Fränky'sche Nachrichten

Warum wir Menschen spielen

Archivartikel

Los, wir spielen was! Fangen oder mit Lego Städte bauen, an der Konsole Rennen fahren oder sich Verkleiden. Es gibt so viele Möglichkeiten! Und alle Menschen spielen gern - nicht nur Kinder. Denn Spielen gehört zur unserer Natur, sagt die Wissenschaft.

Dabei scheint es auf den ersten Blick keinen Nutzen dafür zu geben. Vom Spielen allein kommt zum Beispiel kein Essen auf den Tisch oder wird ein Haus gebaut. Der Grund ist ein anderer: «Alles Lernen kann über das Spielen vermittelt werden», erklärt der Fachmann Philipp Söchtig. Wettrennen etwa machen den Körper fit, andere Spiele sind zum Beispiel gut fürs Denken.

Forscher unterscheiden zwischen verschiedenen Arten des Spiels: zum Beispiel Rollenspiele, Bewegungsspiele, Glücksspiele wie etwa Würfeln oder Strategie-Spiele wie Schach. Wichtig ist aber immer: «Es geht darum, dass es Spaß macht!», erklärt Philipp Söchtig.

Der Wissenschaftler Martin Geisler ergänzt: «Das Spiel ist frei.» Das bedeutet, dass man alles Mögliche einfach ausprobieren kann - ohne dass es in der Wirklichkeit Folgen hat. Zum Beispiel darf man sich heimlich als wildes Tier verkleiden. Oder eine aus Kissen gebaute Burg erstürmen, dabei alles umwerfen und in etwas völlig anderes verwandeln.

Dabei spielen Kinder meist freier und ohne viele Regeln, sagt Philipp Söchtig. Je älter man wird, desto wichtiger werden dann Regeln. Als Beispiel nennt er den Unterschied zwischen einem Fangspiel und Fußball mit seinen vielen komplizierten Spielregeln.

Übrigens: Wenn ein Spiel langweilig geworden ist, rät Philipp Söchtig, sich neue Regeln dafür auszudenken. Zum Beispiel: Beim «Mensch ärgere dich nicht» mal mit den Figuren nicht im Uhrzeigersinn, sonders anders herum gehen.