Freudenberg

Freudenberger Stadträte bringen Bürgerbedenken vor Senioren sei es nicht zuzumuten, bis Bad Mergentheim zu fahren / Vergaben für Bauhof und Feuerwehrgerätehaus

„Ein Unding, dass es kein zentraleres Impfzentrum gibt“

Freudenberg.Bei der Gemeinderatssitzung brachten die Stadträte einige Anliegen von Bürgern vor. Hartmut Beil, Peter Eckert und Margarete Schmidt forderten etwa eine mobile Covid-19-Impfstation. Es sei ein „Unding, dass es für das Impfzentrum keinen zentraleren Standort als Bad Mergentheim gibt“, schimpfte Eckert. Sie waren sich einig, dass es den Senioren nicht zuzumuten sei, so weit zu fahren. Unverständlich sei, dass keine Impfungen für Freudenberger im Impfzentrum Miltenberg möglich seien. Schließlich könne man sich ja auch im bayrischen Nachbarlandkreis testen lassen.

Bürgermeister Roger Henning sagte, das Thema werde bei den Bürgermeisterversammlungen stark diskutiert. Auch Wertheim habe den Standort des Impfzentrums kritisiert. Er verwies aber auch darauf, dass Gründe für Bad Mergentheim sprachen, da es sich bei der Halle um eine spezielle Katastrophenschutzhalle handle. Die sei Bedingung für die Ansiedelung gewesen. Dennoch sei es auch für ihn nicht zumutbar, dass „Freudenberger eine halbe Weltreise für eine Impfung machen müssen“. Derzeit werde auch über mobile Impflösungen oder die Impfmöglichkeit in Miltenberg diskutiert.

Weg in schlechtem Zustand

Heiko Brand fragte nach der Rampe an den Toiletten beim Maingarten. Diese solle laut Henning im Februar aufgebaut werden. Weiter wies Brand auf den schlechten Zustand des Wegs um den Baggersee hin. Dieser soll geprüft werden. Eckert schlug vor, den Parkplatz beim Tremhof zu sperren, da er immer mehr zur Müllkippe verkomme. Hier sei, so Henning, die Stadt nicht zuständig, da es sich um eine Landesstraße handle. Er gebe den Hinweis an das Landratsamt weiter.

Einstimmig genehmigte das Gremium eine ganze Reihe von Vergaben für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und Bauhofes zu. Henning freute sich, dass man bisher im Kosten und Zeitplan sei. Aktuell liege man sogar deutlich unter der Kostenschätzung. „Es werden aber auch Elemente kommen, die über der Schätzung liegen“, betonte Henning.

Den Auftrag für das Gewerk Heizung für beide Neubauten erhielt die Firma Greulich aus Richelbach zum Angebotspreis von 223 308 Euro brutto (Kostenschätzung 191 236 Euro). Für die eingesetzte Technik fließen Zuschüsse, die die Ausgabe reduzieren. Verbaut werden je eine Luft-Wasser-Wärmepumpe pro Gebäude. So ist bei Ausfall eines Geräts sichergestellt, dass zumindest das zweite Gebäude noch beheizt werden kann.

Wärmepumpe als Alternative

Gemäß dem Auftrag des Gemeinderats wurde vom verantwortlichen Ingenieurbüro Metzger die Alternative Solewärmepumpe geprüft. Diese wäre jedoch mit Investition und laufenden Kosten über 20 Jahren circa 14 000 Euro teurer gewesen als die nun beauftragte Lösung.

Den Auftrag für das Gewerk Lüftung für beide Gebäude erhielt die Firma EWS aus Ellwangen für 161 197 Euro brutto (Schätzung 142 299 Euro). Das Gewerk Sanitär für beide Neubauten wird die Firma Greulich aus Richelbach für 149 655 Euro brutto ausführen (Schätzung 131 480 Euro).

Die Ausstattung erfolgt im mittleren Standard, Warmwasser wird durch dezentrale Durchlauferhitzer erzeugt, da es in den Gebäuden nur sporadischen Warmwassergebrauch gibt. Es werden in beiden Häusern Sanitärbereiche für Frauen und Männer geschaffen.

Den Auftrag für die Elektroarbeiten in beiden Gebäuden erhielt die Firma Wirl Elektrotechnik aus Kleinheubach für 458 525 Euro brutto (Schätzung 482 379 Euro).

Die Arbeiten für Metallbau, Verglasung und Raffstore wir die Firma Ruf Fassadentechnik Kleinheubach für 118 298 Euro brutto ausführen (Schätzung 138 040 Euro).

Die Installation der Sektionaltore beider Gebäude erfolgt durch die Firma Helbing Tortechnik Bad Tennstedt für 77 019 Euro (Schätzung der Kosten im Vorfeld 121 975 Euro).

Die folgenden Arbeiten wurden nur für den Bauhofneubau vergeben: Den Auftrag für die Estricharbeiten erhielt die Firma Schmidt GmbH aus Erlebnach für 9 587 Euro brutto (Schätzung 10 429 Euro). Innenputz und Trockenbau wird der Malerbetrieb Schmitt aus Altenbuch für 44 352 Euro brutto vornehmen (Schätzung 41 2887 Euro).

Die Installation des Wärmedämmverbundsystems erfolgt durch die Firma Stefan Eck GmbH aus Amorbach für 66 300 Euro brutto (Schätzung 69 912 Euro).

Weiterhin wurde für die Bauarbeiten zu beiden Gebäuden das Ingenieurbüro Johann und Eck aus Bürgstadt zum Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator bestellt. Ein solcher ist rechtlich vorgeschrieben. Die Auftragssumme liegt bei diesem Gewerk bei 12 495 Euro brutto.