Freudenberg

Männergesangverein 1860 Freudenberg Motto in der Stadthalle lautete am Samstag „All you need is love“ / Teilnehmende Chöre und Solisten begeisterten ihr Publikum

Beeindruckendes Chorkonzert ganz im Zeichen der Liebe

Archivartikel

Freudenberg.„All you need is love“ lautete der Titel eines berührenden Konzerts, das der Männergesangverein 1860 Freudenberg am Samstagabend in der Stadthalle veranstaltete. Laut dem Songtext des Werks von den Beatles ist Liebe der Schlüssel zu vielem im Leben. Beim Konzert waren Liederauswahl und Gesang der Schlüssel zu den Herzen der Menschen.

Aber nicht nur die Chöre, sondern auch die Halle selbst war durch die liebevollen Dekoration aus Herzen und berührenden Spruchbändern voll auf Liebe eingestellt. Die beiden Moderatoren Caroline Becker und Detlef Scheiber begleiteten die Zuhörer in der voll besetzen Halle mal mit rührendem, mal mit lustigem, aber immer informativem „Liebesgeflüster“ durch den Abend.

Die musikalische Begleitung der Lieder übernahmen Tabea Turba (Klavier), Anja Walther (Querflöte und Gitarre), Elena Müssig (Klarinette), Sascha Müssig (Trompete) und Christian Dosch (Cajon).

Die Gesamtleitung des Abends lag bei Ariane Wüst und Edith Haamann. Musikalisch eröffnet wurde das Konzert vom gemischten Chor „Belcanto“ des Gastgebervereins (Leitung Haamann) mit „All I have to do is dream“ von Boudleaux Bryante.

Der Männerchor (Leitung Wüst) sang zuerst den „Zauber der Liebe“. Bei diesem alten Volkslied wird die Liebe ganz zart angesprochen. Erotisch, aber auch erheitert kam das zweite Lied „Badewasser Song“ von den Comedian Harmonists daher.

Einig waren sich die Moderatoren darin, das Liebe wie ein Fieber sein kann, das einen packt. Ein „Fieber“, gegen das man sich nicht wehren könne. So mag es vielleicht auch Elvis gegangen sein, als er seinen Song „Fever“ schrieb. Diesen sang der Männerchor als drittes Stück seines Auftritts. Mit nicht ganz ernst gemeinten Beispielen aus Kontaktanzeigen und Verweisen auf Onlinepartnerbörsen machten die Moderatoren deutlich, wie manch einer bei der Suche nach der großen Liebe nachhelfen will.

Musikalisch auf „die Suche“ nach der Liebe für’s Leben begab sich „Belcanto“ mit dem gleichnamigen Titel von Jan Sievers. Ist der Herzensmensch dann gefunden, fragt man sich „Kann es wirklich Liebe sein?“. Diese Frage stellt sich auch im Musical „König der Löwen“ mit „Can you feel the Love Love Tonight“ von Elton John.

Dass Liebende wirklich gut zusammen passen, thematisierten die Comedian Harmonist mit ihrem Song „Du passt so gut zu mir.“ Der Gesang von „Belcanto“ wurde dabei schauspielerisch untermalt. Zwei Liebende verbrachten auf der Bühne hinter dem Chor einen romantischen Abend in einem Restaurant. „Only you“ von den Flying Pickets weckte bei Moderatoren und Publikum die Erinnerung an die 1980er Jahre mit Schulterpolster und die cool-romantischen Typen, die von der vergangenen Liebe sangen.

Wie die Chöre des Veranstalters begeisterten auch die Sänger von „Was’n Act“ aus Dorfprozelten (Leitung Lorene Dworschak). Sie besangen mit „All of Me“ von John Legend, dass der Liebende alles für seine Geliebte gibt. In „Thousand Years“ von Christina Perri aus dem Film „Twilight“ ging es um das lange und schmerzhafte Warten auf jenen, den man im Herzen trägt. Den zweiten Konzertteil nach der Pause eröffneten wieder die Gäste. Sie sangen „Fix you“ von Coldplay und „Perfext“ von Ed Sheeran.

Der Männerchor widmete sich dem Schmerz der unerfüllten Liebe. Im Volkslied „Horch was kommt von draußen rein“, geht es um einen Liebenden, der sein Liebchen nie bekommen wird. Rio Reiser wiederum besingt in „Junimond“ den Schmerz der verflossenen Liebe. „Belcanto“ besang mit dem rockigen „Hit the Road Jack“ von Ray Charles, wie es ist, wenn man den einst Geliebten nur noch davon jagen möchte. Die Wise Guys wiederum stellten sich in „Wie kann es sein“ die Frage, warum es mit Liebe oder Freundschaft nicht klappte. Der Auftritt von „Belcanto“ schloss mit „Nothing Else Matters“ von Metallica. Zum Konzertabschluss sangen Männerchor und „Belcanto“ gemeinsam. Es erklang „Eine neue Liebe“ von Jürgen Marcus sowie der Titelsong des Konzerts „All you need ist love“. Jennifer Beck sang hier die Soloparts. bdg