Fußball

Fußball Wird 2020 noch einmal gespielt oder nicht?

BFV und WFV vertagen die Entscheidung

Anfang der Woche tagten die Ministerpräsidenten gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, um die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus zu bewerten. Über konkrete Entscheidungen sowie die Perspektive für den Dezember und Januar soll allerdings erst am Mittwoch, 25. November, diskutiert werden. Man wolle die Entwicklung noch einige Tage beobachten, erklärte zum Beispiel Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach dem Treffen.

Aus diesem Grund haben sowohl der Badische als auch der Württembergische Fußball-Verband ihre Entscheidung, ob im Amateurbereich im Kalenderjahr 2020 noch einmal gespielt wird oder nicht, zunächst einmal vertagt.

„Wir hatten uns von diesem Treffen mehr Klarheit erhofft“, erklärte der Badische Fußball-Verband (BFV) auf seiner Homepage. „Nachdem sich die Minister-Konferenz darauf verständigt hat, voraussichtlich am 25. November erneut zusammen zu kommen, um erst dann die verbindlichen Beschlüsse für mindestens den Dezember und gegebenenfalls den Januar zu fassen, müssen wir bedauerlicherweise weiter abwarten, ob und wann eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes wieder möglich ist.“

Beim WFV ist Folgendes zu lesen: „Was den Amateurfußball angeht, bitten wir die Vereine in Württemberg weiter um Geduld. Wie bislang soll die Maxime verfolgt werden, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen, sondern die politischen und behördlichen Vorgaben abzuwarten, welche unseren Handlungsspielraum determinieren. Der Zeitpunkt der Fortsetzung des Spielbetriebs hängt also maßgeblich von den Beschlüssen ab, auf die sich Bund und Länder am 25. November einigen. Parallel laufen die Abstimmungsprozesse in den Verbandsgremien selbstverständlich auf Hochtouren, um mögliche Szenarien mit allen Beteiligten zu besprechen und zu bewerten.“

Große Zuversicht, dass in diesem Jahr tatsächlich noch gespielt wird, können die beiden Verbände natürlich nicht versprühen: „Wir sind realistisch genug zu wissen, dass die Maßnahmen eher verschärft als gelockert werden, daher schwindet die Hoffnung. Dennoch sind Vorabentscheidungen, ohne rechtliche Grundlage, zum jetzigen Zeitpunkt nicht angezeigt“, erklärt der BFV. „Wir sind verpflichtet, einen geregelten Spielbetrieb über die gesamte Saison hinweg durchzuführen und zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sicher sein, dass im kommenden Jahr hinreichende Zeitfenster für den Spielbetrieb vorhanden sein werden.“

BFV-Präsident Ronny Zimmermann formuliert das wie folgt: „Es kommt nicht mehr darauf an, wann man spielen will, sondern man muss dann spielen, wenn es gerade mal wieder erlaubt ist“.

Die beiden Fußball-Verände sind sich dessen bewusst, dass die Vereine gerne Planungssicherheit hätten, „doch diese können wir in Zeiten dieser Pandemie leider zu keinem Zeitpunkt verbindlich geben. Daher bitten wir um Verständnis und Geduld, dass die aktuell anstehende Entscheidung für 2020 erst nach dem 25. November erfolgt.“ Die jeweiligen Spielbetriebsverantwortlichen würden derweil mit Hochdruck an möglichen Szenarien arbeiten. bfv/wfv