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Fußball Der 50-jährige Ex-Trainer der Würzburger Kickers ist schwerer krank / Mouscron hat nach mehrwöchigem Fehlen nun einen Interims-Coach installiert

Bernd Hollerbach ist zunächst nicht mehr Trainer

Archivartikel

Bernd Hollerbach geht es schlecht: Der einstige Trainer des FC Würzburger Kickers und des Hamburger SV ist seit Wochen krank und kann deshalb das Amt als Trainer des Belgischen Fußball-Erstligisten Royal Excel Mouscron nicht ausüben. Der Verein teilte nun mit, dass „Holler“ bis Saisonende von Philippe Saint-Jean ersetzt werde. Danach werde man die Situation des 50-Jährigen neu bewerten.

Was ist los? Bernd Hollerbach litt an einer schweren Lungenentzündung, die Ende Dezember diagnostiziert wurde. Sie war die Folge einer Virusinfektion. Erst vor etwa einer Woche wurde er wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Wochenlang hatte er jegliche Anfragen abgeblockt, gestern meldete sich der 223-malige Bundesliga-Spieler dann aber zu Wort: „Ich war nicht mehr in der Lage, die Rolle als Cheftrainer auszufüllen. Nach unserer ersten sehr guten Saisonhälfte hätte ich das Team liebend gerne weiterunterstützt. Aber Gesundheit ist das Wichtigste im Leben, das wird in unserem Beruf oft vergessen.“ Zuletzt hatten sich auch Akteure des belgischen Klubs darüber beklagt, seit längerem nichts mehr von ihrem Trainer gehört zu haben.

Derzeit daheim in Würzburg

Mouscron war zwischenzeitlich mal Dritter der ersten belgischen Division, ist nun aber auf den elften Tabellenplatz abgerutscht. „Ich bin dem Klub sehr dankbar für das Verständnis und die Unterstützung und wünsche unserem Interimstrainer Philippe Saint-Jean und der Mannschaft viel Erfolg für die nächsten Spiele. Ich erhole mich und werde sobald wie möglich zurückkehren“, so Hollerbach weiter. Derzeit regeneriert er daheim in Würzburg. Dies könne allerdings noch mehrere Woche dauern.

Wie die nahe Zukunft der Co-Trainer Lamine Cisse und Dennis Schmitt aussieht, wurde gestern nicht bekannt. Beide hatte Bernd Hollerbach vor dieser Saison von Würzburg nach Belgien gelotst. Beide hatten auch das Trainingslager im spanischen Novo Sancti Petri, dort, wo auch die Kickers weilten, geleitet.