Fußball

Landesliga Odenwald FSV Waldbrunn hat vor, den Tabellenführer FV Lauda zu entthronen / „Krisenduell“ zwischen Elztal und Nassig

Bei wem brennt im Keller noch Licht?

Zum ersten Mal in dieser Runde hat der FV Lauda die Tabellenführung in der Landesliga Odenwald erobert; noch spielt er nicht so souverän wie vor zwei Jahren, als er Meister wurde. Doch so schlecht fällt der Vergleich nicht aus: 2017 hatte der FV mit 22 Zählern nach acht Spielen zwei Punkte mehr auf dem Konto; nur die Tordifferenz von 27:8 – aktuell 20:7 – zeigt, dass der FV etwas torfreudiger war. In der laufenden Runde haben Türkspor Mosbach (24), Königshofen (21) und Waldbrunn (21) schon häufiger getroffen.

Und jetzt will der Tabellenerste FV Lauda seinen Führungsanspruch beim Verfolger FSV Waldbrunn untermauern, der nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat. Keine leichte Aufgabe also, zumal der FSV mit vier Siegen eine blütendweiße „Heimweste“ vorzeigen kann. Doch auch der Gast aus dem Taubertal hat alle bisherigen vier Auswärtsspiele für sich entschieden. Für Spannung ist also gesorgt.

Bereits am Samstag trifft der TSV Rosenberg auf den TSV Höpfingen; dass der Gast aus Höpfingen in der Vergangenheit bis auf zwei Unentschieden in der Kreis- (hier gegen die Zweite) und Landesliga immer die Nase vorne hatte, war Rosenbergs Trainer Christoph Meier nicht bewusst (siehe Kurzinterview). Bekanntlich geht jede Serie einmal zu Ende. Vielleicht war die Gelegenheit noch nie so günstig, weil der TSV Höpfingen auswärts bereits drei von vier Partien verloren hat.

Die Tagesform könnte im Kellerduell des Aufsteigers FV Elztal gegen den SV Nassig entscheiden. Beide Teams verloren zuletzt. Dem Sieger winkt der Anschluss ans Mittelfeld, denn noch stehen beide Teams in Tuchfühlung zur Konkurrenz. Für das FV-Team von Trainer Rolf Lang spricht die ausgeglichene Heimbilanz mit zwei Siegen und zwei Niederlagen.

In den vergangenen Jahren waren die Punktspiele zwischen dem SV Königshofen und Türkspor Mosbach immer hart umkämpft. Beide Teams gewannen in den vorigen zwei Jahren ihre Heimspiele mit nur einem Tor Vorsprung. Die Mosbacher rutschten von Platz eins auf den fünften Rang ab, sind aber mit drei Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten Königshofen immer noch ganz vorne dabei. Die erste Saisonniederlage beim Stadtrivalen in Lauda haben die Messestädter nach Martin Michelbach längst aufgearbeitet: „Unterm Strich war der Sieg von Lauda verdient. Vor allem im ersten Durchgang ließen wir uns den Schneid abkaufen und agierten viel zu ängstlich. Nach dem Seitenwechsel haben wir die Partie offener gestaltet.“ Am Sonntag gilt es, die imponierende Heimbilanz mit fünf Siegen und 17:2-Toren auszubauen.

Auf und ab geht es von Woche zu Woche beim FV Mosbach, der jetzt auf den SV Neunkirchen trifft. Die Mosbacher warten immer noch auf den ersten Heimsieg. Die Mannen von Trainer Florian Müller sind dagegen auswärts schwer zu bezwingen und weisen eine positive 2-1-1-Bilanz auf.

Bis auf das Spieljahr 2005/06 verdankt der TSV Assamstadt seine überragende 10-4-2-Bilanz im Direktvergleich mit dem am Sonntag anreisenden FC Grünsfeld ausnahmslos den Begegnungen in der Kreisliga. Doch es waren immer knappe Siege. Die Gäste warten immer noch nach dem Auftaktsieg über Reichenbuch auf das dringend benötigte zweite Erfolgserlebnis. Der heimstarke Aufsteiger Assamstadt musste sich zuhause bisher nur dem FV Lauda geschlagen geben. Eine Entscheidung in diesem Spiel hängt auch von der Treffsicherheit der beiden Torjäger Max Münch mit bisher sieben Toren und Chris Moschüring auf Seiten der Grünsfelder Gäste mit fünf Treffern ab.

Weiterhin im Führungsquintett mitmischen will der TSV Oberwittstadt; dazu muss er im Heimspiel gegen den FC Hundheim-Steinbach erfolgreich bleiben. Die Gäste führen mit fünf Punkten Rückstand mit einem Trio das Mittelfeld der Liga an. Verzichten muss der TSV noch auf den rot-gesperrten Benedikt Walz und darf sich keine Nachlässigkeit erlauben. Einen so klaren Sieg wie im Vorjahr beim 5:1 kann er diesmal wohl kaum einfahren.

Im Vorjahr gewann der VfR Uissigheim gegen den FV Reichenbuch das Hin- und Rückspiel. Nach dem achten Spieltag hatte der VfR damals nur zwei Zähler mehr auf dem Konto als in der laufenden Runde; kein Grund also zur Panik, doch die Torausbeute ist auf jeden Fall ausbaufähig. Mit dem SV Nassig ist der VfR mit aktuell sechs Toren der offensiv mit Abstand schwächste Landesligist. Auch wenn mit dem FV Reichenbuch das auswärts schwächste Team ohne jeden Punkt und mit nur vier Toren aus fünf Spielen anreist, besteht deshalb kein Grund zur Sorglosigkeit.