Freudenberg

Einweihung Neuer Spielbereich am Badesee Freudenberg übergeben / Gesamtkosten auf 300 000 Euro beziffert / Reinhart verspricht weitere Mittel aus Ausgleichsstock

2,5 Hektar Liegefläche um eine Attraktion reicher

Viele strahlende Gesichter gab es am Badesee in Freudenberg zu sehen. Dort wurde im Beisein von Prominenz aus der Landespolitik der neue Kinderbereich eröffnet.

Freudenberg. Bei bestem Badewetter begrüßte Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning die rund 50 geladenen Gäste aus Politik und Gesellschaft. Darunter waren Landesjustizminister Guido Wolf, zuständig auch für Tourismus, sowie Wolfgang Reinhart, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag.

Für ihn sei die Einweihung des Wasserspielbereiches der Höhepunkt eines Tages im Lieblichen Taubertal, freute sich Minister Guido Wolf. Gleichwohl ob Tauber oder Main – dem Minister war die Begeisterung für die Region deutlich anzumerken: „Wir leben dort, wo andere gerne Urlaub machen. Daher sollten wir uns darüber freuen, was wir vor der eigenen Haustüre haben.“ Dass Guido Wolf noch in der Nähe übernachtete, konnte deswegen nicht überraschen.

Bereits vor zwei Jahren hatte Wolf an Bürgermeister Henning für die Sanierung des Badesees einen Scheck in Höhe von 75 000 Euro überreicht. Nun freue er sich besonders für die Kinder und jungen Familien über die Errichtung des Wasserspielbereiches. Es sei nicht selbstverständlich, sich in finanziell schwierigen Zeiten für ein solches Projekt zu engagieren. Aber der Spielplatz sei eine gute Investition in die Zukunft.

Groß war auch die Freude bei Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning über die neue Attraktion. Gerade in der jetzigen Zeit mit den Reisebeschränkungen sei der Badesee sehr wichtig, um auch ein sicheres Baden zu ermöglichen.

Im Gesamtkonzept des Gemeinderats seien ursprünglich weitere Maßnahmen, wie die Modernisierung der Technik oder die Sanierung der Duschen, vorgesehen gewesen, erklärte Henning.

Aufgrund der damit verbundenen Planungskosten in Höhe von 800 000 Euro wurden jedoch einige Maßnahmen aus Kostengründen verschoben. Aber auch die nun investierten 300 000 Euro seien schon „eine gute Summe“, zeigte sich das Stadtoberhaupt zufrieden. Mit Blick auf die anwesenden Landespolitiker hoffe Henning noch auf Rückflussmittel aus dem Tourismus-Infrastruktur-Programm.

Weitere Gelder fließen

Diesen dezenten Hinweis nahm das Mitglied des Landtags Wolfgang Reinhart natürlich direkt auf. Zur Freude der Anwesenden sagte er weitere 37 000 Euro aus dem Ausgleichsstock zu. „Freudenberg ist dem Land lieb und teuer“, versicherte er. Insgesamt habe der See ein wunderbares und einladendes Ambiente, wie es schöner nicht sein könnte. „Wer muss da noch ans Mittelmeer?“ fragte Reinhart rhetorisch. Der neue Außenspielbereich sei dabei ein weiteres Highlight. Die 300 000 Euro seien erneut eine Investition mit großem Vertrauen in die Zukunft.

Auf den Planungs- und Umsetzungsprozess ging Diplom-Ingenieur Claus Schmitt von der „WasserWerkstatt“ in Bamberg ein. Bereits vor drei Jahren sei ein großes Gesamtkonzept entwickelt worden. Im März des vergangenen Jahres schließlich wurden Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung für Kinder als Baustein zur Verbesserung der Freizeitaktivität im Gemeinderat vorgestellt und beschlossen worden. Die Verzögerung des ursprünglich für letztes Jahr geplanten Einweihungstermins begründete Schmitt mit einigen Hürden beim Budget, weiteren Ausschreibungen sowie handwerklichen Auslastungen. „Aber wenn ich den Termin heute sehe, sind wir trotzdem beim richtigen Datum“, fügte Schmitt wegen des strahlenden Sonnenscheins hinzu. Und mit Blick auf den bereits am Abend im ganzen Bad verteilten Sand, sei die Funktionsprüfung bestanden. Als Präsent überreichte er einen Rettungsring an Bürgermeister Henning.

Den kirchlichen Segen sprach Diakon Michael Schlör. Das Wesentliche im Leben sei immer ein Geschenk von oben. Er wünschte sich, dass die Kinder hier Kinder sein dürfen. Seinen Dank richtete er, wie alle Vorredner, an die DLRG, die für die Sicherheit rund um den See sorgt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Musikschule mit ihrem Leiter Michael Korn.