Freudenberg

Jahreshauptversammlung DLRG Freudenberg zählt rund 680 Mitglieder / Zweites Fahrzeug und Gebäudeerweiterung in Zukunft erforderlich

Präsenz am See ist gute Werbung für die DLRG

Archivartikel

Noch bevor die Corona-Krise ausbrach, trafen sich die Mitglieder der DLRG Freudenberg zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Freudenberg. Peter Haamann ist der Vorsitzende der DLRG Freudenberg. Er konnte vor einiger Zeit 70 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung begrüßen.

Ein großes Anliegen war es ihm, der Stadtverwaltung, dem Bauhof und den städtischen Mitarbeitern für die wohlwollende Unterstützung im vergangenen Jahr zu danken. Auch der Feuerwehr sprach er seinen Dank aus und lobte das gute Miteinander unter den Hilfskräften. Ein herzliches Dankeschön ging auch an alle Wachgänger, die Bademeister Jochen Beck und Patrick Pölleth, Betreuer, Jungendbetreuer und alle sonstigen Helfer des Zeltlagers, Schwimmausbilder und -betreuer, Margarete Walla als Übungsleiterin Frauenturnen und sämtliche Ausschuss- und Vorstandsmitglieder.

Mit „vielfältig und aktiv“ beschrieb Schriftführerin Carmen Wienand das Vereinsjahr. Zahlreiche Termine wurden über das gesamte Jahr verteilt wahrgenommen. Insgesamt wurden elf Vorstandssitzungen und mehrere Ausschusssitzungen abgehalten. Zum Jahresende gehörten der DLRG Freudenberg 679 Mitglieder an.

Im Bereich Einsatz stand die Umschreibung der „alten Fachausbildung Wasserrettungsdienst“ zum „Fachhelfer Wasserrettungsdienst Baden-Württemberg“ im Vordergrund. Unter der Leitung von Andreas Wolz konnten 2019 sechzehn Einsatztrupp-Mitglieder umgeschrieben werden. Des weiteren berichtete der technische Leiter Einsatz, Andreas Fenz,von neun Übungsabenden mit insgesamt 295,5 Stunden. Den einzigen Alarmeinsatz gab es am 10 Februar im vergangenen Jahr, als in den frühen Morgenstunden nach einer vermissten Person in Faulbach gesucht wurde. Die Person wurde einige Stunden später wohlauf in einem Nachbarort gefunden. Insgesamt wurden vom Einsatztrupp, der zum Jahresende 21 Personen stark war, inklusive diverser San-Dienste 1351 Stunden aufgebracht. Auch das Jugend-Einsatz-Team (Jet), dem 14 Jugendliche angehören, traf sich zu zwölf Übungen.

Auch der technische Leiter Schwimmen, Armin Wienand, sparte nicht mit Lob, beispielsweise für alle Betreuer des Montag- und Freitagsschwimmens. Für die Schwimmausbildung montags waren 86 Kinder angemeldet.

Durchschnittlich 71 Kinder und 19 Betreuer fuhren an 21 Terminen ins Miltenberger Hallenbad. Am Ende der Saison konnten insgesamt 62 Abzeichen vergeben werden. Beim saisonabschließenden Vergleichsschwimmen mit der Miltenberger Wasserwacht wurde in vier Altersklassen gestartet und gute Platzierungen erzielt.

Zur Rettungsschwimmausbildung freitags fuhren mit Ausbildern nicht nur 30 Kinder und Jugendliche sondern auch einige Erwachsene mit, um selbstständig Bahnen zu ziehen und sich fit zu halten. Auch hier wurden zum Saisonende 36 Abzeichen vergeben.

Fünf Gruppen am Badesee

Für die Badeseewache standen im Sommer insgesamt fünf Wachgruppen mit 39 Wachgängern zur Verfügung, die 859,5 Wachstunden leisteten. Andreas Fenz sprach den DLRG-Ortsgruppen Osterburken, Höpfingen, Königheim, Bad Mergentheim und Königshofen seinen herzlichen Dank aus.

Die Jugend der DLRG traf sich zu sechs Sitzungen. An ebenfalls sechs Bastelnachmittagen nahmen im Schnitt 17 Kinder teil. Um Spenden für den Erhalt des Schwimmbades in Külsheim zu sammeln, nahm die Jugend wieder an der langen Schwimmbadnacht teil. Das Stimmrecht bei der Neuwahl des Bezirksvorstands beim Bezirksjugendrat konnte durch die Teilnahme von Laura Diehm, Anne und Lisa Höfling voll ausgenutzt werden.

Die Kasse von Hans-Werner Höfling wurde von Norbert Oppelt und Bodo Kapp geprüft und für tadellos befunden. Der Gewinn des Vorjahres konnte nicht erreicht werden, dennoch wurde ein gutes positives Ergebnis erzielt. Der größte Teil des Vermögens der DLRG Freudenberg befindet sich in den Rücklagen für Ersatzbeschaffung. Wichtige und teure Ausrüstungsteile sind in die Jahre gekommen oder reichen für die aktuellen Anforderungen nicht mehr aus. Zukünftig sind deshalb ein zweites Fahrzeug, ein neues Motorboot, die Erweiterung des Gebäudes zwecks Unterbringung des Fahrzeugs und des Bootes und der Ersatz des ersten Fahrzeugs geplant. Ein zweites Fahrzeug ist aus mehreren Gründen dringend notwendig.

Es fehlt ein Fahrzeug im Übungs- und Einsatzfall als Zugfahrzeug für das Motorboot, sowie als Einsatzfahrzeug für Material und Einsatzkräfte. Auch für Ausbildungen, Jugendarbeit, Zeltlager und als Transportmittel bei zahlreichen Veranstaltungen wäre ein zweites Fahrzeug hilfreich, weil das erste Fahrzeug ein bezuschusstes und damit zweckgebundenes Wasserrettungsdienst-Fahrzeug ist.

Dem Motorboot Baujahr 1996 fehlt seit dem Motorschaden 2017 die Motorleistung. Glücklicherweise hat die DLRG bereits eine mündliche Zusage zur Bezuschussung eines neuen Bootes vom Landesverband für 2020 erhalten.

Zuschuss zugesagt

Auch Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning hat bereits einen Zuschuss seitens der Stadt zugesagt. Daraus resultierten die mit der Stadtverwaltung geführten Gespräche zum Thema Gebäudeerweiterung. Diese soll in einem Zeitrahmen bis zum Jahr 2023 passieren, um die Unterbringung zu gewährleisten. Im Anschluss daran, bis zum Jahr 2026 wäre die Ersatzbeschaffung des ersten Fahrzeugs fällig. Diese langfristige Planung ist notwendig, um weiterhin eine fundierte Ausbildung, eine bestmögliche Sicherheit und bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Da die letzte Beitragsanpassung in 2013 erfolgte und die Bundesebene bereits 2017 beschlossen hat, ihre Beiträge ab 2020 sukzessive zu erhöhen, wurde der Antrag gestellt, die Beiträge ab 2021 anzupassen. Der Antrag wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen.

Der stellvertretende Bezirksleiter Uwe Spielvogel lobte die Arbeit und die Präsenz der DLRG am Badesee. Diese seien eine hervorragende Werbung für die DLRG und für deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Auch im Bereich der Ausbildung stoße man in Freudenberg immer auf große Unterstützung.

Lobend erwähnte Spielvogel die Entwicklung am Badesee. Es sei gelungen, den Wachdienst auf mehrere Schultern zu verteilen. Er freue sich sehr, dass der Wachdienst am See eine große Wertschätzung erfährt.

Auch Bürgermeister Roger Henning stellte seine Worte unter das Motto „Danke“. Das Ehrenamt sei der Kitt der Gesellschaft. Er dankte dem Bereich Einsatz, denn der Betrieb am Badesee wäre ohne die DLRG in dieser Form nicht möglich. Die Umbaumaßnahmen am Badesee zur Attraktivitätssteigerung seien bereits in vollem Gange und er sei zuversichtlich, dass der Badesee, abhängig vom Wetter, planmäßig eröffnet werde.

Im Anschluss erfolgten die Ehrungen der langjährigen Mitglieder der DLRG Freudenberg für zehn, 25, 40 und 50 Jahre aktiver Mitgliedschaft, sowie die Sonderehrungen mit Ehrenmedaillen des Bezirks Frankenland in Bronze, Silber und Gold und Verdienstzeichen in Bronze. Damit endete der offizielle Teil der Mitgliederversammlung. dlrg