Freudenberg

Grußworte beim Neujahrsempfang Ansprachen von Abgeordneten, Pfarrer und Vereinsvertreter

Lob für ehrenamtlich engagierte Bürger

Freudenberg.Zahlreiche Redner beschäftigten sich beim Freudenberger Neujahrsempfang ’(siehe weiteren Bericht) mit der Zukunft der Welt und der Verantwortung dafür.

Bundestagsabgeordnete Alois Gerig hoffte, dass die Besucher in den vergangenen Tagen die Muße gefunden haben, um zurückzublicken. Dieser Rückblick gebe Mut und Hoffnung, um die Herausforderungen anzugehen. Im Mittel gehe es den Deutschen 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und 30 Jahre nach dem Mauerfall besser als den meisten Menschen auf der Erde, meinte er angesichts von Kriegen, Flucht, populistischen und unberechenbaren Regierungschefs und dem Klimawandel. Dieser „geht uns alle an.“ Jeder müsse etwas tun.

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünscht für diese Welt“, zitierte Gerig Mahatma Gandhi. Es gelte nicht einen Schuldigen zu suchen, sondern das eigene Verhalten zu überdenken. Beispielhaft nannte der Redner die umweltfreundliche Gestaltung der eigenen Gärten und den Kauf regionaler Produkte.

Lob hatte er für die Menschen, die im ländlichen Raum anpacken und ehrenamtlich tätig sind. Jeder habe seinen Beitrag zu leisten. Die Politik müsse gute Rahmenbedingungen schaffen. Es stünden den Menschen viele Herausforderungen bevor. „Ich hoffe, wir finden den Mut, diese anzugehen.“

Landtagsabgeordneter Professor Dr. Wolfgang Reinhard betonte: „Wir haben viel für Freudenberg erreicht in den vergangenen Jahren, haben aber noch viel vor uns.“ Mit Blick auf die noch ausstehenden Unterschriften für den Bau der neuen Mainbrücke versprach Reinhart, er werde Druck machen, wenn diese nicht in den nächsten zehn Tagen erfolgen.

Viel erreicht habe man in Sachen Stadtsanierung. So seien im vergangenen Jahr dafür 1,6 Millionen nach Freudenberg geflossen. Reinhart: „Es geht voran.“ Mit Blick auf die Zukunft stellte er fest, „Digitalisierung und Globalisierung werden uns weiter begleiten“. Man werde sie nicht aufhalten, sondern müsse die Veränderungen annehmen.

Auf das vergangene Jahrzehnt meinte der Redner, es sei eine Dekade mit Krisen gewesen, aber auch eine mit dem längsten Wirtschaftswachstum und einem weltweiten Erfolg im Kampf gegen den Hunger. Der Abgeordnete ging auf die starke wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in den vergangenen zehn Jahren ein. Aktuell gebe es erste Konjunkturwolken. Das Tempo des Wandels nehme enorm zu, vor allem die technologischen Sprünge. „Wir brauchen neue Ideen, Kreativität und neues Denken“, meinte der Politiker. Man habe aber auch Grund optimistisch zu sein, verwies er beispielsweise auf die zunehmende Lebenserwartung. Reinhart versprach, man werde sich auch weiterhin für den ländlichen Raum einsetzen.

Pfarrer Reinhold Baumann schloss sich den guten Worten seiner Vorredner an. Er fragte, was bleibe von der Botschaft von Weihnachten und vom Weihnachtsfrieden. Um diesen zu bewahren, sei es wichtig, aufeinander zuzugehen. Baumann: „Tragen wir dazu bei, dass es ein gutes Jahr wird. Werden wir Gottes Segen für andere.“

Vereinssprecher Bernd Hösch dankte der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat für die Unterstützung der Vereine und Organisationen in der Kernstadt und den Ortsteilen. Er hoffte, dass dies auch 2020 so bleibe. Der Bürgermeister habe immer ein offenes Ohr für die Belange der Vereine. „Diese präsentieren die Kleinstadt mit Herz nach außen.“ Insgesamt, hätten die 72 Freudenberger Vereine rund 3000 Mitglieder.

Hösch dankte allen ehrenamtlich Tätigen. „Ohne sie und die Vereinsmitglieder wäre unsere Stadt wertlos.“ Sie seien die tragende Säule der Gemeinschaft. Weiter verwies er auf das 100-jährige Bestehen des SC Freudenberg, das vom 3. bis 5. Juli auf dem Sportgelände gefeiert wird. An alle richtete er abschließend den Appell: „Packen wir 2020 an.“

Gemeinsam stimmten am Ende des offiziellen Teils des Empfangs alle Gäste das „Badnerlied“ und die deutsche Nationalhymne an. bdg