Freudenberg

Gemeinderat Veränderungen auf dem „St.-Wendelinus“-Areal in Rauenberg / Barrierefreier Zugang zur Kirche und Verbesserung der Wege zum Kindergarten

Gemeinschaftsgelände wird neu geordnet

Mit der zukunftsorientierten Gestaltung der Rauenberger Gemeinschaftseinrichtungen „St. Wendelinus“ hat sich der Freudenberger Gemeinderat am Montag befasst und die Planungen dafür gebilligt.

Freudenberg. Wenn man sich in Rauenberg darüber unterhält, wie gut man die Gemeinschaftseinrichtungen erreicht, dann könnte man auch ein Lied davon singen: „Dieser Weg wird kein leichter sein“, zum Beispiel. Zur katholischen Kirche sind 40 Treppenstufen zu überwinden, vor allem für ältere Gläubige kein einfaches Unterfangen. Und zum Kindergarten sind es noch einmal zehn.

Mit dem Auto ist es kaum einfacher, denn die einzige „Straße“ ist ein 500 Meter langer, geschotterter Feldweg außerhalb des Ortes. Am Ziel angelangt, fehlt es an Parkplätzen. Aber das soll sich jetzt ändern.

Als Vertreter der Kirchengemeinde und des Stiftungsrates erläuterte Herbert Grein, der gemeinsam mit Architekt Michael Bannwarth zur Sitzung gekommen war, dem Gemeinderat am Montag das Projekt „Zukunftsorientierte Gestaltung der Rauenberger Gemeinschaftseinrichtungen St. Wendelinus“.

In den 50er- und 60er-Jahren sei das noch gar kein Thema gewesen, meinte Bürgermeister Roger Henning einleitend. „Damals gab es weniger Fahrzeuge und man ist viel mehr gelaufen.“ Heute habe sich die Situation grundlegend geändert. Henning räumte auch ein, dass der Kindergarten in Rauenberg die am schlechtesten erschlossene aller Freudenberger Betreuungseinrichtungen ist. Der Bürgermeister dankte vor allem Grein für seine Vorarbeiten.

Der wiederum berichtete, dass im Vorfeld viele Gespräche mit den Beteiligten und Verantwortlichen geführt wurden und zeigte sich zuversichtlich, dass es jetzt in den politischen Gremien „keine großen Probleme geben wird“. Das erwies sich dann auch als zutreffend.

Acht Parkplätze

Durch verschiedene Grundstücksverkäufe und -arrondierungen, in die Stadt, Kirchengemeinde involviert sind, wird eine Neuordnung des Geländes möglich. Vorgesehen ist ein barrierefreier Zugang zur Kirche und eine Verbesserung der Zuwegung zum Kindergarten. Außerdem ist geplant, acht Parkplätze anzulegen, davon einer behindertengerecht ausgeführt. Zuvor muss hierfür ein altes Wohnhaus mit Nebengebäuden abgerissen werden. Für eine bestehende große Scheune gibt es einen Kaufinteressenten. In der Planung enthalten ist ferner ein Beleuchtungskonzept und das Aufstellen Sitzmöglichkeiten, um die Gelegenheit zu bieten, länger zu verweilen.

Unter anderem deshalb wurde für das Projekt durch die Leader-Aktionsgruppe Regionalentwicklung Badisch-Franken auch eine Förderung zugesagt. „Nur deshalb ist die Umsetzung des Vorhabens überhaupt möglich“, machte Bürgermeister Henning deutlich.

Beginn im Frühjahr

Der Gemeinderat wiederum hat maximal 40 000 Euro im Haushalt vorgesehen. Außerdem übernimmt die Stadt für ihr neu hinzukommenden Flächen die Räum- und Streupflicht und die Pflicht zur Instandhaltung der Wasser- und Abwasserleitungen. „Es steckt noch viel Arbeit in dem Projekt“, so Henning. Man müsse aber loslegen, um die Förderung nicht zu gefährden. Architekt Bannwarth erläuterte, es sei vorgesehen, im Frühjahr zu beginnen und die Maßnahme innerhalb von sechs Monaten weitgehend abzuschließen.

In verschiedenen Stellungnahmen befürworteten mehrere Gemeinderäte das Projekt, bevor das Gremium dann die städtische Beteiligung ebenso einmütig beschloss, wie er dem Bauantrag für die Parkplätze das Einvernehmen erteilte.