Fränky'sche Nachrichten

Riesenstreit um eine Mauer

Dicht an dicht stecken meterlange Metallstäbe im Boden. Am oberen Ende wurde auch noch Stacheldraht befestigt. Dieser riesige Zaun trennt in Nordamerika die Länder USA und Mexiko.

Doch nicht überall an der Tausende Kilometer langen Grenze steht ein Zaun. Manchmal trennt auch Wellblech beide Länder, in anderen Gebieten ist es ein Fluss oder Wüste. Der Präsident der USA hätte an der Grenze aber lieber eine Mauer, weil er glaubt: Dann kommen weniger Menschen ohne Erlaubnis aus anderen Ländern in die USA.

«Der Präsident ist aber kein König», sagt der USA-Experte Curd Knüpfer. Also jemand, der alles allein entscheiden kann. Wenn er so etwas wie die teure Mauer bauen lassen wolle, brauche er die Zustimmung von Politikerinnen und Politikern im Kongress. So heißt in den USA das Parlament. «Solche Dinge werden aus Steuern bezahlt, deswegen entscheidet der Kongress, ob es dafür Geld gibt.»

Doch viele Leute im Kongress halten eine Mauer für unnötig. Deswegen bekommt Präsident Donald Trump das Geld dafür nicht. Nun ist er wütend und unterschreibt die Regelung nicht, für was die Regierung Geld ausgeben soll. Viele Behörden bekommen nun kein Geld mehr! Seit drei Wochen geht das schon so.

Für manche Mitarbeiter der Regierung ist das schlimm. Viele bekommen momentan keinen Lohn. «Einige müssen zuhause bleiben, weil sie nicht arbeiten dürfen», sagt Curd Knüpfer. Das sind etwa Angestellte von Museen und Nationalparks. Andere wie etwa Soldaten oder Sicherheitsleute am Flughafen müssen arbeiten, bekommen aber kein Geld dafür.

Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht. «Der Präsident zeigt keine Bereitschaft, da nachzugeben», sagt der Experte Sascha Lohmann. Es gebe aber Leute, die kaum Geld gespart hätten und nun nichts kaufen könnten. Die bräuchten schnell eine funktionierende Regierung. «Der Druck wächst, eine Einigung zu finden», sagte er.