Freudenberg

Quartiersmanagement Einrichtung erfolgt in Kooperation mit dem Caritasverband

Jugendarbeit ist Schwerpunkt

Freudenberg.In Kooperation mit dem Caritasverband Tauberkreis wird in Freudenberg ein Quartiersmanagement eingerichtet, dessen Schwerpunkt "auf der sozialraumorientierten mobilen Jugendarbeit" liegen soll. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Montag einstimmig den Abschluss eines entsprechenden Kooperationsvertrags.

Anstellungsträger für die pädagogische Fachkraft, die sich mit einer Halbtagsstelle um die Aufgabe kümmern soll, ist der Caritasverband. Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt Freudenberg, die auch die Räume zur Verfügung stellt. In diese sollen auch die Integrationsbeauftragten einziehen.

Auslöser für die Überlegungen, die nun in die Einrichtung des Quartiersmanagements münden, war die Senkung der Kreisumlage um 0,2 Prozent, wobei die Städte und Gemeinden verpflichtet sind, die dadurch freiwerdenden Mittel zweckgebunden für die Einrichtung von Familienzentren zu verwenden. Im Falle Freudenbergs handelt es sich um einen Betrag von rund 10 000 Euro jährlich.

Handlungsbedarf

"Damit ist aber kein Familienzentrum möglich", so Bürgermeister Roger Henning in der Sitzung. Mit dem Caritasverband habe man deshalb Gespräche aufgenommen und eine Konzeption sowie eine Vereinbarung zum "Quartiersmanagement Freudenberg" erarbeitet. Insbesondere in der Jugendarbeit und in der Unterstützung von Familien sehe man Handlungsbedarf.

Die Arbeit, das machte Henning deutlich, "betrifft nicht nur die Stadt, sondern auch die Ortschaften". Ein entscheidender Baustein der Finanzierung ist eine inzwischen bewilligte Unterstützung aus der nichtinvestiven Städtebauförderung in Höhe von 94 500 Euro, aufgeteilt auf fünf Jahre.

Ellen Schnellbach (CDU) freute sich, "dass das jetzt ein Thema ist", sei doch gerade die Jugend in Freudenberg "oft sich selbst überlassen". Andere Kommunalpolitiker wie Klaus Weimer (Freie Wähler) und Siegbert Weis (CDU) hatten dagegen Probleme damit, vor allem wegen möglicher finanzieller Auswirkungen für die oft klamme Stadt. Dennoch stimmten am Ende alle dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu. ek