Fußball

Hallenfußball/Futsal Sowohl der BFV als auch der WFV haben beschlossen, in diesem Winter keine Meisterschaftswettbewerbe in der Halle zu veranstalten

Absage wird als „alternativlos“ bezeichnet

Archivartikel

Der Verbandsjugendausschuss des Badischen Fußballverbandes hat als Folge der Covid-19-Pandemie beschlossen, in der Saison 2020/21 keine Futsal-Kreis- und Verbandsmeisterschaften auszuspielen.

Die Absage der Futsal-Meisterschaften fiel den Verantwortlichen nicht leicht, sei aber unumgänglich gewesen. Verbandsjugendleiter Rouven Ettner: „Es war eine harte Entscheidung, da die Futsal-Meisterschaften immer einen festen Platz in unserem Rahmenterminkalender haben und für alle Beteiligten tolle Erlebnisse sind. Natürlich tut es uns für alle Spieler und Spielerinnen leid, aber auch für die Ausrichtervereine, die sich dadurch immer ein paar Euros dazuverdienen konnten.“

Gleich mehrere Gründe machten eine Austragung der Futsal-Meisterschaften letztendlich unmöglich: Vorrangig möchte der bfv mit dieser Entscheidung seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken. Auch organisatorische Schwierigkeiten waren relevant: Hallenkapazitäten sind stark eingeschränkt, unter anderem weil viele ausgefallene Veranstaltungen in den Herbst- und Wintermonaten in den Sporthallen nachgeholt werden. Zudem haben die „klassischen“ Hallensportarten natürlich Vorrang. Um die Vereine in der kommenden Winterzeit nicht zusätzlich mit weiteren Spielen und großem Organisationsaufwand durch die hohe Anforderungen an Hygienekonzepte bei Indoor-Veranstaltungen zu belasten, blieb letztlich nur die Absage der Futsal-Meisterschaften.

Ettner appelliert an die Vereine, den Trainingsbetrieb über die Wintermonate dennoch aufrecht-zuerhalten: „Damit die Junioren und Juniorinnen nicht wieder eine ähnlich lange Durststrecke durchstehen müssen wie während des Lockdowns, wäre es natürlich super, wenn es vereinsinterne Angebote gäbe, die ihnen weiterhin das Kicken ermöglichen.“

Auch WFV verzichtet auf die Halle

Mit Blick auf den bevorstehenden Herbst hat sich auch der Würrtembergische Fußballverband in den zuständigen Gremien und Ausschüssen intensiv mit dem Hallenspielbetrieb beschäftigt. Auf deren Vorschlag wird in der Saison 2020/21 in allen Bereichen (Juniorinnen, Junioren, Frauen und Herren) auf die Durchführung von Bezirks- und Verbandswettbewerben in der Halle verzichtet. Betroffen davon sind auch der VR-Talentiade-Cup sowie der Sparkassen-Junior-Cup. Bei dieser Entscheidung hätten auch gesundheitliche Aspekte eine wichtige Rolle gespielt. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der WFV seinen Mitgliedsvereinen dringend, im Winterhalbjahr 2020/21 auch keine privaten Hallenwettbewerbe im Juniorinnen-, Junioren-, Frauen- und Herrenbereich durchzuführen.

Matthias Schöck (WFV-Präsident): „In der Folge dieser Entscheidung werden sicherlich auch einige Zeitfenster in den Sporthallen unseres Verbandsgebietes frei. Dies bietet den Fachverbänden, die ihre Wettbewerbe nahezu ausschließlich in der Halle austragen, mehr Freiheit in der Terminplanung. Wir als Verband leisten insofern gerne einen kleinen Beitrag, damit der Sport insgesamt diese schwierige Zeit meistern kann.“ Harald Müller (Vorsitzender WFV-Spielausschuss): „Wir sind uns unserer Verantwortung sehr bewusst und wollen keinesfalls einer weiteren Ausbreitung des Infektionsgeschehens Vorschub leisten. Die Entscheidung für einen Verzicht auf den Spielbetrieb in der Halle haben wir in großem Einvernehmen getroffen. Unser Hauptaugenmerk muss in dieser ohnehin organisatorisch herausfordernden Saison den Meisterschaftsspielen auf dem Feld gehören.“ Michael Supper (Vorsitzender WFV-Jugendausschuss): „Für einige unserer Vereine und insbesondere auch für die Traditions-Hallenturniere bedeutet der Verzicht einen Einschnitt, auch im finanziellen Bereich. Gerade im Jugendbereich spielt der Hallenfußball bzw. das Futsalspiel eine große Rolle. Wir hoffen im kommenden Spieljahr auf andere Rahmenbedingungen und werden dann mit viel Freude wieder in die Halle zurückkehren.“ Angelika Fioranelli-Petersohn (Vorsitzende WFV-Ausschuss Frauen- und Mädchensport): „Ich halte die Entscheidung, auf die Hallenrunde zu verzichten, für richtig und alternativlos. Darin waren wir uns alle einig. Der Fußball ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und unseres Lebens, aber im Moment geht es darum, verantwortlich zu handeln und Existenzen zu sichern. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Vereine diesen Weg mitgehen werden.“ kg/hb