Freudenberg

Ortschaftsrat tagte Aus dem Kanal in der Raubachstraße riecht es weiterhin / Schädlingsbekämpfer gegen Wühlmäuse auf dem Friedhof im Einsatz

Gestank ist nach wie vor ein großes Thema

Archivartikel

Bei den Haushaltsmittelanforderungen des Ortschaftsrats Rauenberg für das kommende Jahr finden sich in Rauenberg bekannte Punkte wie der Umbau des Rathauses zum Bürgertreff.

Rauenberg. Der Ortschaftsrat beschloss in seiner Sitzung am Freitag Anforderungen für Projekte, die schon lange auf der Wunschliste des Dorfs stehen. Zur besseren Einhaltung der Hygiene- und Abstandsauflagen fand die Sitzung im „Heimarthof“ statt Beantragt wurden erneut die Mittel zum Umbau des Rathauses zu einem Bürgertreff.

Wie Ortsvorsteher Siegbert Weis erklärte, wird es in diesem Monat ein Gespräch von Planer und Ortschaftsrat geben. Weiterhin wünscht man sich Mittel für ein neues Spielgerät auf dem Spielplatz. „In die Spielplätze in Wessental und Freudenberg hat man schon viel investiert, wir in Rauenberg haben einen großen Spielplatz, brauchen aber neue Geräte“, so Weis. Nachdem ein Antrag auf Leader-Förderung für das Spielgerät nicht gestellt wurde, möchte man 2021 einen solchen Förderantrag stellen. Auch Eigenleistung sei als Unterstützung beim Errichten der Spielgeräte möglich. Weitere Mittel wurden für die Überplanung des Friedhofs sowie die Sanierung der Eidelsgasse beantragt. Letztere werde immer schlechter, so der Ortsvorsteher.

Siegbert Weis berichtete, dass Projekte, die eigentlich im laufenden Haushaltsjahr geplant waren, oft aufgeschoben werden mussten. Voran gehe es mit dem Projekt der Umgestaltung des Kirchplatzes und des Wegs zum Kindergarten. Der Termin für die notarielle Beurkundung des Kaufs der Flächen „Raubachstraße 24“ habe stattgefunden, so Weis. Die nächsten zehn Tage werde der Strommast als vorbereitende Maßnahme dort entfernt. Weitere Schritte würden folgen.

In seinen aktuellen Informationen hatte er sowohl Negatives als auch Positives zu berichten. Die starke Geruchsbelästigung in der Raubachstraße aus dem Kanal halte weiter an. Stellenweise habe man das Gefühl, es sei schlimmer als zuvor in der Eidelsgasse. „Aktuell sind weiter Maßnahmen am Laufen.“ Details sollen zeitnah in einer Besprechung mit Bürgermeister Roger Henning und der zuständigen Abwasserbeseitigung Wertheim erörtert werden.

Auch in der Bürgerfragerunde wies ein Rauenberger auf die Belastung durch den Gestank hin. Man müsse diesen schon zwei Jahre lang ertragen, weshalb dringend etwas passieren müsse. Weis bekräftigte die Forderung. „Es wurde schon viel gemacht, aber wenn die Maßnahmen nichts bringen, haben die Anwohner auch nichts davon.“

Siegbert Weis berichtete von Wühlmäusen auf dem Friedhof des Dorfs. Er und die Räte lobten die schnelle Reaktion der Stadtverwaltung auf die Meldung. So war der Schädlingsbekämpfer bereits im Einsatz. Weis verwies auf verschiedene massive Rückschnitte von Hecken auf dem Friedhof, so dass sich diese neu entfalten können. Außerdem sollen zwei Bäume am Kriegerdenkmal gefällt werden. Dies war eigentlich schon für den Frühjahr vorgesehen, musste aufgrund der Pandemie aber verschoben werden.

Der Grünschnittcontainer bei der ehemaligen Kläranlage ist bis zum letzten Samstag im Oktober jeweils Samstags von 16 bis 17 Uhr geöffnet.

Weiter informierte der Ortsvorsteher darüber, dass der Volkstrauertag nach aktuellem Stand trotz Pandemie regulär stattfinden kann. Mit der musikalischen Umrahmung werde es jedoch schwierig, da den Gruppen im Ort wegen der Auflagen die Proben fehlten. So schlug er eine Kranzniederlegung im kleinen Rahmen auf dem Friedhof vor.

Darüber hinaus bat er um Unterstützung der Bürger. So werde weiterhin ein Hausmeister für die Schule und die Raubachhalle sowie eine Kraft für den Winterdienst im Dorf gesucht. Interessenten können sich beim Ortsvorsteher melden. Erfreulich war für die Ortschaftsräte, dass im Rahmen der Ausgleichsmaßnahme für den Windpark der alte Rundwanderweg im Bereich des Bohrbrunnen wiederhergestellt wird. Im momentanen Zustand sei er schlecht begehbar, war zu erfahren. Aktuell wurde in dem Bereich des Weges ausgeholzt und freigeschnitten.

Einhellig stimmte der Ortschaftsrat zwei Anträgen in Bauangelegenheiten zu. Zum einen zum Bauvorbescheid für Umbauten an einem Haus im Wasenfeld sowie um den Neubau eines Einfamilienhauses in der Straße an den Wiesen im Neubaugebiet Maueräcker. „In den Maueräckern gibt es aktuell nur noch drei freie Bauplätze“, fügte Weis an. Man freue sich über Interessenten dafür. In ihren Anfragen meldeten die Räte mehrere massive Schäden an Wegen. Unter anderen wurde auf die großen Löcher im Belag des Weg von Rauenberg zum Dürrhof hingewiesen. Weis berichtete zudem von einem Radunfall auf diesem Weg, der die Gefährlichkeit der Schäden zeige. Er habe die Stadt auf das Risiko hingewiesen, ein Angebot für die Reparatur des Wegs liege vor. Die Stadtverwaltung müsse nun noch den Auftrag dafür erteilen.

Eine weitere Frage der Räte betraf die Einrichtung einer Betreuung unter dreijähriger Kinder im Rauenberger Kindergarten. Laut Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Herbert Grein wäre dies aus baulicher Sicht möglich. Weis werde bei der Verwaltung nachfragen, wie man zukünftig mit dem Angebot einer Gruppe für unter Dreijährige in den Ortsteilen vorgehen möchte. bdg