Freudenberg

Fairtrade-Stadt Verlängerung steht an

„Viel Arbeit, aber auch viel Herzblut“

Freudenberg.Freudenberg will Fairtrade-Stadt bleiben. Deshalb ist der 23. Dezember ein wichtiger Termin, denn bis dahin muss der Antrag auf Verlängerung des Zertifikats eingereicht werden.

„Bleiben wir dabei? Machen wir weiter?“ Diese Fragen standen auf einer der Folien zu lesen, mit denen Elisabeth Huba-Mang am Montagabend ihren Zwischenbericht zum Thema „Fairtrade-Stadt Freudenberg“ illustrierte. Es waren Fragen, auf die es keiner Antwort bedurfte.

Erfolgsbericht

Die Gemeinderäte konnten sich, was selten genug vorkommt, bequem zurücklehnen und nichts tun. Sie mussten einfach nur ihren Beschluss aus dem Jahr 2017 aufrechterhalten. Nach dem Erfolgsbericht, den Huba-Mang ablegte und der von Bürgermeister Roger Henning unterstützt wurde, nach all dem Lob und der Anerkennung für das vor allem ehrenamtliche Engagement war es wiederum keine Frage, dass man am Status nicht rütteln würde.

Schließlich ist Freudenberg zwar nicht mehr die einzige – Wertheim ist zwischenzeitlich dazugekommen – aber sie ist und bleibt die erste Fairtrade-Stadt im Main-Tauber-Kreis. Eine Tatsache, auf die man nach wie vor stolz ist.

An die Übergabe der entsprechenden Urkunde beim Frühjahrsmarkt 2018 erinnern sich noch viele. Elisabeth Huba-Mang rekapitulierte noch einmal den Weg, der bis dahin zurückzulegen war und die Kriterien, die man erfüllen musste (wir berichteten). Sie gab einen Überblick über die Veranstaltungen und Aktionen und machte nicht zuletzt deutlich: „Fairtrade hat auch etwas mit Stadtmarketing zu tun“.

Noch nicht am Ende

Auch deshalb finden sich die Informationen zu dem Thema auf der Internetseite der Stadt Freudenberg unter dem Menüpunkt „Wirtschaftsförderung“. Und die Referentin betonte, dass man noch nicht am Ende der Aktivitäten angelangt ist, sondern entwickelte Ideen und Vorschläge für die Zukunft.

Die reichten von der konsequenten Integration des Zertifikates in die Außendarstellung und der Organisation von kommunalen Fairtrade-Wochen, etwa im Rahmen des Herbstmarktes, über die Teilnahme als erste Fairtrade-Stadt im Kreis an den Nachhaltigkeitstagen am 28. März kommenden Jahres in der TauberPhilharmonie, bis zur Entwicklung von Produkten wie dem Freudenberger Fairtrade Geschenkkorb oder die Gestaltung von speziellen Etiketten für verschiedene Produkte.

Ehrenamtliches Engagement

„Viel Arbeit, aber auch viel Herzblut“, bescheinigte Bürgermeister Henning. Als Kleinstadt sei es sehr schwierig, die vorgegebenen Kriterien alle zu erfüllen, machte er deutlich. „Würde etwa der einzige Lebensmittelmarkt in Freudenberg nicht mitmachen, wäre das gar nicht möglich.“ Und schon gar nicht, ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.