Creglingen

Jubiläum 100. Pferdemarkt kostete die Stadt rund 200 000 Euro / Umfrage zu künftigem Veranstaltungstag geplant

„Wurden vom eigenen Erfolg überrollt“

Archivartikel

Creglingen.Der Creglinger Pferdemarkt war ein Riesenerfolg – paradoxerweise hat das dazu geführt, dass die zweitägige Veranstaltung Anfang Februar auch deutlich teurer wurde als zunächst gedacht. Rund 200 000 Euro hat das Jubiläum „100 Jahre Pferdemarkt“ der Stadtkasse gekostet.

„Wir sind von unserem eigenen Erfolg überrollt worden“, sagt Bürgermeister Uwe Hehn rückblickend. Weil viel mehr Gruppen am Fest-umzug teilgenommen hatten als erwartet – es waren über 100 – stiegen auch die städtischen Unkosten, weil ja jeder Teilnehmer einen kleinen Obolus bekommt. Dazu kamen zahlreiche Kleinpositionen, die nicht absehbar waren. Unter dem Strich kamen so die insgesamt rund 200 000 Euro zusammen. „Das ist viel Geld, aber für unser Image war es wichtig und richtig“, findet der Chef der Stadtverwaltung. „Das Jubiläum war die Investition jedenfalls wert“, ist Uwe Hehn überzeugt – zumal man ein solches Fest so schnell nicht wiederholen werde.

Zurück auf Mittwoch?

Offen ist momentan, ob der Pferdemarkt nächstes Jahr – sofern er aufgrund der Corona-Pandemie überhaupt im gewohnten Umfang stattfinden kann – wieder an seinen angestammten Platz am ersten Mittwoch im Februar zurück kehrt – oder ob er eventuell dauerhaft auf einen Sonntag rückt. Der Mittwoch ist zwar der traditionelle Tag, an dem viele Creglinger hängen. Der Sonntag indessen hätte für Pferdebesitzer und Umzugsteilnehmer den Vorteil, dass sie zum Beispiel keinen Urlaub nehmen müssen. Wie Bürgermeister Uwe Hehn im FN-Gespräch sagte, wolle der Gemeinderat zu diesem Thema eine Umfrage unter der Creglinger Bevölkerung durchführen, und zwar voraussichtlich im Herbst. Das Ergebnis der Umfrage soll dann mit in die Entscheidung des Gremiums über den künftigen Pferdemarkt-Tag einfließen.