Freudenberg

Freizeit Badesee lockt viele Gäste an / Mögliche Besucherzahl wird von 800 auf 1200 erweitert / Zusätzliche Tarife für Familien und in den Abendstunden

Hygienekonzept hat sich bewährt

Archivartikel

Vor einigen Wochen wurde der Badebetrieb am See aufgenommen. Weil sich das Hygiene-Konzept bewährt hat, können jetzt die Besucherzahlen steigen.

Freudenberg. „Der Badesee im Seepark – Regelbetrieb in Pandemiezeiten“, so lautete der Titel der Präsentation von Bürgermeister Roger Henning. Er zog damit ein kleines Resümee über die bisherige Öffnung des Badesees seit 19. Juni.

Berücksichtigt waren die Daten bis 21. Juli. „Das Bade- und Hygienekonzept hat sich bewährt“, schickte er seinen Ausführungen voraus. Mit Blick auf die Nachbargemeinden freute er sich darüber, dass zwar viele ihre Badeseen und Schwimmbäder öffneten, aber der Freudenberger See mit einigen Vorteilen punkten könne. Henning zählte auf, dass durch die Regelungen vor Ort kein Mund-Nasen-Schutz nötig sei und es außer dem Einhalten des Mindestabstands keine Bewegungseinschränkungen gäbe. Auch ein Schwimmen im Kreis oder eine Begrenzung der Anzahl der Schwimmer ist nicht notwendig.

Am Sonntag, 19. Juli, wurde die maximale Besucherzahl von 800 Badegästen erreicht. Auch während dieses Ansturms habe sich das Hygienekonzept bewährt. „Wir gehen nun hoch auf maximal 1200 Gäste“, sagte Henning zu.

Alle Attraktionen im See seien gleichzeitig geöffnet, jedoch unter dem Vorbehalt, wenn etwas vor falle, seien Teilsperrungen möglich. Ein weiterer Vorteil des Freudenberger Badesees sei es, dass ein Aufenthalt von sechs bis acht Stunden möglich sei.

Der Kartenverkauf

„Die Senkung der Mehrwertsteuer geben wir zu hundert Prozent an die Gäste weiter“, führte Henning weiter aus. Bis zum 21. Juli gab es insgesamt 1657 Transaktionen beim Kartenkauf, wobei eine Transaktion mehrere Karten umfassen kann. Insgesamt wurden im Berichtzeitraum 5358 Eintrittskarten verkauft. Der Umsatz lag bei 13 329 Euro.

Die Kosten durch die zusätzlichen Hygiene-Auflagen bezifferte Henning auf 11 158 Euro. Hinzu kommen die regulären Kosten für den Betrieb des Badesees.

Erweitert hat die Verwaltung inzwischen die Zahlungsmöglichkeiten für die Onlinebuchungen der Eintrittskarten. Zusätzlich sind die Karten im Tourismusbüro und dem Bürgerbüro erhältlich. In diesem Zusammenhang hatte die Verwaltung die Anregungen von Badegästen geprüft, die vor allem das Ticketsystem betrafen. Ein Verkauf eines begrenzten Ticketkontingents vor Ort sei nicht möglich. Außerdem empfehle die Landesverordnung ein Onlineticketsystem und es gelte Warteschlangen zu vermeiden. Fachbereichsleiter Markus Tremmel ergänzte, dass ein Ticketverkauf vor Ort unter Umständen für Ärger bei den Kunden und Diskussionen vor Ort sorgen würde, wenn die Tickets ausverkauft seien.

Weitere Angebote

In Erfüllung geht der Kundenwunsch nach weiteren Kartenarten. So stimmte der Gemeinderat für die Einführung einer Familien-Tageskarte sowie einer Abendtarif-Karte. Die Familien-Tageskarte wird für zwei Erwachsene und zwei eigene Kinder gelten und 7,50 Euro pro Tag kosten. Im Buchungsprozess muss dann die Familie neben dem Familien-Ticket drei weiteres Tickets zu 0 Euro buchen, damit die Daten aller Gäste erfasst werden. Der Eintritt für Kinder unter sechs Jahren bleibt kostenlos.

Der neue Abendtarif wird von 18 Uhr bis zum Ende der Badezeit gelten und 1,50 Euro kosten. Die Tickets sollen bald möglichst angeboten werden. Bei einer Gesamtbesucherzahl von 800 wäre die Einführung dieses Tarifs nicht möglich gewesen, betonte der Bürgermeister ausdrücklich. Durch die Erhöhung auf 1200 Personen sei dies nun unproblematisch. Möglich sei auch, die 50 Abendschwimmer zusätzlich zu den 1200 Gästen einzulassen.

Eine Jahreskarte ist hingegen nicht umsetzbar, da diese dem Inhaber einen rechtlichen Anspruch auf Einlass zusichert. Dies sei aber mit der Begrenzung der Anzahl der Badegäste nicht möglich.

Verbesserungen soll es in Zukunft beim kostenlosen WLAN am Badesee geben.

Am Ende resümierte Bürgermeister Roger Henning, dass laut Aussage der Mitarbeiter sich die Gäste vorbildlich verhalten. Dennoch gebe es Arbeit für die Sicherheitskräfte. Außerdem seien beim Abarbeiten von Warteschlangen hilfreich. Man werde den Dienst daher auch zukünftig aufrecht erhalten.