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Fußball Bundesliga-Frauen der TSG zu Gast beim SC Sand

Badisches Derby

Archivartikel

Mit dem Rückenwind aus dem wichtigen Sieg gegen Leverkusen reisen die TSG-Frauen am Sonntag zur nächsten Auswärtsaufgabe. Um 14 Uhr gastiert die Mannschaft von Chef-Trainer Gabor Gallai beim SC Sand, der nach einem großen personellen Umbruch im Sommer derzeit in der Frauen-Bundesliga den zehnten Tabellenplatz belegt.

Hoffenheims Chef-Trainer Gabor Gallai beurteilt den Gegner wie folgt: „Der SC Sand tut sich in dieser Saison bisher sehr schwer. Das zeigt auch die Tabellensituation. Auffällig bei unserem nächsten Gegner ist das mutige Verteidigen gegen den Ball und die klar erkennbare taktische Idee. Auch im Spiel mit Ball macht es der SC Sand ganz gut und löst viele Dinge spielerisch. Dennoch macht sich bemerkbar, dass die Mannschaft im Sommer viele wichtige Spielerinnen verloren hat. Auf heimischem Rasen ist Sand immer für eine Überraschung gut, deshalb sind wir gewarnt.“

Den Gegner im Baden-Derby auf die leichte Schulter nehmen, das wollen die Hoffenheimerinnen bestimmt nicht tun: Gbor Gallai: „Wir werden konzentriert zu Werke gehen und von Beginn an hellwach sein. Wir wollen die Spielfreude und die Überzeugung, die wir in Leverkusen gezeigt haben, auch in Sand auf den Platz bringen.

Nicole Billa von der TSG ist nach muskulären Problemen seit dieser Woche wieder voll im Mannschaftstraining. Auch Janina Leitzig und Martina Tufekovic machen Fortschritte und trainieren mit der Mannschaft. Erfreuliche Nachrichten gibt es auch von Michaela Specht, für die nun erste individuelle Einheiten auf dem Platz anstehen.“

Mit sieben Siegen aus zwölf Aufeinandertreffen haben die TSG-Frauen die Nase im direkten Vergleich mit dem SC Sand deutlich vorn. Sechs Punkte sammelten die Hoffenheimerinnen auch in der vergangenen Saison gegen den derzeitigen Tabellenzehnten. Während im Hinspiel Nicole Billa mit einem verwandelten Handelfmeter in einem engen und spannenden Spiel für das Tor des Tages sorgte, spielte sich die TSG in der Rückrunde in Sand regelrecht in einen Rausch und gewann auch dank eines Dreierpacks von Katharina Naschenweng am Ende überzeugend mit 6:0.

Hinter dem SC Sand, der die vergangene Saison auf dem achten Platz abschloss, liegt ein großer Umbruch. Zahlreiche Spielerinnen verließen im Sommer den Verein, Neuzugänge aus dem In- und Ausland fanden den Weg in die Ortenau. Mit Nora Häuptle, zuvor Trainerin des Schweizer U19-Nationalteams der Frauen, hat der SC Sand zudem seit August ein neues Gesicht an der Seitenlinie. In der Bundesliga scheint sich die Mannschaft erst noch finden zu müssen. Nach acht Spieltagen belegt Sand mit sechs Punkten den zehnten Platz, kassierte zudem die meisten Gegentore. Zuletzt ließ das Team von Chef-Trainerin Häuptle wichtige Punkte gegen Bremen (0:1) und Essen (1:3) liegen, gegen die Eintracht Frankfurt feierte der Sport-Club hingegen einen überraschenden 3:2-Erfolg. pik