Freudenberg

Technischer Ausschuss Freudenberg Langwierige Baustelle der Stadtwerke Wertheim sorgt für Ärger / Bürgermeister soll Druck auf Bauherr ausüben

„Wir freuen uns, wenn investiert wird“

Archivartikel

Diverse Bauanträge sorgten im Technischen Ausschuss des Freudenberger Gemeinderats für große Zustimmung, denn sie sind ein Zeichen für eine Belebung der Stadt.

Freudenberg. Mit großer Einigkeit und in kurzer Zeit fasste der Technische Ausschuss Freudenberg am Montagabend in der Baracke an der Turnhalle seine Beschlüsse. In der sechsten Sitzung der Wahlperiode wurde drei Bauanträgen zugestimmt. So erteilten die Gemeinderäte ihr Einvernehmen zum Antrag ein Hausbesitzers in der Hauptstraße in Freudenberg zum Streichen der Fassade in dessen Wunschfarbe. „Wir freuen uns wenn in der Altstadt investiert wird“, so Bürgermeister Roger Henning. Man kenne die Probleme des Wohnbereichs an der Landesstraße und sei froh, dass dort noch Menschen wohnen wollen. Einvernehmen gab es auch für den Neubau eines Wohnhauses in Massivbauweise ohne Unterkellerung im Rauenberger Neubaugebiet Maueräcker. Es ist schon der vierte Bauantrag für das neu erschlossene Baugebiet. Zuvor hatte bereits der Ortschaftsrat Rauenberg dem Vorhaben zugestimmt.

Belebung der Altstadt

Freude herrschte auch darüber, dass wieder Leben in ein unbewohntes Haus im Bereich des Freudenberger Birkenwegs und des Odenwaldrings einzieht. Die Antragsteller wollen das Wohnhaus durch einen Anbau erweitern und einige weitere bauliche Maßnahmen ergreifen, um den Wohnraum zu modernisieren. Die Räte stimmten dem Antrag einstimmig zu.

In seinen aktuellen Informationen verkündete der Bürgermeister, dass die beiden Bauanträge für den Neubau von Bauhof und Feuerwehrgerätehaus nun vorliegen. Am vergangenen Wochenende hatte die Stadtverwaltung zusammen mit Vertretern der Feuerwehr verschiedene andere Gerätehäuser besichtigt um Inspirationen zu bekommen. Aktuell läuft die Submission für die Rohbauarbeiten der Gebäude. Die Aufträge sollen in der Gemeinderatssitzung am 27. Juli vergeben werden.

Weiter erklärte Henning, dass zu behandelnde Bauanträge dem Technischen Aussschuss im Umlaufverfahren vorgelegt werden, weil die politischen Gremien in die Sommerpause gehen.

Voran gehe es auch mit der Straßenbeleuchtung am Fußgängerüberweg im Bereich Pfarrgasse. Diese soll in der 31. Kalenderwoche erstellt werden.

Verlegung der L2310

Die Arbeiten zur Verlegung der L2310 beim Tremhof sollen noch in diesem Jahr beginnen, erklärte Henning auf Nachfrage.

In den Anfragen der Räte regten Rauenbergs Ortsvorsteher Siegbert Weis und sein Boxtaler Amtskollege Rolf Döhner an, nicht nur die Straßeneinläufe an Ortsstraßen zu reinigen sondern auch die Rinnen in der Flur regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf ebenfalls zu reinigen. Seien diese voll, erfüllten sie ihren Zweck nicht. Henning gab an, dass die Reinigung der Straßenrinnen durch eine Fachfirma erfolge. Bei den Rinnen in der Flur käme jedoch der Bauhof zum Einsatz. Man werde das Thema in der Verwaltung diskutieren, sagte er.

Rat Lars Kaller verwies erneut auf die Baustelle der Stadtwerke am Ende der in Richtung Dürrbachweg. Hier wurden die Gehwege aufgerissen und abgesperrt. Damit müssen Fußgänger auf die Straße ausweichen. Die Baustelle ziehe sich seines Ermessens nach schon lange hin. Er bat deshalb darum, den „Stadtwerken Wertheim als Bauherr auf die Füße zu treten, damit die Baustelle endlich fertig wird.“ Henning sagte zu, Druck auszuüben. Nach bisheriger Ankündigung der Stadtwerke sollte die Baustelle im Juli fertig gestellt werden. „Der Monat ist noch nicht rum“, so Henning abschließend.