Freudenberg

Burgschauspielverein Freudenberg Vertrag wurde am Freitag unterzeichnet / Corona-Bedingungen stellen große Herausforderung für die kommende Spielzeit dar

Jan-Markus Dieckmann führt Regie

Archivartikel

Der Burgschauspielverein Freudenberg hat einen neuen Regisseur: den 42-jährigen Jan-Markus Dieckmann aus Wiesbaden. Vertragsunterzeichnung war am Freitag im Freudenberger Rathaus.

Freudenberg. Matthias Gallas, Vorsitzender des Burgschauspielvereins Freudenberg, sprach von einer für die nächsten Jahre Weg weisenden Entscheidung des Vereins. Dank der Stadt Freudenberg könne die Vertragsunterzeichnung in einem entsprechenden Rahmen stattfinden. Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning freute sich, dass Dieckmann sich entschieden habe, das Angebot anzunehmen.

Die Suche nach einem neuen Regisseur, so Gallas, sei noch vor der Corona-Krise in die Wege geleitet worden. Die Regiestelle sei auf einer einschlägig bekannten Internetplattform ausgeschrieben worden, 52 Bewerber hätten sich gemeldet. Alle Bewerbungen seien von der Spielleitung gesichtet und anhand einer Bewerbungsmatrix unter erschwerten Lockdown-Bedingungen ausgewertet worden.

Der Vorsitzende erläuterte, dass 14 Kandidaten zu einem Kennenlerngespräch nach Freudenberg eingeladen worden waren. Danach seien drei Kandidaten vorgeschlagen worden. Man habe beschlossen, zunächst mit Jan-Markus Dieckmann in Vertragsverhandlungen zu treten und sei über die Konditionen schnell einig geworden. Der Vertrag gehe über die Spielzeiten 2021 und 2023, beinhalte eine Sonderkündigungsklausel nach 2021 und eine Verlängerungsoption. Gallas erläuterte, 2023 solle der „Glöckner von Notre Dame“ zur Aufführung kommen. Für 2021 suche man noch nach einem Stoff, der auch unter Corona-Bedingungen auf der Burg aufgeführt werden könne. Die Bekanntgabe des Stückes für 2021 erfolge noch in diesem Jahr.

Der Vorsitzende ging auf die Beweggründe sich, sich für Jan-Markus Dieckmann als neuen Regisseur zu entscheiden. Neben dessen beruflichen Qualifikationen spreche für ihn, bereits selbst einen Amateurtheaterverein gegründet zu haben. Er kenne sowohl die Vereinsarbeit als auch den Umgang mit Amateuren und habe Erfahrung mit Freilichtbühnen. Zudem gehe der Burgschauspielverein davon aus, dass Dieckmann mit allen in Freudenberg mitspielenden Generationen zurechtkommen könne.

Der neue Regisseur erläuterte, er arbeite mit Profi-Schauspielern ebenso wie mit Amateuren. Dies habe sich als fruchtbar herausgestellt. Er wolle schauen, wie es mit dem ganz großen Ensemble gehe. Dieckmann: „Ich habe absolut Lust darauf“. Bei den Gesprächen im Vorfeld habe er gemerkt, dass die Chemie zwischen ihm und den Vereinsvertretern stimme. Die kommende Saison gestalte sich durch die von Corona bestimmten Rahmenbedingungen schwierig. Ein Agieren auf der Bühne ohne körperliche Nähe sei sehr spannend, aber es funktioniere, wenn auch nicht im ganz großen Rahmen. Man benötige Zeit und Gespür.

Laut Terminkalender des Burgschauspielvereins Freudenberg ist der Probenbeginn für den 30. April kommenden Jahres geplant. Die erste Aufführung ist für den 19. Juni geplant.