Freudenberg

Technischer Ausschuss Verschiedene Arbeiten vergeben / Viele Anregungen diskutiert

Neugestaltung des Friedhofs auf Weg gebracht

Archivartikel

Freudenberg.Nach der Begehung des neu zu gestaltenden Bereichs auf dem Friedhof (siehe weiteren Bericht) vergab der Technische Ausschuss im Sitzungssaal die Arbeiten. Dabei wurden mehrere Änderungen zu den Vorschlägen der Verwaltung festgelegt.

So beschloss man, statt den ursprünglich geplanten zwei bis zu vier Urnen pro Grab ermöglichen. Die Abdeckplatten sollten dazu eine Größe von 60 mal 60 Zentimeter haben und damit je Seite zehn Zentimeter größer sein als vorgeschlagen. Hinsichtlich der neuen Wege entschied sich der Ausschuss für einen roten Belag. Als Vorteil sah man, dass die Steine für die Randbegrenzung der Wege schon vorhanden sind.

Die Urnengrabfelder sollen eckig angelegt werden, weil dies auch Kosten spare. Hinsichtlich der benötigten Grabzahlen stellte Bestatter Manfred Busch fest, durchschnittlich sterben 0,8 bis ein Prozent der Einwohner pro Jahr. Damit habe man statistisch zirka 30 Bestattungen jährlich. „Diese Zahl bleibt recht konstant.“ Der Anteil der Urnenbestattungen werde aber auf bis zu 90 Prozent steigen.

Rat Hartmut Beil verwies darauf, dass man mit vier Urnen pro Grab auch mehr Kapazitäten habe. Rätin Ellen Schnellbach lobte die Verwaltung, dass man bei den Grabplatten flexibel sei und nun Gräber für bis zu vier Urnen ermögliche. Bernhard Eckert ergänzte, in anderen Grabfeldern wird es weiterhin das Angebot für nur eine Urne geben.

Rat Klaus Weimer stellte den Antrag, die Entscheidungen über die Arbeiten zur Neugestaltung an den Gemeinderat zu verweisen, da sie eine große Tragweite für ganz Freudenberg hätten. Henning erklärte dazu: „Wir handeln nach der Hauptsatzung, damit ist der Technische Ausschuss für die Auftragsvergabe dieser Höhen zuständig.“ Letztlich lehnte der Ausschuss Weimers Antrag mehrheitlich ab.

Hartmut Beil erklärte, man solle prüfen, ob es nicht Alternativen zu den schwarzen Betonsteinen als Umrandung des Grabfelds gebe. Henning sagte, machbar sei alles, wenn der Gemeinderat die Mittel freigebe. Er bat jedoch darum, den Auftrag zur Umsetzung an die Unternehmen zu erteilen und den Beschluss mit einem Höchstbetrag zu verbinden. Rat Lars Kaller schlug vor, die Steinart als Begrenzung zu verwenden, die auch an den Wegen zum Einsatz kommen werde. Dies ergebe ein besseres Gesamtbild. Schnellbach fragte, ob auch Änderungen an den Baumgräbern geplant sind. „Für ganz viele Bürger sind diese aktuell kein Schmuckstück.“ Laut Henning sind dort keine Änderungen vorgesehen. Der Bürgermeister sprach sich gegen Urnenwände aus. Sie seien aus Sicht der Kirche und der Trauerpsychologie ungünstig. „Sie sind aber laut Gemeinderatsbeschluss auch kein Thema.“

Höchstbeträge festgelegt

Die Vergabe der Arbeiten erfolgte einstimmig. Da im Vergleich zu den vorhandene Angeboten Änderungen beschlossen wurde, legte der Ausschuss für beide Aufträge Höchstbeträge fest.

So wurden die Aufträge für die Garten und Landschaftsbauarbeiten zur Umgestaltung des Friedhofs Freudenberg für maximal 15 000 Euro brutto an die Gärtnerei Schneider Freudenberg vergeben. Der Auftrag für die Lieferung von Sandsteinplatten zur Umgestaltung gingen für maximal 5000 Euro brutto an das Natursteinwerk Frank Zeller aus Umpfenbach.

Einhellig stimmte der Ausschuss dem Bauantrag für den Rückbau und die Wiedererrichtung einer Mobilfunkstation auf einem Gebäude in der Rauenberger Eidelsgasse zu. Die Höhe wird 14,80 Meter betragen. Die Entscheidung über den Antrag war in der Sitzung des Ausschusses im Januar vertagt worden, da der Ortschaftsrat noch weitere Informationen anforderte. Nun hatte der Ortschaftsrat im Umlauf dem Bauantrag zugestimmt. Bedauert hatte man jedoch, dass es die Unternehmen Vodafone und Telekom ablehnen, sich einen Mast zu teilen. Der Bürgermeister sah durch den neuen Mast einen Mehrwert durch besseren Empfang für das Dorf.

Hartmut Beil regte an, den Parkplatz am Friedhof neu mit Feinschotter zu versehen. Viel Bürger hätten den matschigen Zustand bei Regen kritisiert. Henning erklärte, der Parkplatz werde regelmäßig nachgeschottert. Rat Rolf Döhner wies darauf hin, dass die Schäden am Gehweg bei der Boxtaler Wildbachbrücke noch nicht behoben sind. Er bat die Verwaltung darum, beim Straßenbauamt nachzuhaken.

Rätin Ellen Schnellbach zeigte sich verärgert darüber, dass in den öffentlichen Müllbehältern viel Hausmüll entsorgt werde. Sie bat die Bevölkerung, massiv hinzuschauen und Beobachtungen zu melden. Zu Schnellbachs Vorschlag, am See weitere Hundetoiletten aufzustellen, sagte der Bürgermeister, dies sei möglich, wenn man der Verwaltung einen sinnvollen Standort nennt. Man könne diese aber nicht flächendeckend aufstellen. Sie müssen auch gereinigt und befüllt werden, was Kosten bedeutet. Er kritisierte, dass die Leute nicht verantwortungsbewusst umgehen. Die Plastikbeutel mit dem Kot würden einfach in der Wiese entsorgt. bdg