Spiele“ in der B4 wird morgen in Billingsbach ausgetragen, wo der frisch gebackene Spitzenreiter den Tabellenzweiten SV Sindelbachtal erwartet und unbedingt die ersten Flecken auf der noch blütenweißen Weste der Gäste anbringen will. Die Marlacher, die am Feiertag durch ihren 2:1-Sieg im Jagstalderby den seitherigen Tabellenführer TSV Dörzbach/Klepsau stürzten, können sich nun mit einem Sieg beim FCB selbst an die Spitze setzen. Relativ stehen sie schon jetzt besser da als ihr punktgleicher Gastgeber, der ein Spiel mehr ausgetragen hat. Somit wäre für den SVS auch schon ein Remis ein durchaus erstrebenswertes Ergebnis. Der Vorjahresdritte FC Billingsbach geriet zuletzt in Rengershausen in Rückstand, sorgte aber in der Schlussphase doch noch für klare Verhältnisse. Seinen bisher einzigen Patzer leistete sich das Team von Christian Schneider vor drei Wochen, als es vor heimischen Publikum gegen den SV Berlichingen/Jagsthausen 2:4 unterlag. Die anderen sechs Spiele entschied der FCB mit der imponierenden Trefferbilanz von 20:2 für sich.

TSV Dörzbach/Klepsau – TSV Althausen/Neunkirchen. Die erste Niederlage im Topspiel beim SV Sindelbachtal warf den seitherigen Spitzenreiter gleich um zwei Plätze zurück. Da sich die beiden schärfsten Rivalen die Punkte gegenseitig streitig machen, könnte sich der A3-Absteiger bei einem Unentschieden zwischen Billingsbach und Sindelbachtal schon morgen den Platz an der Sonne zurückerobern, vorausgesetzt er wird vor eigenem Publikum in Dörzbach gegen die SGM Weikersheim/Schäftersheim II seiner Favoritenrolle gerecht. Die Gäste haben nur eines ihrer sechs Spiele gewonnen und zuletzt vor eigenem Publikum mit der deutlich 0:3-Niederlage gegen die SGM Mulfingen II/Hollenbach II einmal mehr enttäuscht, so dass mit einem zählbaren Erfolg des Tabellenvorletzten in Dörzbach wohl kaum zu rechnen ist.

SGM Creglingen II/Bieberehren – TSV Laudenbach. Schon die Tatsache, dass man nach dem 7. Spieltag punktgleich mit dem Top- Favoriten TSV Dörzbach/Klepsau ist – und dies bei einem Spiel weniger – ist ein Riesenerfolg für die SGM Creglingen II/Bieberehren. Nun steht in Bieberehren das heikle Derby gegen den TSV Laudenbach an. Heikel deshalb, weil in dieser Begegnung die Tabelle völlig ausgeblendet werden muss. Von bisher vier Begegnungen mit den Vorbachtälern konnte die SGM lediglich in der letzten punkten, als sie nach 0:1-Pausenrückstand das Spiel noch drehte und mit 3:2 für sich entschied. Es wäre ein Fehler, die unberechenbaren Laudenbacher an ihren bescheidenen sieben Punkten oder an dem jüngsten Unentschieden gegen Edelfingen II zu messen.

TSV Hohebach – TSV Althausen/Neunkirchen. Mit dem beeindruckenden und vor allem in dieser Höhe kaum zu erwartenden 3:0-Erfolg beim SV Berlichingen/Jagsthausen hat der TSV Hohebach endlich wieder einmal gezeigt, dass er sich auch auswärts Fußball spielen kann. Vor eigenem Publikum Kulisse haben die Hohebacher dies in der gesamten letzten Saison bewiesen, als sie als einziges B4-Team zuhause ungeschlagen blieben. An diese stolze Heimserie knüpften sie, mit optimaler Punktausbeute in bislang drei Spielen, auch unter ihrem neuen Trainer Joe Strauß-Brix nahtlos an. Der Tabellenelfte TSV Althausen/Neunkirchen, der zuletzt der bis dato verlustpunktfreien SGM Creglingen II/Bieberehren ein 1:1 abtrotzte, wird an der Jagst einen sehr schweren Stand haben.

SV Wachbach II – SV Berlichingen/Jagsthausen. Beide Teams sorgten am Nationalfeiertag für negative Überraschungen, vor allem bedingt durch die Deutlichkeit ihrer Niederlagen. Der SV Wachbach II blamierte sich beim bisherigen Schlusslicht in Schrozberg mit 0:4, der SVB ließ der ersten Niederlage in Creglingen mit 0:3 gegen den bis dato auswärts sieglosen TSV Hohebach gleich die nächste folgen und hat dadurch den Anschluss ans Spitzenquartett zumindest vorerst verloren. Für den SV Wachbach II, Vizemeister der Saison 2017/18, ist die Tabellenspitze nach dem siebten Spieltag bei zwei Punkten Rückstand schon völlig aus dem Blickfeld - daran würde sich auch mit einem Heimsieg gegen den SV Berlichingen/Jagsthausen bius auf weiteres nichts ändern.

SGM Markelsheim/Elpersheim II – TSV Schrozberg. Nach zuvor fünf Niederlagen hintereinander trumpfte der TSV Schrozberg gegen den SV Wachbach II groß auf, gab nicht nur die rote Laterne ab sondern verbesserte sich gleich um sage und schreibe fünf Plätze. Dieser Sprung belegt deutlich, wie eng die Teams in der unteren Tabellenhälfte beieinanderliegen. Nun müssen die Schrozberger bei der zuletzt spielfreien SGM Markelsheim/Elpersheim II antreten, die zwei Zähler weniger als ihr Gast auf dem Konto hat und in ihrem letzten Heimspiel dem TSV Hohebach ein torloses Remis abtrotzen konnte. Die Partie in Markelsheim ist eine völlig offene Angelegenheit.

SV Edelfingen II – SV Rengershausen. Der SV Rengershausen schlug sich gegen den Favoriten aus Billingsbach besser als es das 1:4-Endresultat vermuten lässt. Am Ende zählen jedoch Punkte – und in der Tabelle, die bekanntlich nicht lügt, ziert das Team von Ralf Fuchs nun den Schluss. Zwei Zähler mehr als sein Lokalrivale hat der SV Edelfingen II auf dem Konto, der nach dem 3:3 im Derby gegen Althausen/Neunkirchen erstmals auch auswärts punktete und ein 2:2 beim TSV Laudenbach folgen ließ. Kann der SVR morgen die Rote Laterne weiterreichen oder beweist die Edelfinger Zweite erneut, dass sie in der neuen Umgebung der B4 angekommen ist? hw