Freudenberg

Gemeinderat Möglichkeit einer öffentlichen Photovoltaikanlage

Diskussion über Ökostrom

Archivartikel

Freudenberg.In der Gemeinderatssitzung am Montag beschäftigte sich das Gremium mit mehreren städtischen Baumaßnahmen und dem neuen Flächennutzungsplan. So stimmten die Räte mit drei Gegenstimmen der Instandsetzung einer Stützmauer am Wildbach in Boxtal für rund 40 000 Euro netto vor. Die Verwaltung wurde beauftragt, die entsprechenden Mittel in den Haushalt 2021 einzuplanen.

Dringender Handlungsbedarf

Der zu sanierende 16 Meter lange Mauerteil grenzt an eine Mauer im Eigentum des Landkreises. Es herrscht dringender Handlungsbedarf. Der Kreis bot der Stadt an, dass die Baufirma die Sanierung des städtischen Mauerteils mit durchführt. Vorteile sind ein einheitliches Bild der Stützmauer mit Geländer, eine gemeinsame Durchführung der wasserrechtlichen Prüfung durch den Kreis und Wirtschaftlichkeit.

Boxtals Ortsvorsteher und Gemeinderat Rolf Döhner, sprach sich dafür aus, die Maßnahme gemeinsam mit dem Kreis durchzuführen. Die Meinungen der anderen Räte waren unterschiedlich. Auf der einen Seite wurde auf Folgekosten hingewiesen, wenn man die Sanierung verschiebt, und Sicherheitsaspekte betont. Andererseits wurde auf fehlende finanzielle Spielräume im Haushalt hingewiesen.

Einstimmig beschloss das Gremium, bei der Wahl der Wärmepumpen für den Neubau von Feuerwehr und Bauhof der Empfehlung des Fachplanerbüros Metzger zu folgen. Die Wärmeverteilung erfolgt durch eine Industrieflächenheizung in der Bodenplatte, dies sei wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.

Hinsichtlich des neuen Flächennutzungsplans stellte Thorsten Schneider von MVV Energie eine mögliche Photovoltaikanlage für eine entsprechende Vorrangfläche bei Rauenberg vor. Henning sagte: „Als kleine Stadt sind wir in Sachen Ökobilanz mit Wasserkraft, Windkraft und privaten Photovoltaikanlagen gut aufgestellt.“ Man könne durch eine öffentliche Anlage aber noch mehr tun. Gleichzeitig betonte er, die Festlegung von Flächen und Bedingungen erfolge erst mit Festlegung der Bebauungspläne.

Wie Schneider feststellte, werden mit dem Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) 2021 Anlagen bis 20 Megawatt Leistung förderfähig. Die Anlage würde gemäß der Vorschrift des Landes Baden-Württemberg auf einer landwirtschaftlich benachteiligten Fläche erreichtet und sei durch den Bewuchs kaum zu sehen.

Infoveranstaltung geplant

Zielsetzung sie die Errichtung einer Anlage mit 10 bis 14 Mega-Watt Spitzenleistung auf einer Fläche von elf Hektar. Diese könnte jährlich rund 15 160 Megawattstunden Strom erzeugen und dabei rund 9 800 Tonnen CO2 einsparen. Die Gemeinderäte fragten, ob bei Spitzenlast der Sonnenenergieanlage der Windpark kein Strom einspeisen könnte, um das Netz nicht zu überlasten. Schneider erläuterte, die Netzeinspeisung sei immer deutschlandweit zu betrachten und hänge auch vom Netzausbau ab.

Die Ständer der Solarpaneele würden mit Erdankern verankert, damit gebe es keine Flächenversiegelung. Zur möglichen Anlage soll es eine Infoveranstaltung für die Bürger in Rauenberg geben. bdg