Freudenberg

Friedhof Wegebauarbeiten sollen möglichst noch in diesem Jahr eine bessere Begeh- und Befahrbarkeit zur Kapelle und zur Leichenhalle gewährleisten

Städtische Handlungsfähigkeit beweisen

Freudenberg.Ob sein Wunsch wohl in Erfüllung geht? „Ich würde das gerne noch im Haushaltsjahr 2018 erledigen“, sagte Bürgermeister Roger Henning im Hinblick auf die Wegebauarbeiten im Freudenberger Friedhof. Und zwar „als Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger, dass wir nicht nur reden, sondern auch etwas tun“.

Beklagenswerter Zustand

Unter anderem weil die Hauptwege, zum einen zur Friedhofskapelle, zum anderen zur Leichenhalle, in einem beklagenswerten Zustand sind, hatte man deren Herrichtung aus der Gesamtüberplanung des Friedhofes herausgenommen. Im Etat sind 25 000 Euro vorgesehen, eine vergleichsweise niedrige Summe, „weil ich am Anfang in jugendlichem Leichtsinn gedacht habe, man könnte viel in Eigenleistung – etwa im Rahmen einer 72-Stunden-Aktion – erledigen“, räumte Henning ein.

Der von der Stadt beauftragte Landschaftsarchitekt Thomas Struchholz hatte allerdings dringend angeraten, komplett auf Fachfirmen zu setzen. Vorgesehen ist nun, den Weg zur Kapelle mit einer wassergebundenen Decke zu versehen, den zur Leichenhalle hingegen zu pflastern, damit er auch befahren werden kann.

Nicht folgen will man dem Vorschlag des Planers, die Wege mit Stahlband einzufassen, denn das kommt wesentlich teurer, als die herkömmliche Methode mit einer Randsteineinfassung.

Vier Angebote

Für die Arbeiten lagen schließlich vier Angebote vor. Das günstigste hatte die Freudenberger Firma Dölger Erdbau mit einem Bruttobetrag von etwas mehr als 56 000 Euro abgegeben. Die Kostenschätzung des Planers von knapp 78 000 Euro würde damit deutlich unter-, der Haushaltsansatz aber ebenso deutlich überschritten.

Die Maßnahme könnte allerdings teurer werden, denn sowohl Klaus Weimer (Freie Wähler) als auch Hartmut Beil (SPD) zeigten sich mit der wassergebundenen Ausführung des Weges zur Kapelle nicht glücklich. Der Bürgermeister zeigte sich durchaus bereit, auf die Einwände einzugehen, allerdings könnte, wenn man die Thematik auf die nächste Gemeinderatssitzung im Oktober verschiebt, das Fertigstellungsziel in Gefahr geraten. Der Technische Ausschuss, der am kommenden Montag tagt, kann darüber eigentlich nicht entscheiden, da die Summe zu hoch ist.

So verfiel man auf eine ungewöhnliche Lösung: Grundsätzlich wurde der Vergabe der Arbeiten zugestimmt. Nun will man die Kosten für eine andere Ausführung des „Kapellenweges“ eruieren und dann, wenn das rechtlich möglich ist, per Umlaufverfahren endgültig entscheiden. ek