Fränky'sche Nachrichten

Kein einfacher Start

Archivartikel

Wie wird es sein, wenn die Schulen wieder ganz normal geöffnet sind? Hast du dir das manchmal vorgestellt, als alles dicht war? Oder auch jetzt in den Ferien? So langsam kommt dieser Zeitpunkt näher. Denn auch wenn viele Schüler schon vor den Ferien für ein paar Stunden im Klassenzimmer waren: Im neuen Schuljahr soll es möglichst endlich so weitergehen, wie vor der Coronakrise.

In dieser Woche überschneiden sich die Ferien aller deutschen Bundesländer. Vier Tage haben dann alle Schüler und Schülerinnen gleichzeitig frei. Danach müssen die Kinder und Jugendlichen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern als erste wieder in die Schule. Doch ohne Extra-Regeln geht auch das nicht.

«Einfach so loszulegen und weiterzumachen wie es früher war, das ist nicht möglich», meint etwa Heinz-Peter Meidinger. Er ist Präsident eines Verbands, der sich für Lehrer einsetzt. Die Bundesländer haben zum Beispiel entschieden: In den Klassen soll regelmäßig gut gelüftet werden. Das hilft, damit sich das Virus nicht über die Luft ausbreitet. Aber: Nicht in jedem Klassenzimmer lassen sich die Fenster ganz öffnen.

Auch andere Dinge sind noch schwierig. Es fehlen zum Beispiel gerade einige Lehrer. Sie sollen nicht zum Unterricht kommen, um sich vor dem Virus zu schützen. Das betrifft etwa Lehrer, die älter sind oder eine Krankheit haben. Ihnen kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus besonders gefährlich werden. Doch wer übernimmt jetzt ihren Unterricht? Das muss gut geplant sein.

Dass der Unterricht wieder starten soll, darin sind sich die meisten Fachleute aber einig. Sie befürchten, dass den Kindern und Jugendlichen sonst wichtige Dinge fehlen: Der Kontakt zu anderen etwa und natürlich auch der Schulstoff. Damit der Schulstart klappt, müssen alle mithelfen. Und Heinz-Peter Meidinger sagt: «Wir müssen sehr genau hingucken – nicht, dass wir gleich wieder viele Schulen schließen müssen.»