Freudenberg

Konzert der Musikschule Viele Zuhörer in der Alten Kirche mit buntem Programm auf den Frühling eingestimmt

Ein Stelldichein der Künstler von morgen

Archivartikel

Mit instrumentaler und gesanglicher Vielfalt stimmten die Schüler der Musikschule Freudenberg auf den Frühling ein.

Freudenberg. In gewohnt sehr guter Qualität boten Instrumentalisten und Gesangsschüler am Sonntagnachmittag in der Alten Kirche in Freudenberg ein umfassendes Programm, das die Gäste mit großem Applaus honorierten. Eröffnet wurde das Konzert durch das Schulorchester mit dem von seinem Leiter Johann Wolpold komponierten „Freudenberg Rock“

Musikschulleiter Michael Korn freute sich, dass die Musiker die Gäste in Zeiten der vielen schlechten Nachrichten zumindest für einige Stunden in den Traum vom Frühling entführen. Korn übernahm auch die Moderation.

Jasmin Grams (Lehrerin Natalie Hirsch) erfreute am Keyboard mit der allseits bekannten Melodie von Friedrich Silchers „Ich weiß nicht, was soll das bedeuten“. Mit „Noche en Los Andes“ bot das Gitarrenquintet aus fünf Nachwuchsmusikern (Lehrer Roman Doubravsky) träumerische Klänge, die die Zuhörer in eine Sternennacht in den Anden versetzten.

Nachdem sie schon in der Gruppe zu hören war, begeisterte Sophia Scheiber auch Solo. Sie spielte „Hut im Wind“ von Marie Linnemann. Die Qualität der Gesangsausbildung an der Musikschule Freudenberg zeigten unter anderem zwei junge Nachwuchstalente.

Isabella Luja und Franziska Arnold sangen den fetzigen Hit „Die Blumen tanzen Rock’n’Roll“. Begleitet wurden sie dabei von ihrer Lehrerin Hirsch am E-Piano. Im Lied erzählen sie von der Natur, die im Frühling erwacht.

„Freude schöner Götterfunken“

Im 250. Jubiläumsjahr von Ludwig van Beethoven durfte eines der bekanntes Stücke des Komponisten nicht fehlen. Christian Kern spielte aus Bethovens neunter Sinfonie die „Ode an die Freude“, besser bekannt unter dem Titel: „Freude schöner Götterfunken.“ Auf dem E-Piano ließ er die bekannte Melodie im Sound von drei Tasteninstrumenten erklingen. Fester Bestandteil des Konzerts sind die Auftritte der „Freudenberger Goldkehlchen“, ein Schulchor von Musikschule und Lindtalschule. Der Chor erfüllte das alte Gotteshaus mit der italienischen Volksweise „Tiritomba“, in diesem Fall jedoch mit deutschem Text. In den Soloparts zeigte sich die Stärke der jungen Sänger.

Das Klarinettenduo Dunja Zipprich und Vanessa Schweitzer (Lehrer Sebastian Wagner) überzeugte mit zwei bekannten Stücken. Sie ließen einstimmig „Wir sind zwei Musikanten“ und zweistimmig „Der Kuckuck und der Esel“ erklingen.

Die nächsten Mitwirkenden hatten sich moderne Charthits ausgesucht. Mit Andreas Bouranis „Auf uns“ zeigten Mara und Lennard Scheurich sowie Adrian Häcker (Lehrer Rainer Kern) mit Gitarre und Gesang ihr Können. „Perfect“ von Ed Sheeran ließ Maximilian Jeske auf besondere Weise erklingen. Er bewies damit allen Konzertbesuchern, dass der bekannte Hit auf dem Akkordeon gespielt, gleichermaßen begeistern kann. Der Musikschulleiter drückte seinen Stolz darüber aus, dass endlich wieder einmal ein Schüler mit diesen Instrument bei einem Konzert auftritt.

Larissa Hasenfuß hatte sich für einen Hit aus dem Musical „Tarzan“ entschieden. Begleitet von ihrem Lehrer sang sie die deutsche Version von „You’ll be in my heart“ („Dir gehört mein Herz“) von Phil Collins.

Bei ihrem zweiten Auftritt begeisterte das Schulorchester mit „The Avengers“ von Alan Silvestri.

Bürgermeister Roger Henning dankte der städtischen Musikschule für vier Jahrzehnte gute Arbeit. Diese Einrichtung bildet nicht nur Künstler aus sondern unterstütze auch intensiv die Musikvereine. Henning wies in diesem Zusammenhang auf die Bläserklassen der Grundschulen hin.In seinen Augen sind die Musikschüler von heute die Stars von morgen.

Lizzy Pfauch, Elias Böxler, Helena Kern und Lena Schneider nahmen die Gäste mit Gitarren und Gesang mit in die Welt des Drachen Tabaluga. Bei „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay träumte sich so mancher Erwachsene Zuhörer zurück in die eigene Kindheit. Begleitet wurden die vier Mädchen von ihrem Lehrer Michael Korn.

Traditionell wurde es mit dem Folklore-Jig aus Irland, welches das Streicher-Ensemble unter Leitung von Christine Hermann vortrug. Es ist die Melodie eines Hochzeitszugs.

Passend zu ihren historischen Instrumenten Tenor-Blockflöte, Violine und Violoncello hatte sich das „Historische Musizierensemble“ (Leitung Dorothee Kern) zwei Stücke ausgesucht.

Sie ließen gefühlvoll das Kirchenlied „ Oh Haupt, voll Blut und Wunden“ von Leo Haßler (1564 bis 1612) in einem Satz von Johann Sebastian Bach erklingen. Im Anschluss füllten die Töne von „Sarabande“ von Arcangelo Corelli (1653-1713) den Raum.

Gefühlvoll und traditionell

Romantisch gefühlvoll wurde es beim Gesangsauftritt von Emely Düll und Jennifer Beck. Sie sangen den aus Norwegen stammenden und inzwischen über 500 mal kopierten Hit „You raise me up“.

Bühnenprofi Svenja Zipprich (Lehrer Andreas Voigt) hatte sich für einen Klavierstück entschieden. Sie zeigte mit der „Sonatine in C-Dur“ von Friedrich Kulau wieder einmal ihr Können.

Traditionell wurde es beim verträumten „Greensleeves“ aus England. Gespielt wurde es von der neuen Geigenlehrerin der Musikschule und bekannten Geigerin Christine Hermann.

Mit Elton Johns „Can you feel the love tonight“ nahm das Gesangstrio Svenja Zipprich, Johanna Strüber und Melissa Hasenfuß die Gäste mit in die Welt des „König der Löwen“. Alle drei Sängerinnen feiern bereits große musikalische Erfolge.

Mit „TNT“ der Hardrockband AC/DC bot das Schulorchester einen wuchtigen Konzertabschluss.