Freudenberg

44 Aussteller und 22 Flohmarktstände Veranstaltung begann traditionell mit dem Zug der Vereine / Die Nabu-Gruppe zeigte Zwergfledermäuse

Ein gutes Jahr für den Herbstmarkt

Archivartikel

Holz- und Knüpfkunst, eine Hüpfburg für Kinder – den Besuchern wurde an den Ständen auf demHerbstmarkt wieder einiges geboten. Auch Fair-Trade-Produkte wurden verkauft.

Freudenberg. Nicht nur die große Zahl an Besuchern, die zum Freudenberger Herbstmarkt strömten, war rekordverdächtig. Auch bei der Standvielfalt erreichte man beeindruckende Zahlen. Zufrieden berichtete Marktmeisterin Petra Fiederling vom Tourismus- und Kulturbüro der Stadt, dass es in diesem Jahr 44 Aussteller und zusätzlich 22 Flohmarktstände gab. Eine Zahl die bisher selten erreicht wurde.

Der Markt begann traditionell mit dem Zug der Vereine durch die Straßen vom Rathaus zum Markt. Bürgermeister Roger Henning eröffnete zusammen mit den Böllerschützen, den Freudenberger Herolden und der fränkischen Apfelkönigin Veronika Streun aus Richelbach den Markt. Freudenberg sei es wichtig regionale Produkte anzubieten, dies gehöre auch zum Fair-Trade-Gedanken, betonte Henning.

Der Herbstmarkt in Freudenberg war die letzte „Amtshandlung“ von Streun. 2017 wurde sie Apfelkönigin. „Wo könnte es schöner dafür sein“, sagte Henning. Ihre Krone hatte die Richelbacherin bereits an ihre Nachfolgerin weitergegeben. Das brachte das Team des Fair-Trade-Stands auf die Idee im Laufe des Mittags Streun an ihrem Obststand zu besuchen und ihr eine selbstgebastelte Krone zusammen mit einer fair gehandelten Rose zu schenken. Henning dankte in seiner Begrüßung allen Beteiligten, die den Markt möglich machten.

Erntedankfest eingeläutet

Der Herbstmarkt läute auch das bald bevorstehende Erntedankfest ein. Dank zu sagen sei wichtig. In der heutigen Zeit sollten die Menschen dankbarer sein, auch für Dinge, die uns alltäglich erscheinen. Den Besuchern wünschte er viel Vergnügen beim Bummeln über den Markt. Nachdem er die Markturkunde von Maximilian II. vom 29. Juli 1568 verlesen hatte, übergab er den Marktstock an Fiederling. Sie stellte das umfangreiche Programm des Tages vor. Zum Frühschoppen spielte die Stadtkapelle Freudenberg, ab dem Nachmittag unterhielten die „Kern Brothers“. Der Künstler Rainer Bergmann, der zusammen mit Christiane Weber aktuell in der Amtshausgalerie ausstellt, gab dort einen Einblick in sein Arbeit.

Stadtführerin Anita Puterbaugh führte Interessierte am Nachmittag durch das Mainvorland. Bürgermeister Rogger Henning stand den Bürgern am Nachmittag für Gespräche und Anliegen zur Verfügung.

Die Stände am Herbstmarkt boten zahlreiche Gelegenheiten sich mit Leckereien, Schönen und Nützlichem einzudecken. Neben regionalen Speisen und Getränken, gab es wie gewohnt türkische Spezialitäten. Der neue Sekt der Stadt Freudenberg konnte verkostet und gleich gekauft werden.

Es gab Kunsthandwerk und Handarbeiten, Haushaltsartikel, Kinderprodukte, Süßigkeiten und einiges rund ums Haus. Am Markt zeigte der Verein der Salzknechte Schwäbisch Hall, wie Salz über dem Holzfeuer gesiedet wird. 80 Grad Celsius die beste Temperatur dafür ist. Weiter lernten die Gäste, dass der Name „Hall“ im Ortsnamen auf Salzabbau hindeutet. Informieren konnte man sich auch bei den politischen Parteien, bei der VDK Freudenberg, den Stadtwerken Freudenberg und der Fair-Trade-Initiative der Stadt. An deren Stand wurden auch fair gehandelte Produkte wie der Burundi Kaffee angeboten.

Auch für den Nachwuchs war viel geboten. Bei der Sparkasse Tauberfranken spielten die Kinder Minigolf und durften sich auf der großen Hüpfburg austoben. Das Team von „Fun for Kids“ bot malen, eine Spielstraße und ein Mitmachtheater an. Der Tageselternverein veranstaltete ein Kinderschminken, informierte über sein Angebot und warb für eine Tätigkeit als Tageseltern.

Tiere und Musiknoten aus Holz

Staunen durften die Besucher über die Fertigkeiten von Holzbildhauer Horst Walter aus Rauenberg begutachten. Er verkaufte Dekoartikel wie Schalen, Tiere und Musiknoten aus Holz. Zudem zeigte er, wie aus einem Block aus Kirschholz eine Ballettszene aus einer Tänzerin geschnitzt wird.

Kennenlernen konnte man auch die arabische Knüpfkunst „Makramee“. Aus Fäden entstehen dabei zum Beispiel Pflanzenampeln, Lampenschirme und Lesezeichen. „Mit der Technik kommt man schnell und mit viel Spaß zu einem Ergebnis“, erklärte Kristina Jäger an ihrem Stand. Etwas weiter bot ein Hobbyzüchter viele Kakteenarten an. Er warb dabei für die stacheligen, leicht zu pflegenden, schön blühenden Gewächse.

Zwergfledermäuse bei der Nabu

Bei der Nabu Gruppe Main Wildbach wurden zwei junge Zwergfledermäuse bestaunt. Die verletzten Tiere wurden gesund gepflegt und werden bald ausgewildert. Viele Besucher bestaunten die fünf bis sieben Gramm schweren Tiere. Für Kinder brannten die Nabumitglieder den Umriss einer Bechsteinfledermaus auf Baumscheiben. Am Stand gab es auch Informationen zu Naturschutzthemen.

Gefeilscht und gefachsimpelt wurde an den Flohmarktständen. Neben gebrauchtem Spielzeug gab es dort Sammlerstücke aus aller Welt. Weiterhin bot der Markt eine Ausstellung von alten Motorrädern. Im Bereich der Stadtbefestigung veranstaltete der Deutsche Teckelclub Gruppe Odenwald Main-Spessart eine Pfosten- und Zuchtschau.

Info: Eine Bildergalerie zum Herbstmarkt findet man unter www.fnweb.de im Internet.