Freudenberg

Aktion 40 Freiwillige beteiligten sich an einer Pflanzmaßnahme im Eichenwäldchen des Freudenberger Stadtwalds / Fläche ist wegen Käferbefalls vorher gerodet worden

400 Zedern für den Klimaschutz

Archivartikel

Am Samstagvormittag hieß es im Wald bei Rauenberg „Bäume pflanzen für die Zukunft“.

Rauenberg. Die Global Marshallplan Lokalgruppe Freudenberg will mit der Aktion „Bäume pflanzen für die Zukunft“, ein deutliches Zeichen gegen den Klimawandel setzen. Auch die Ziele der Initiative „Plant for the Planet“ werden durch diese Maßnahme unterstützt.

Rund 40 ehrenamtliche Helfer, darunter auch Kinder und Jugendliche, trafen sich am noch nebligen Morgen am Rauenberger Dürrhof. Von dort aus ging es zum „Eichenwäldchen“ im Freudenberger Stadtwald, in der Nähe des Rauenberger Laukenhofs.

Auf dem Weg dahin erklärte Revierförster Lars Kaller, dass es sich bei der Fläche eines der Areale handele, die wegen des Käferbefalls gerodet werden mussten. Zugleich sei das Gebiet gut erreichbar.

Über die Entstehung der aktuellen Aktion berichtete Ralf Kern von der Lokalgruppe: „2014 hatten die Firmlinge aller Freudenberger Pfarreien gemeinsam 300 Bäume gepflanzt, die nach aktuellen Berechnungen bis heute beträchtliche Mengen an CO2 gebunden haben.“ Der Anstoß dazu sei damals von Gemeindereferent Christoph Köninger gekommen, der bei der Lokalgruppe um Mitarbeit angefragt hatte. Schon länger habe man geplant, eine solche Pflanzaktion zu wiederholen, sagte Kern. „Weil der Regen aber ausblieb, musste die Wiederholung der Pflanz-Aktion immer wieder verschoben werden.“ Die Niederschläge der letzten Wochen haben nun eine gute Basis für das Wachstum der Setzlinge geschaffen.

Gepflanzt wurden an diesem Samstagvormittag 200 Libanon-Zedern und 200 Atlas-Zedern. Diese kommen laut Kaller mit weniger Niederschlag aus, als heimische Nadelbäume. „Im Wertheimer Forst hat man damit seit 15 Jahren gute Erfahrungen gemacht.“ Für das Pflanzen von Nadelbäumen habe man sich entschieden, da somit eine gute Durchmischung der Baumarten im Fort erreicht wird. „Jeweils die Hälfte des Bestands sollen Laubbäume, die andere Nadelbäume sein, weil die Baumarten von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden.“ Durch die Mischung sei der Wald also insgesamt weniger anfällig. Vor Ort erklärte Kaller den Helfern, dass man sich bewusst gegen Himalaya-Zedern entschieden habe, denn diese würden, anders als ihr Name vermuten lässt, schon die Schneelast in unseren Gebieten nicht aushalten.

Gepflanzt wurden die Libanon- und Atlas-Zedern jeweils in einer eigenen Reihe, damit sie sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Die Libanon-Zedern waren zuvor fünf Jahre, die Atlas-zedern zwei Jahre herangezogen. Eingepflanzt wurden sie mit Erdballen um die Wurzeln, weil sie so bei den aktuellen klimatischen Bedingungen besser anwachsen. Finanziert wurden die Bäume durch die Stadt Freudenberg.

Für die Helfer ging es nach der Einführung ans Zupacken. In etwa 1,50 Meter Abstand wurden mit dem Pflanzspaten Löcher ausgehoben, die Pflanzen eingesetzt und angedrückt. „Meine Jungs schaffen 60 Stück pro Person und Stunde, das ist euer Ziel“, motivierte Kaller die Ehrenamtlichen lachend.

Nach der Pflanzaktion trafen sich alle Helfer im Rauenberger HeimArtHof. Hier hielten zwei Jungbotschafter der Initiative „Plant for the Planet“einen Vortrag.

Mit dieser Initiative stand die Global Marshallplan Lokalgruppe Freudenberg schon längere Zeit in Kontakt. So hatte man drei Geschäfte im Stadtgebiet überzeugen können, die „Gute Schokolade“ der Initiative zu verkaufen. Mit den Einnahmen aus deren Verkauf finanziert „Plant for the Planet“ beispielsweise diese Anpflanzungen.

Ziel der von Felix Finkbeiner gegründeten Initiative ist es, weltweit über 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen, um Kohlenstoffdioxid zu binden und damit die Klimakrise abzuschwächen. Als Botschafter für Klimagerechtigkeit halten die sehr jungen Menschen der Initiative Vorträge vor Erwachsenen und fordern sie zum Handeln auf.