Fußball

Kreisliga B4 Hohenlohe SV Rengershausen kommt zum Altkreisduell nach Laudenbach / Schwere Hausaufgaben für Wachbach II und Althausen/Neunkirchen

Der SV Edelfingen II gibt seinen Einstand in Hohebach

Archivartikel

Wieder mit 15 Teams geht die Kreisliga B4 Hohenlohe am Sonntag an den Start. Neben dem SV Edelfingen II, der am Sonntag als Außenseiter in Hohebach sein erstes Spiel in Konkurrenz bestreitet, gibt es vier weitere neue, allerdings nicht unbekannte Gesichter.

Der SV Mulfingen II schloss sich mit dem FSV Hollenbach II zu einer SGM zusammen, Nachbar TSV Dörzbach /Klepsau kommt nach 16 Jahren wieder aus der A3 zurück, der SV Berlichingen/Jagsthausen hatte die B4 vor 14 Jahren verlassen. Wesentlich kürzer war der SV Sindelbachtal weg, der zuletzt drei Spielzeiten der B2 zugeordnet war. Die Jagsstal-Teams starten am Sonntag mit sehr vielen Vorschusslorbeeren in die Saison 19/20. Während A3 -Absteiger TSV Dörzbach /Klepsau zum Debüt klarer Favorit beim Vorjahresschlusslicht in Elpersheim ist, erwartet den SV Sindelbachtal in Neunkirchen ebenso eine höhere Hürde wie dem SV Berlichingen/Jagsthausen vor eigenem Publikum gegen die SGM Weikersheim/Schäftersheim II. Der Vorjahresdritte FC Billingsbach muss sich beim SV Wachbach II bewähren, die SGM Mulfingen II/Hollenbach II in Schrozberg. Das einzige Mergentheimer Altkreisduell geht in Laudenbach über die Bühne, wo der SV Rengershausen ein unangenehmer Gast für den alten Rivalen sein will. Spielfrei ist die SGM Creglingen II/Bieberehren.

TSV Hohebach – SV Edelfingen II: Der TSV Hohebach blieb in der Letzten Runde als einziges B4-Team vor eigenem Publikum ungeschlagen, der Herbstmeister verspielte aber seine Titelchance durch einige mehr oder weniger desolate Auswärtsauftritte in der Rückrunde. Joe Strauß- Brix, der den Jagsttalclub von Sebbi Rizza übernommen hat, tritt sein Amt mit einer schweren Hypothek an, denn mit Michael Mack sucht der mit Abstand torgefährlichste Spieler des TSV nun eine neue Herausforderung in Wachbach. In Pokalrunde 1 unterlag der TSV dem A-Ligisten SC Amrichshausen auf eigenem Platz klar mit 0:5 – zum Rundenstart ist gegen den SV Edelfingen II nun ein Dreier Pflicht.

SGM Markelsheim/Elpersheim II –TSV Dörzbach/Klepsau: Wie sein Nachbar TSV Hohebach geht auch A3-Absteiger TSV Dörzbach/Klepsau als klarer Favorit in sein Auftaktspiel in Elpersheim. Die Gastgeber haben die dritte Saison in Folge mit der Roten Laterne abgeschlossen und müssten schon einen außergewöhnlich guten Tag erwischen um dem Titelanwärter Paroli bieten zu können. Beide Teams haben sich bereits in der ersten Runde aus dem Pokalwettbewerb verabschiedet. Die SGM blieb beim klassengleichen SV Westheim II mit 0:3 auf der Strecke, die Jagsttäler unterlagen auf eigenem Platz dem Pokalsieger des Jahres 2018, A2-Vertreter TSV Gerabronn, mit 1:3.

TSV Schrozberg – SGM Mulfingen II/Hollenbach II: Auch für den TSV Schrozberg und die neu gegründete Spielgemeinschaft war die erste Runde im Bezirkspokal zugleich auch die letzte. Schrozberg hatte mit dem Bezirksliga-Titelaspiranten TSV Obersontheim einen übermächtigen Gegner, der sich auch standesgemäß mit 5:1 durchsetzte. Für den Trainer der SGM Mulfingen II/Hollenbach II, Andre Mündlein ging’s zum Debüt gleich gegen seinen Heimatverein TV Niederstetten, der sich an der Jagst mit 2:0 behauptete. Die Schrozberger wollen in dieser Saison raus aus dem Tabellenkeller - dies geht nur, wenn die eklatante Heimschwäche abgelegt werden kann. Macht das Team von Oswin Keidel am Sonntag dazu den ersten Schritt oder kann die neu formierte SGM beweisen, dass man sich schon gut zusammengefunden hat?

TSV Laudenbach – SV Rengershausen: Auch der TSV Laudenbach kam mit dem Bezirksligisten SGM Niedernhall/Weißbach einen dicken Brocken in Pokalrunde eins vorgesetzt. Die Kochertäler setzten sich am Vorbach mit 3:0 durch. Einen echten Pokalkrimi lieferten sich dagegen der SV Tüngental und der SV Rengershausen. Nach einem 5:5 in der regulären Spielzeit ging das muntere Toreschießen auch vom Elfmeterpunkt weiter, ehe sich der SVR im Wohnort seines neuen Trainers Ralf Fuchs schließlich mit 10:11 geschlagen geben musste. Auch das letzte Altkreisderby in Laudenbach verlief recht torreich: die Gastgeber dominierten und die Treffer der Gäste in der Schlussphase zum 5:3 -Endstand waren lediglich noch Ergebniskosmetik. Die Laudenbacher gewannen auch in Rengershausen mit 3:2 und konnten damit die Bilanz gegen den SVR etwas ausbessern, nachdem sie nur eine der sechs vorausgegangenen Begegnungen gewonnen hatten. Die Neuauflage am Sonntag verspricht eine spannende und offene Auseinandersetzung.

TSV Althausen/Neunkirchen – SV Sindelbachtal: Obwohl der SV Sindelbachtal in den letzten drei Jahren in der Kreisliga B2 spielte, trafen beide Teams im Juni 2017 zuletzt in einer wichtigen Partie aufeinander. Es ging um die Relegation zur A3 und der TSV behauptete sich im Entscheidungsspiel gegen die Marlacher auf neutralem Platz in Dörzbach mit 2:1. Nun wurde der SVS wieder in die B4 umgruppiert und gehört zum engsten Favoritenkreis. Die Gastgeber werden zum Saisondebüt im Wolfental also wohl gleich richtig gefordert. Das Team von David Fringes hat nach dem nur einjährigen Gastspiel in der A3 eine sehr durchwachsene Runde gespielt und auf Rang 10 abgeschlossen, in einzelnen Spielen aber gezeigt, dass mehr drin gewesen wäre. Die Jagsttäler werden ihren Gastgeber also sicher nicht unterschätzen.

SV Wachbach II – FC Billingsbach: Der SV Wachbach II hat als einziges B4-Team die ersten beiden Pokalrunden überstanden – dem 2:0 im klasseninternen Vergleich bei der SGM Weikesheim/Schäftersheim folgte ein 6:5 nach Elfmeterschießen gegen Bezirksligaabsteiger TSV Braunsbach. Um auch im Achtelfinale dabei zu sein, muss das Team von Christoph Tremmel allerdings über sich hinauswachsen, denn mit der SGM Niedernhall/Weißbach kommt heute Abend ein Bezirksligist zur Pokal-Hängepartie nach Wachbach. Auch das Heimspiel zum Verbandsrundenstart am Sonntag gegen den Vorjahresdritten FC Billingsbach wird sicherlich kein Zuckerschlecken für den SVW. Die Gäste gehören zum engeren Kreis der Titelanwärter. Im Vorjahr trennte man sich in Wachbach 1:1- Unentschieden und das Rückspiel entschied der FCB mit 2:0 für sich.

SV Berlichingen/Jagsthausen – SGM Weikersheim/Schäftersheim II: Im Gegensatz zu seinem Gast überstand der SV Berlichingen/Jagsthausen die erste Pokalrunde, indem er sich gegen die Zweite des Bezirksligaaufsteigers aus Leukershausen vor eigenem Publikum sicher mit 4:1 durchsetze. So deutlich wie dieser Sieg war allerdings auch die 2:5-Heimniederlage am Sonntag gegen den B2-Rivalen und Vizemeister des Vorjahres, den TSV Schwabbach. Nach nur einem Jahr in der B2, in der man zur Halbzeit noch Rang zwei belegte, hofft man nun auch in der B4 ganz vorne mitmischen zu können. Wie die Jagsttäler war auch die SGM Weikersheim/Schäftersheim II zur Winterpause als Tabellenzweiter sehr aussichtreich im Aufstiegsrennen, baute dann aber in der zweiten Halbserie noch deutlicher als ihr Gastgeber ab. Ein Punkt in Berlichingen wäre ein durchaus ansehnliches Verbandsrundendebüt für den neuen SGM-Coach Egon Halbritter. H.W.