Freudenberg

Sitzung des Ortschaftsrats Rauenberg Gremium stimmte für Umbaumaßnahmen in St. Wendelinus / Kosten belaufen sich auf 55 000 Euro

Neuer Schlafraum für den Kindergarten

Der Rauenberger Ortschaftsrat beschäftigte sich am Donnerstag unter anderem mit dem Kindergarten St. Wendelinus. Hier stehen Umbauarbeiten an.

Rauenberg. Geschlossen stimmte der Ortschaftsrat Rauenberg in seiner jüngsten Sitzung dem Bauantrag für Umbauten im katholischen Kindergarten St. Wendelinus zu. „Die Vorgaben ändern sich ständig“, stellte Ortsvorsteher Siegbert Weis fest.

Es müsse ein Schlafraum geschaffen werden, der Schlafmöglichkeiten für die Hälfte der Kinder bietet. Dazu soll eine Zwischenwand entfernt werden, um zwei Räume zu verbinden. Außerdem müssen vier Türen im Eingangsbereich umgebaut werden. Damit soll unter anderem erreicht werden, dass sie sich nach außen öffnen lassen. Diese und einige weitere Maßnahmen sind im Rahmen des Brandschutzes erforderlich.

Kindergartenleiterin Renate Kleinert empfahl, die Pfingstferien für die Arbeiten zu nutzen. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf 55 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt, das Land und die Verrechnungsstelle.

Aktuell sind nur noch zwei Plätze in der Einrichtung frei. Aufgenommen werden Kinder ab zwei Jahren und neun Monaten. Der Ortschaftsrat hatte sich schon seit einiger Zeit gewünscht, dass man zukünftig auch jüngeren Kindern einen Platz bietet. In dieser Thematik habe sich aktuell noch nichts getan, sagte Weis.

Weiter wurde in der Sitzung berichtet, dass sich im großen Raum in des Kindergartens der PVC-Boden ablöst. Die Kirche als Träger habe bereits Angebote für eine Erneuerung eingeholt. Der Ortsvorsteher wird im Technischen Ausschuss nachfragen, ob die Erneuerung des Bodens bei den Umbaumaßnahmen mit erledigt werden kann.

Weiter berichtete er vom Handlungsleitfaden für die Vergabe von Kitaplätzen in Freudenberg und dessen Ortsteilen. Der Ortschaftsrat stimmte geschlossen dafür, dem Empfehlungsbeschluss des Verwaltungsausschusses an den Gemeinderat zu folgen.

„Wenn alle Plätze einer Einrichtung fast belegt sind, muss entschieden werden, wer die restlichen Plätze bekommt“, erläuterte Weis den Grund der Richtlinie. Dabei gehe es darum, welche Familie den Platz am nötigsten habe. Die Räte waren sich einig, dass ein einheitlicher Kriterienkatalog von Stadt und Träger der richtige Weg dafür ist. So werde vermieden, dass die Erzieherinnen für eine Aufnahmeentscheidung angreifbar werden.

Sechs Flüchtlinge ziehen um

Weis informierte in der Sitzung darüber, dass die sechs Flüchtlinge, die bisher im Boxtaler Wildbachhof wohnten, nach Rauenberg umziehen. „Der Umzug erfolgt, da der Vertrag für den Wildbachhof ausläuft und es keinen Bedarf mehr für die Nutzung eines solch großen Gebäudes gibt.“ Ab 1. April wohnen sie in einem Haus in der Umgebung der Kirche. Die neuen Einwohner werden von der gleichen Person betreut wie bisher. Bei den Flüchtlingen handele es sich um drei Syrer, einen Afghanen und zwei Iraner. Vier von ihnen hätten aktuell bereits den Status anerkannter Flüchtlinge. „Sie alle besuchen Sprachkurse und wollen sich integrieren.“ In Boxtal habe es keine Beschwerden über sie gegeben, betonte Weis. Die Räte schlugen vor, nach dem Einzug den persönlichen Kontakt zu den Männern zu suchen.

Bei den Anfragen der Räte ging es hauptsächlich um Wege und die Landschaft. So wurde auf die vielen Löcher in den Feldwegen im Hoffeld und der Seestraße verwiesen. Siegbert Weis gab die Information von Revierförster Lars Kaller dazu weiter.

Er selbst, so Weis, habe bereits beschädigte Wege an die Verwaltung gemeldet, die Schäden sollen noch behoben werden. Weiter wurde über Schäden im Bereich Heegweide berichtet. Die Straße sei allgemein in schlechtem Zustand, es gebe Absenkungen, Wasseransammlungen und die Teerdecke breche Teilweise auf. „Die Stadt hat die Repatraturarbeiten schon vergeben, die beauftragte Firma kam aber noch nicht dazu“ erklärte Weis.

Die Räte sahen an mehreren Stellen im Dorf durch Windbruch an Bäumen eine Gefahr. Die Sicherheit der Bäume müsste überprüft werden. Weis erklärte, Kaller werde sich noch darum kümmern, aktuell habe er wegen des Windbruchs im Wald viel zu tun.

Angesprochen wurden zudem die unzureichenden Parkmöglichkeiten am Friedhof. Bei Beerdigungen entstehe seinem Bereich ein Verkehrschaos. Weis erinnerte an einen alten Beschluss des Rates. „Damals sagten wir, so viele Beerdigungen haben wir nicht, deshalb ist die Schaffung eines neue Parkplatz zu aufwendig.“ Er setzt das Thema aber auf die Tagesordnung der nächsten Ortschaftsratsitzung. Dann wird man über Lösungsmöglichkeiten beraten.