Fechten

Fechten Änderungen beim FC Würth Künzelsau / Anerkennung für gute Leistungen / Neuen hauptamtlichen Trainer vorgestellt

Dominik Behr wird Verbandstrainer

Archivartikel

Zu Beginn des Wettkampfjahres ist vieles anders beim Fecht-Club Würth Künzelsau. Während mit Barnabas Csanyi ein neuer Trainer sein Amt antritt, bekommen Dominik Behr und Julian Bielenberg Bundesaufgaben. Doch der Reihe nach:

Die Überraschung war groß, als der Disziplinchef des Deutschen Fechterbundes (DFeB) Dominik Behr anrief. Würden er und sein Kollege Julian Bielenberg als Verbandstrainer Damensäbel der U15 und U17 dem Spitzenverband zur Verfügung stehen? Behr, der Sportdirektor des FC Würth Künzelsau, zögerte nicht lange: „Julian und ich waren da gerade gemeinsam mit unseren Sportlern im Trainingslager. Nach einer Absprache war klar, dass wir die Ämter gerne übernehmen.“ Als eine große Anerkennung für die Leistungen der Vergangenheit empfinde Behr den DFeB-Vorschlag.

Tatsächlich sind in der gerade begonnenen Saison sechs der 20 nominierten Sportlerinnen vom FC Würth, hinzu kommt ein Junge (siehe Infokasten). Behr wird ab sofort die Verantwortung für die besten deutschen Fechterinnen der U15 übernehmen. Bielenberg, der in der Vergangenheit bereits die männliche U15 betreute, ist jetzt für die U17-Mädchen zuständig. „Die Aufteilung gefällt uns so ganz gut“, erklärt Behr und weiter: „Im Verein ist jeder Trainer für Gruppen mit jeweils zwei Jahrgängen zuständig. Dieses Jahr gibt es auch eine große Überschneidung zwischen Vereins- und Bundesaufgaben.“ Neben der Leitung der Kaderlehrgänge werden die Künzelsauer Trainer vor allem auf den Europacup-Turnieren die deutschen Mannschaften betreuen.

Coaches sind international dabei

„Das freut mich sehr“, sagt Bielenberg. „Mit Christine Weber ist aktuell eine Künzelsauer Sportlerin im U17-Nationalteam. Kora Hartmann ist nur einen Platz, Fanny Straub vier Plätze hinter der A-Mannschaft. In den anstehenden Wettkämpfen können sie sich noch nach vorne arbeiten. Es ist für mich natürlich schön, dass ich durch diese Aufgabe unsere Sportler auch bei internationalen Mannschaftswettkämpfen betreuen kann.“ Bielenberg wird die U17-Fechterinnen ebenfalls bei den Welt- und Europameisterschaften coachen.

Behr und Bielenberg sehen in ihrem Amt aber auch eine Chance, ihren Anteil bei der Entwicklung der Kaderfechterinnen außerhalb Künzelsaus beizutragen. „Unser Einfluss ist zwar auf die wenigen gemeinsamen Lehrgänge beschränkt“, erläutert Behr. „Allerdings können wir dort gezielt Akzente setzen, die den Mädchen gerade auf den internationalen Turnieren helfen.“ Ihr Debüt als „Quasi-Bundestrainer“ geben beide beim Verbandslehrgang an diesem Wochenende in Bonn.

Natürlich bedeuten die neuen Aufgaben einen erheblichen Mehraufwand. Da trifft es sich gut, dass der Verein mit Barnabas Csanyi einen weiteren international erfahrenen Trainer verpflichtet hat. Der 35-jährige Ungar arbeitete zuletzt in Shanghai, hat aber auch schon Erfahrung in Deutschland gesammelt. Von 2014 bis 2016 war er in Koblenz tätig und spricht fließend deutsch. Nach verschiedenen Trainerstationen in den Vereinigten Staaten (2008), Ungarn (2009-2011) und Singapur (2011-2013) freut sich Csanyi auf seine neuen Aufgaben und plant, sich langfristig an den Künzelsauer Erfolgsverein zu binden.

„Mit vier qualifizierten hauptamtlichen Trainern haben wir ein schlagkräftiges Team zusammen“, freut sich Behr und fügt an: „Und wer weiß, vielleicht werden wir schon 2024 auf den Olympischen Spielen in Paris mit Künzelsauer Fechtern vertreten sein.“ fcw